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Württemberg | 10.02.2026

ADAC Luftrettung fliegt 1475 Einsätze in Baden-Württemberg

• Zwölf ADAC Rettungshubschrauber aus fünf Bundesländern im Einsatz
• „Christoph 22“ in Ulm mit den meisten Einsätzen im Südwesten
• Unfälle häufigster Einsatzgrund
• Mehr Rettungsflüge in der Dunkelheit

(ADAC Luftrettung gGmbH) Die fliegenden Gelben Engel der gemeinnützigen ADAC Luftrettung sind 2025 in Baden-Württemberg zu insgesamt 1475 Notfällen alarmiert worden. Damit ging die Zahl der Rettungsflüge im Südwesten im Vergleich zum Vorjahr mit 1745 Einsätzen zurück. Als Gründe für den Rückgang der Einsätze sieht die ADAC Luftrettung neben normalen Einsatzschwankungen und wetterbedingten Flugausfällen die erweiterten Befugnisse für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter. Die Zahl der Fälle, in denen ein Notarzt vor Ort erforderlich ist, habe sich dadurch verringert.

Für die schnelle notfallmedizinische Versorgung der Menschen in Baden-Württemberg rückten Helikopter von insgesamt zwölf ADAC Luftrettungsstationen aus fünf Bundesländern aus. Die meisten davon verzeichnete mit 915 Einsätzen der am Bundeswehrkrankenhaus in Ulm stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 22“. Die Mehrzahl der übrigen Rettungsflüge in Baden-Württemberg absolvierten die Crews von „Christoph 18“ in Ochsenfurt (244 Einsätze) und „Christoph 65“ in Dinkelsbühl (173), beide Bayern, sowie „Christoph 5“ in Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz (105).

Hilfe bei Unfällen am häufigsten
Einsatzgrund Nummer eins waren bei den oft lebensrettenden Einsätzen in Baden-Württemberg Verletzungen nach Unfällen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Arbeits-, Schul- und Verkehrsunfälle. Dahinter folgen Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen. Im Einsatzspektrum von „Christoph 22“ in Ulm machte die Versorgung nach Unfällen rund 44 Prozent aus, rund 23 Prozent waren Notfälle des Herz-Kreislaufsystems.

Rettungseinsätze bei Dunkelheit
Mit Alarmierungen über die baden-württembergische Landesgrenze hinaus hob der Rettungshubschrauber in Ulm im vergangenen Jahr zu insgesamt 1061 Notfällen ab (2024: 1189). Mit Genehmigung des Innenministeriums Baden-Württemberg ist „Christoph 22“ seit Januar 2022 auch im Winterhalbjahr bis 20 Uhr einsatzbereit, um Patienten mit schweren Verletzungen, Herzinfarkt oder Schlaganfall auch in den Abendstunden notfallmedizinisch zu versorgen. So konnten in den letzten Wintern bis heute mehr als 300 Patientinnen und Patienten zusätzlich versorgt werden, für die früher kein Rettungshubschrauber zur Verfügung gestanden hätte.

Möglich sind Flüge im Dunkeln unter anderen durch spezielle Nachtsichtbrillen als Teil eines hochmodernen „Night-Vision-Imaging-Systems“, kurz NVIS genannt. 2025 absolvierte die ADAC Luftrettung bundesweit insgesamt 3314 Flüge in der Dämmerung und bei Dunkelheit und damit fünf Prozent mehr als im Vorjahr (2024: 3.159). Darunter waren auch hochanspruchsvolle Notfalleinsätze in der Nacht mit Landung auf unbeleuchteten Plätzen. Solche Einsätze fliegen neben Ulm insgesamt fünf weitere Stationen, in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz.

Reform der Notfallversorgung umsetzen
Um die notfallmedizinische Versorgung aus der Luft auch in Zukunft uneingeschränkt sicherzustellen, müsse die vom Bundesgesundheitsministerium aktuell vorangetriebene Reform der Notfallversorgung jetzt umgesetzt werden, sagte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung. „Der Rettungsdienst muss weiterentwickelt werden. Wir brauchen dringend längere Einsatzmöglichkeiten auch in der Dunkelheit, flexiblere Arbeitszeitmodelle, eine flächendeckende digitale Vernetzung der Leitstellen und eine länderübergreifende Einsatz- und Bedarfsplanung mit einheitlichen Qualitätsstandards“, erklärte er.

Rund 49.000 Einsätze in Deutschland
2025 rückten die ADAC Rettungshubschrauber bundesweit zu insgesamt 48.908 Notfällen aus. Das entspricht im Durchschnitt 134 Alarmierungen pro Tag. Um die notfallmedizinische Versorgung aus der Luft in Deutschland sicherzustellen, arbeiten für die ADAC Luftrettung gGmbH und deren Tochterunternehmen bundesweit mehr als 1500 Menschen – darunter rund 180 Piloten und Pilotinnen, rund 670 Notärzte und Notärztinnen, 245 Notfallsanitäter und Notfallsanitäterinnen (TC HEMS) und mehr als 200 Mitarbeitende aus Technik und Wartung.


Über die ADAC Luftrettung gGmbH
Mit 60 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas mit bis heute mehr als 1,3 Millionen Einsätzen. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2023 gibt es die ADAC Telenotarzt gGmbH. Sie ist eine innovative Tochtergesellschaft der ADAC Luftrettung und hat sich auf die Bereitstellung von telemedizinischen Notarztdiensten spezialisiert. Die Crews der ADAC Luftrettung werden trainiert von der ADAC HEMS Academy GmbH. Die Wartung und technische Bereitstellung erfolgt über die ADAC Heliservice GmbH. Die ADAC Luftrettung ist ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

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