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Württemberg | 09.02.2026

Nachwuchs-Sportler auf der Spur der Top-Piloten

ADAC Württemberg zeichnet bei Meisterehrung in der Motorworld Village Metzingen über 200 Sportler und viele Ehrenamtliche aus.

Vorhang auf und Bühne frei für die besten Motorsportler des ADAC Württemberg des zurückliegenden Jahres. Bei der Meisterehrung am 7. Februar hat der Mobilitätsclub über 200 Sportlerinnen und Sportler für ihre Erfolge auf nationalem und internationalem Terrain ausgezeichnet. Mit von der Partie in der Motorworld Village Metzingen, wo die Veranstaltung wie bereits in den Vorjahren stattfand, waren rund 500 geladene Gäste. „Mit Leidenschaft, Präzision und Teamgeist haben die württembergischen Motorsportlerinnen und Motorsportler den ADAC eindrucksvoll vertreten“, sagte Simon Wickenhäuser, Sportvorstand des ADAC Württemberg.

Spitzenplätze im Spitzensport
Bei den Top-Piloten, die erneut beachtliche Erfolge auf internationaler Ebene einfuhren, ist an erster Stelle Pascal Wehrlein zu nennen. Der Sigmaringer, der auch schon DTM und Formel 1 bestritten hat, erreichte Rang 3 in der FIA Formula E World Championship. Ein Dauerbrenner ist auch Trucker Jochen Hahn. Er feierte Platz 2 in der Goodyear FIA European Truck Racing Championship. Ebenfalls einen zweiten Rang belegte Maro Engel in der Fanatec GT World Challenge Europe, einer Rennserie für Gran Turismo-Fahrzeuge. Rallye-Pilot René Noller schaffte mit dem 3. Platz in der FIA European Rally Trophy in der Gesamt- und in der Junioren-Wertung ebenfalls ein Top-Ergebnis. Das gilt auch für Max Hesse, der im Michelin Endurance Cup GT Daytona PRO nicht nur die Fahrer- sondern auch die Teamwertung gewann.

Vorbilder für den Nachwuchs
Die beiden Letztgenannten gelten als Paradebeispiele für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des ADAC Württemberg in den jüngsten Jahren. So war das Duo zum Beispiel zwei Jahre gemeinsam im Motorsport Team Germany, wo die Talente nicht nur Trainingsbedingungen auf hohem Niveau erhalten, sondern auch die Möglichkeit, in Bereichen wie Sponsoring, Medien oder Fahrzeugtechnik fit zu werden.

Der Weg für einen Durchbruch ist nicht vorgezeichnet, aber einige Nachwuchssportler des ADAC Württemberg stehen in den Startlöchern und könnten eines Tages in die Fußstapfen ihrer Vorbilder treten. Aufgrund ihrer Erfolge im Nachwuchsbereich haben es beispielsweise der 13-jährige Jaden Immanuel und der ein Jahr jüngere Aik Baumgärtner (MBC Benningen) bereits auf die große Bühne in Metzingen geschafft.

„Ich mag Motorradfahren, weil es so schnell ist“
Jaden Immanuel aus Affalterbach (Landkreis Ludwigsburg) fuhr in der Rennserie FIM MiniGP Germany und beim ADAC Mini Bike Cup jeweils auf den dritten Rang. „Ich mag Motorradfahren, weil es so schnell ist und man eine so krasse Schieflage hat“, erzählt der Gymnasiast. Ab dieser Saison wird es richtig ernst für ihn, denn er steigt auf eine Maschine mit 250 Kubikzentimetern um. „Das wird ein echtes Abenteuer für mich.“ Die Rennstrecken, die jetzt auf ihn warten, wie zum Beispiel Hockenheim- oder Sachsenring, kennt er bereits aus dem Fernsehen. Zu seinen Vorbildern zählen Valentino Rossi oder Fabio Quartararo. Neben dem Training auf der Maschine und im Kraftraum, hat Jaden Immanuel auch regelmäßige Onlinesitzungen mit einer Mentaltrainerin. Daher lautet das Motto des Siebtklässlers: „Ich schaffe das.“

Erfolgreich mit dem Motorboot
Mit Aik Baumgärtner aus Stuttgart durfte auch ein Nachwuchs-Weltmeister auf die Bühne bei der Sportlerehrung. Der Zwölfjährige sicherte sich den Titel in der UIM WC Formula Future in seiner Altersklasse. Dabei handelt es sich um eine eher exotische Sportart, die auf dem Wasser ausgeübt wird. Per Boot durchfährt Aik dabei einen Bojen-Parcours. Mal muss er durch diese hindurch, mal muss er sie umrunden. Für Berührungsfehler gibt es Strafsekunden, die Fahrzeit spielt natürlich auch eine Rolle. Das Ganze erinnert ein wenig an den Automobilslalom – nur eben auf dem Wasser. Im Einzel gibt es zwei Disziplinen und eine Gesamtwertung, die Aik Baumgärtner gewann. Auch mit dem Team landete er ganz vorne. „Das Bootfahren und der nahe Kontakt zum Wasser, das fasziniert mich bei meiner Sportart“, erzählt der Siebtklässler.

„Ohne die Ehrenamtlichen wäre das alles nicht denkbar“
Simon Wickenhäuser, Sportvorstand des ADAC Württemberg, zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der Sportler und bedankte sich bei den vielen Helferinnen und Helfern, die hinter den Kulissen tätig sind. „All diese Erfolge wären ohne den unermüdlichen Einsatz zahlreicher ehrenamtlich Tätiger nicht denkbar.“ So wurden in Metzingen auch Motorsport-Funktionäre wie Dietmar Fuchs vom AMC Schwäbisch Gmünd geehrt. Er leitet seit mehr als 20 Jahren die Ostalbrallye und erhielt die Ewald-Kroth-Medaille in Gold mit Brilliant. Petra Raaf (MSC Gaildorf) und Michael Suske (ATC Stuttgart) wurde die Ewald-Kroth-Medaille in Gold mit Kranz verliehen. Ewald-Kroth-Medaillen in Gold gingen an: Jochen Beck und Manuel Dorn (beide MSC „Eiserne Hand“ Aichwald), Thomas Diepelt (AMC Schwäbisch Gmünd), Claus Dieter Plappert (MSC Stuttgart), Rudi Riethmüller (ADAC Ortsclub Ergenzingen), Sascha Todorovic (MSC Frickenhausen) und Günther Wiedmann (MSC Frickenhofer Höhe).

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