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Berlin-Brandenburg | 18.08.2020

Auf die Räder, fertig, los!

Radfahren macht Kinder mobil, bringt sie aber auch in Gefahr. Gut die Hälfte aller Kinder zwischen 10 und 14 Jahren, die im Straßenverkehr verunglücken, sind mit dem Fahrrad unterwegs. Deshalb ist eine gute Radfahrausbildung für die Unfallprävention so wichtig. Mit dem neuen Schuljahr konnte vielerorts der Verkehrsunterricht in den vierten Klassen wieder starten, so auch auf dem Fahrradparcours in Brandenburg an der Havel. Mit an Bord: der ADAC Berlin-Brandenburg und die Polizei Brandenburg, die als verlässliche Partner seit langem die Grundschulen der Region in der Verkehrserziehung unterstützen.

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Manfred Voit, Vorstandsvorsitzender des ADAC Berlin-Brandenburg, besuchte heute gemeinsam mit Polizeihauptkommissarin Ute Döpke, Leiterin des Bereichs Verkehrsangelegenheiten und Unfallprävention im Polizeipräsidium Brandenburg, das Fahrradtraining der ADAC Jugendverkehrsschule und die Radfahrprüfung durch Polizeibeamte an der Wilhelm-Busch-Schule. In Brandenburg an der Havel hat die Radfahrausbildung eine besonders lange Tradition: Seit 1991 haben in der ADAC Jugendverkehrsschule mehr als 90.000 Schüler aus der Stadt Brandenburg und dem Umland das Radfahren trainiert. Im vergangenen Jahr waren es 700 Kinder und für dieses Jahr sind noch circa 50 Termine für den Fahrradparcours geplant. Dabei hat sich im Laufe der Jahre zudem eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Polizei Brandenburg entwickelt. Die Präventionsbeamten der Polizei nehmen die praktische Radfahrprüfung koordiniert mit den ADAC Trainings ab.

Die Betreuung der ADAC Jugendverkehrsschule Brandenburg an der Havel haben im Jahr 2019 Andrea Lucas-Höfke und Angelika Christel übernommen. Damit ist auch in Zukunft gesichert, dass noch viele Brandenburger Kinder für die Radfahrprüfung trainieren können. Für die engagierte Arbeit der Jugendverkehrsschule bedankte sich heute der Vorsitzende des ADAC Berlin-Brandenburg und spendete zwei neue 22-Zoll-Kinderfahrräder, damit den Fahrradparcours noch mehr Kinder ohne eigenes Fahrrad absolvieren können.

Manfred Voit, Vorstandsvorsitzender ADAC Berlin-Brandenburg: „Ob auf dem Weg zur Schule oder in der Freizeit – im Grundschulalter entdecken Kinder zunehmend das Fahrrad für sich. Ab dem 10. Geburtstag dürfen sie dann nicht mehr auf dem Fußweg fahren, sondern müssen – wie die Erwachsenen – Radweg oder Straße benutzen. Nun gilt es umso mehr, die Regeln und Verkehrsschilder zu kennen, aber auch das Fahrrad sicher zu beherrschen. Hier unterstützen wir gemeinsam mit der Polizei die Grundschulen in der Verkehrserziehung. Auf unserem ADAC Fahrradparcours trainieren die Kinder spielerische Fahrübungen, die sich an Gefahren und unfallträchtigen Situationen im Straßenverkehr orientieren. Das bringt Sicherheit und hilft, Fahrfehlern und damit Unfällen vorzubeugen."

Ute Döpke, Leiterin Sachbereich Verkehrsangelegenheiten im Polizeipräsidium: „Für Kinder ist die Benutzung des Fahrrads ein erster Schritt in die eigenverantwortliche Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr. Unsere Jüngsten dafür fit zu machen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, d.h. eine Aufgabe der Eltern, der Bildungseinrichtungen, der Akteure der Verkehrssicherheit und der Polizei. Seit vielen Jahren wird in der Stadt Brandenburg und an vielen anderen Orten im Land die Radfahrausbildung und die Radfahrprüfung gemeinsam zwischen Schule, Polizei und dem ADAC erfolgreich durchgeführt. Wir können nur erfolgreich bleiben, wenn diese Kooperation weiterhin aktiv gelebt wird und sich jeder Partner seiner Verantwortung bewusst ist.“

Unfallstatistik: Rad fahrende Kinder sind im Straßenverkehr besonders gefährdet.

Im Jahr 2019 verunglückten deutschlandweit 9.616 Kinder unter 15 Jahren beim Fahrradfahren, davon wurden 1.025 schwer und 8.584 leicht verletzt, 7 Kinder verloren ihr Leben. Dabei nehmen die Radunfälle in der Altersgruppe ab 10 Jahren deutlich zu. Laut Unfallstatistik der Polizei ereigneten sich im vergangenen Jahr im Land Brandenburg 565 Unfälle mit Kindern bis einschließlich 14 Jahre als Radfahrende, dabei wurden 401 Kinder verletzt und 1 Kind getötet. Bei 58,8 Prozent dieser Unfälle sind die Kinder gleichzeitig die Verursacher. Am häufigsten führten Fehler beim Einfahren in den fließenden Verkehr, falsche Straßenbenutzung (Fahrtrichtung, Gehweg-, Radwegnutzung) und das Nichtbeachten der Vorfahrtsregeln zu Radunfällen.

Ein höheres Unfallrisiko besteht außerdem durch entwicklungsbedingte Defizite der Heranwachsenden. So sind Seh- und Hörvermögen noch nicht vollständig entwickelt, auch das Einschätzen von Geschwindigkeiten und Entfernungen fällt noch schwer und die Ablenkungsgefahr ist groß. Diese entwicklungsbedingten Besonderheiten und das Unfallgeschehen machen deutlich, wie wichtig schulische Verkehrserziehung und eine gute praktische Radfahrausbildung sind.

ADAC Fahrradparcours – ein kostenfreies Angebot für Grundschulen

Der ADAC Fahrradparcours ist ein bundesweit kostenloses fahrpraktisches Training, das Rad fahrende Kinder auf die Herausforderungen des Straßenverkehrs vorbereitet und damit die schulische Verkehrserziehung sinnvoll ergänzt. In Berlin und Brandenburg haben im Jahr 2019 knapp 15.000 Kinder an dem ADAC Programm teilgenommen. Den Fahrradparcours können Schulen oder Träger der Kinder- und Jugendarbeit direkt bei der Verkehrsabteilung des ADAC Regionalclubs anfragen: postverkehr@bbr.adac.de.

Fotos zum Download stehen im ADAC Presseportal zur Verfügung. 

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