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Württemberg | 10.08.2018

Unterfahrschutz kann Leben retten

Landesstraße 433 zwischen Meßstetten und Ebingen jetzt mit deutlichem Sicherheitsplus für Motorradfahrer

Medien

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Wichtiger Beitrag für die Sicherheit von Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern an der Landesstraße 433: Auf der bei Bikern beliebten Strecke zwischen Meßstetten und Ebingen wurde in den vergangenen Wochen auf einer Länge von rund 1500 Metern Unterfahrschutz montiert. Die Arbeiten führte die Firma Rolf Kling (Ehingen/Donau) aus.

„Die steigende Unfallzahl bei Motorradfahrern bereitet uns große Sorge“, betonte Carl-Eugen Metz, Vorstand Verkehr und Umwelt des ADAC Württemberg, zum Abschluss der Montagearbeiten bei einem Pressetermin vor Ort. Jeder Euro, der zusätzlich in die Verkehrssicherheit fließe, sei deshalb gut angelegtes Geld. „Unterfahrschutz kann beispielsweise verhindern, dass bei einem Sturz Gliedmaßen abgerissen werden“, erklärte Carl-Eugen Metz. Der ADAC in Baden-Württemberg fördert die Unterfahrschutz-Projekte mit bis zu 5.000 Euro pro Maßnahme.

Jan-Peter Lorenz, Leiter des Straßenbauamtes beim Landratsamt Zollernalbkreis, bedankte sich beim ADAC für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit. „Die Erhöhung der Verkehrssicherheit insbesondere für Motorradfahrer hat im Land Baden-Württemberg einen hohen Stellenwert. Deshalb ist es dem Landkreis wichtig, konkrete Maßnahmen umzusetzen und dadurch Unfallhäufungsstellen zu entschärfen.“

Stadtbaumeister Markus Streich hob die Wichtigkeit der Maßnahme aus Sicht der Stadt Meßstetten hervor. „Die Meßstetter Steige ist insbesondere für die Bevölkerung, die Wirtschaft und den Tourismus der Stadt Meßstetten eine Verkehrsader mit großer Bedeutung“, sagte Streich. „Aus diesem Grund ist der Stadt die Verbesserung der Verkehrssicherheit auf dieser Strecke stets ein großes Anliegen und wir danken dem Landratsamt, dass dieses sich der Sache angenommen hat und das Projekt umgesetzt hat. Dadurch wird der Weg von und nach Meßstetten wieder einen Schritt sicherer.“

In der Motorrad-Saison 2017 sind in Baden-Württemberg 101 Biker tödlich verunglückt. Das sind 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Fast ein Viertel der getöteten Verkehrsteilnehmer im vergangenen Jahr waren Motorradfahrer. 2016 starben 71 Biker auf den Straßen des Landes. Im Zollernalbkreis gab es im vergangenen Jahr 89 Motorradunfälle, dabei 29 Personen schwer verletzt und vier getötet.

Nach Auskunft des Innenministeriums ist die Ursache häufig nicht angepasste Geschwindigkeit. In Bezug auf gefahrene Kilometer ist das Risiko bei einem Verkehrsunfall mit einem Motorrad ums Leben zu kommen 18-mal so hoch wie mit einem Pkw. Leitplanken mit Unterfahrschutz helfen, dieses Risiko zu reduzieren.

Diese Förderung können zuständige Behörden und Landkreise jederzeit bei den Regionalclubs des ADAC in Baden-Württemberg beantragen.

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