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Württemberg | 29.09.2026

Mit dem Motorrad über Stock und Stein

In Frickenhausen kommen am 17. und 18. Oktober die besten deutschen Nachwuchsfahrer im Trial zusammen, um den ADAC Trial Bundesendlauf und die Deutsche Jugend-Trial-Meisterschaft zu bestreiten. Der ADAC Württemberg ist mit 23 Teilnehmenden am Start und kann auf viele vordere Plätze hoffen.

Sie fahren ihre Motorräder im Stehen und überwinden dabei Felsblöcke und Baumstämme. Es geht um Zentimeter und darum, möglichst keinen Fuß auf den Boden zu setzen. Die Rede ist von den Trial-Athleten, die am 17. und 18. Oktober nach Frickenhausen (Kreis Esslingen) kommen, und um Titel kämpfen. Am Start sind die besten Nachwuchsfahrer Deutschlands zwischen 8 und 18 Jahren, die sich beim ADAC Trial Bundesendlauf messen und parallel um die dmsj – Deutsche Jugend-Trial-Meisterschaft wetteifern.
Wie gewohnt ist der ADAC Württemberg mit einem großen und starken Fahrerfeld am Start: 23 Trial-Piloten schickt der Regionalclub ins Rennen. Die Aussichten auf Top-Platzierungen sind gut, auch in den Team-Wettbewerben ist davon auszugehen, dass die heimischen Mannschaften vorne mitmischen.
Tommi Buck, Fachberater Trial beim ADAC Württemberg, hat seinen kompletten Auswahl-Kader für Frickenhausen gemeldet. Es ist alles andere als überheblich, wenn er sagt: „Die Team-Wettbewerbe entscheiden sich zwischen den ADAC Regionalclubs Südbayern und Württemberg.“ Die beiden Regionen gelten als Aushängeschilder der faszinierenden Sportart, die viel Körpergefühl, Gleichgewicht und Geschick verlangt. Zeit spielt eine nachrangige Rolle. Oberstes Ziel ist es, in den 20 Sektionen, die zu fahren sind, keine Fehler zu machen. Jedes Missgeschick hat Strafpunkte zur Folge.

Mehr als 100 Teilnehmende erwartet
Die Erfolge kommen nicht nur durch harte Übungseinheiten und regelmäßige Trainingslager zustande. Buck ruft seine Schützlinge vier Mal im Jahr zu mehrtägigen Lehrgängen zusammen, zwei finden gar im Ausland statt. „Der Teamgedanke ist ganz wichtig. Wenn es in der Mannschaft gut läuft, läuft es auch sonst gut“, erklärt der Trial-Experte. Deswegen gebe es immer wieder Treffen abseits der Übungsareale, bei denen die Kinder und Jugendlichen zum Beispiel gemeinsam grillen. „Bei uns verstehen sich auch ein 11-Jähriger und ein 17-Jähriger. Und sie helfen sich gegenseitig.“
Eine willkommene Herausforderung ist die Großveranstaltung, bei der mehr als 100 Fahrer samt Anhang und viele Zuschauer erwartet werden, für den Ausrichter MSC Frickenhausen. Der ADAC Ortsclub hat in monatelanger Arbeit 15 Sektionen um- und fünf ganz neu gebaut. Das ist mit großem Aufwand verbunden, schließlich braucht es schweres Gerät wie Bagger, um große Steine oder Baumstämme zu versetzen. So haben die Mitglieder bereits im Vorfeld der Veranstaltung kräftig zugepackt, geschaufelt und auf diese Weise bereits rund 1000 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. „Wir sind in einer glücklichen Lage: Wenn wir 10 Leute zum Arbeiten suchen, melden sich 20“, sagt Markus Erb, Vorsitzender des MSC Frickenhausen.

Gut 100 Freiwillige helfen mit
Kein Wunder, dass sich auch schnell die Freiwilligen-Listen für das eigentliche Event Mitte Oktober gefüllt hat. Gut 100 Helferinnen und Helfer haben sich gemeldet, damit die Veranstaltung durchgeführt werden kann. Der MSC Frickenhausen braucht Leute, die sich um die Anmeldungen kümmern, die die technische Abnahme der Motorräder vornehmen. Jemand muss die Auswertung machen oder die Teilnehmer ins Fahrerlager einweisen. Fleißige Hände sind bei der Zubereitung und Ausgabe von Essen und Trinken gefragt. Die Planungen für die Veranstaltung haben bereits vor eineinhalb Jahren begonnen. Schließlich mussten Erb und alle Beteiligten im Vorfeld Genehmigungen einholen, Festzelt und Bewirtung organisieren, Werbeplakate drucken und in Sitzungen und Abstimmungsterminen alles diskutieren und festzurren.

„Unter die ersten Drei will ich auf jeden Fall“
Einer der Hoffnungsträger aus den Reihen des ADAC Württemberg ist Tom Maurer, der in Bad Überkingen wohnt und für den AMC Salach startet. Die Ansage des 15-Jährigen lautet: „Unter die ersten Drei will ich auf jeden Fall. Vielleicht geht aber auch mehr.“ Man müsse allerdings bedenken, dass er in eine neue Leistungsklasse aufgestiegen sei und die technischen Anforderungen an ihn nun höher seien. Hindernisse seien schwieriger, Steine und Felsblöcke größer. Sportlicher Erfolg sei aber nicht alles für ihn. Letztlich habe er beim Trial gelernt, besser mit Druck umzugehen und sich nicht zu schnell entmutigen zu lassen.

Der Eintritt für alle interessierten Trial-Fans ist kostenfrei. Los geht es an beiden Tagen ab 9 Uhr, die Wettbewerbe laufen jeweils bis ca. 16 Uhr. Vor Ort ist für die Bewirtung gesorgt. Am Samstagabend wartet mit der großen After Race Party ab 20 Uhr ein weiteres Highlight im Trialpark „Alte Ziegelei“ Frickenhausen.

Alle Informationen zum Event: https://msc-frickenhausen.de/trial-jdm

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