So kommen Kinder sicher zur Schule
Der ADAC Württemberg empfiehlt Eltern zum Schulstart in Baden-Württemberg, den Schulweg mit ihren Kindern zu Fuß einzuüben.
Für den Großteil der Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg beginnt am 14. September wieder der Unterricht. Erstklässlerinnen und Erstklässler starten zudem in der kommenden Woche in einen neuen Lebensabschnitt. Nach Angaben des Innenministeriums Baden-Württemberg ereigneten sich 2025 landesweit insgesamt 415 Schulwegunfälle. Das entspricht einem Anstieg von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der ADAC Württemberg erinnert deshalb daran, in den kommenden Wochen besonders aufmerksam zu sein und Rücksicht auf Kinder zu nehmen, die das erste Mal ihren Schulweg bestreiten
Eltern sollten den Weg zur Schule mit ihren Erstklässlerinnen und Erstklässlern vorab gemeinsam üben. Der ADAC Württemberg empfiehlt dafür eine Route, auf der Kinder möglichst selten Straßen überqueren müssen. Eine wichtige Orientierung bieten Schulwegpläne: Sie zeigen sichere Querungsmöglichkeiten wie Ampeln, Zebrastreifen oder Unterführungen und weisen günstige Wege vom Wohnort der Kinder bis zur Schule aus. Aus Sicht des ADAC Württemberg sollten Kinder im Idealfall zu Fuß zur Schule gehen. Das stärkt gerade bei Schulanfängerinnen und Schulanfängern die Selbstständigkeit und die Verkehrskompetenz.
Elterntaxis weit verbreitet
Nach der aktuellen Umfrage „Sicherer Schulweg“ der ADAC Stiftung bleiben Elterntaxis das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel für Grundschüler, die nicht zu Fuß gehen. Nahezu jedes vierte Kind wird in der Grundschule mehrmals pro Woche mit dem Auto zum Unterricht gefahren und nach Schulschluss wieder abgeholt. Für 58 Prozent der befragten Eltern verursachen Elterntaxis gefährliche Verkehrssituationen. Allerdings kommen für die überwiegende Mehrheit der Eltern, die ihre Kinder regelmäßig fahren, Alternativen nicht in Frage. Zu den Begründungen für das Elterntaxi zählen etwa Anschlusstermine der Kinder, schlechtes Wetter und der geringere Zeitaufwand für die Kinder.
Ausgewiesene Hol- und Bringzonen sind eine mögliche Lösung, die durch Elterntaxis entstehenden Konflikte an Schulen entschärfen. An diesen „Elternhaltestellen“ können Eltern ihre Kinder in sicherer Entfernung zur Schule aussteigen lassen, sodass sie zumindest den letzten Abschnitt zu Fuß zurücklegen. Eine weitere Option sind sogenannte Laufbusse: Mehrere Kinder gehen gemeinsam auf einer festgelegten Route zur Schule und werden dabei von Erwachsenen begleitet. Hierzu hat der ADAC Württemberg ein passendes Konzept für Schulen in der Region entwickelt: Bei „Alvies Laufbus“ gehen ehrenamtliche Laufpaten zusammen mit einer Gruppe von Erstklässlerinnen und Erstklässlern über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen zur Schule. Die Teilnahme am Programm ist für Schulen und Kinder kostenfrei. Die Schulen erhalten vom ADAC Württemberg Vorlagen und Werbemittel, um Eltern zu erreichen sowie zur Akquise von Laufpaten.
Der ADAC Württemberg bietet Beratung zu den Themen Elternhaltestellen und „Alvies Laufbus“ unter verkehr@wtb.adac.de an.
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