Die Seite benötigt aktiviertes Javascript! Wie Sie JavaScript in Ihrem Browser aktivieren

Südbayern | 23.09.2026

Rechtzeitig für die kalte Saison gerüstet: Jetzt auf Winterreifen umsteigen

Winterreifen von Oktober bis Ostern +++ Flexibilität hilft bei Werkstatttermin +++ Nicht beim Kauf von Reifen sparen

Winterreifen müssen auf der Reifenflanke das sogenannte Alpine-Symbol tragen. (Bild: ADAC Südbayern)

München. Eis, Schnee und glatte Fahrbahnen erhöhen in den kommenden Monaten das Unfallrisiko. Winterreifen leisten bei niedrigen Temperaturen einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit, da ihre spezielle Gummimischung und das optimierte Profil für besseren Halt sorgen. Wer noch mit Sommerreifen fährt, sollte den Wechsel daher zeitnah einplanen.

Zwar existiert in Deutschland keine allgemeine Winterreifenpflicht, jedoch gilt nach § 2 Abs. 3a StVO die situative Winterreifenpflicht. Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch sowie Eis- oder Reifglätte dürfen Fahrzeuge nur mit geeigneter Winterbereifung unterwegs sein. Verstöße werden mit einem Bußgeld von mindestens 60 Euro sowie einem Punkt in Flensburg geahndet. Kommt es zu einer Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer, erhöht sich die Strafe auf 80 Euro.

Flexible Terminplanung kann hilfreich sein

Auch wenn das Wetter aktuell noch keinen plötzlichen Wintereinbruch erahnen lässt, kann sich Planung beim Reifenwechsel auszahlen. Denn bereits ab Temperaturen unter sieben Grad spielen Winterreifen die Vorteile ihrer Gummimischung aus und sorgen auf kalten und nassen Fahrbahnen für mehr Grip und damit mehr Sicherheit.

Wer mit dem Reifenwechsel zu lange wartet, muss sich auf längere Wartezeiten einstellen. Werkstätten und Reifenhändler verzeichnen bei sinkenden Temperaturen und spätestens ab Anfang Oktober eine hohe Nachfrage, wodurch freie Termine teilweise erst nach mehreren Wochen Wartezeit verfügbar sind. Mit etwas Flexibilität und einer erweiterten Suche, etwa bei freien Werkstätten in der Umgebung, lassen sich jedoch oftmals noch kurzfristige Möglichkeiten finden.

Sicherheit hat Vorrang

Vor der Montage sollten Reifen und Felgen sorgfältig auf Schäden kontrolliert werden. Zusätzlich muss die Profiltiefe überprüft werden. Gesetzlich ist eine Mindesttiefe von 1,6 Millimetern vorgeschrieben, der ADAC empfiehlt vor dem Start in die Wintersaison aber aus Sicherheitsgründen eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern. Auch das Reifenalter spielt eine wichtige Rolle. Nach etwa sechs Jahren kann die Gummimischung so stark verhärten, dass die Haftung bei niedrigen Temperaturen spürbar nachlässt.

Sind die Pneus beschädigt oder zu alt, hilft nur ein Kauf von neuen Reifen. Auch hier sollten Verbraucher nicht nur auf den Preis achten, denn zwischen den Produkten der einzelnen Hersteller gibt es teils große Unterschiede. Im ADAC Reifentest fallen vor allem die vermeintlichen Schnäppchen regelmäßig durch besonders schlechte Bremswerte oder schlechtes Fahrverhalten auf. Im Ernstfall kann das zu einem Unfall mit schweren Folgen führen. Der ADAC empfiehlt deshalb, bei Winterreifen auf geprüfte Qualität zu setzen und keine Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen.

Bilder (1)

Bild 1 1 Bild

Bild herunterladen