Beschwerlicher Weg in den Urlaub: ADAC warnt vor schwieriger Verkehrslage in den Pfingstferien
Hohe Staugefahr zum Start der Pfingstferien +++ Baustellen erschweren Situation +++ Vollsperrung des Brennerkorridors am 30. Mai

München. Mit Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt starten kommende Woche gleich drei Bundesländer in die Pfingstferien. Auf Bayerns Autobahnen wird dies dementsprechend bereits ab Freitag, den 22. Mai, zu einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen führen. Der ADAC rechnet mit zahlreichen Staus und deutlichen Zeitverlusten, vor allem auf den Reiserouten in Richtung Süden. „Wie die letzten Jahre gezeigt haben, rollt die Reisewelle in die Urlaubsgebiete im Süden bereits am Freitagnachmittag an. Wir rechnen damit, dass bis einschließlich Pfingstmontag besonders viel Reiseverkehr auf den Autobahnen in Bayern unterwegs ist“, prognostiziert Alexander Kreipl, Verkehrsexperte des ADAC Südbayern.
Besonders auf der A8 München Richtung Salzburg, der Inntalautobahn A93 sowie der A95 München Richtung Garmisch-Partenkirchen kann es zu hohen Zeitverlusten kommen. Am Grenzübergang Füssen/Reutte müssen Reisende zudem mit Blockabfertigung rechnen. Erschwerend kommt hinzu, dass hier (genau wie auf der A8 im Landkreis Rosenheim) ein Durchfahrtsverbot für Nebenstrecken gilt. Staut es sich also vor dem Grenztunnel Füssen, ist die Benutzung von Ausweichrouten nicht gestattet.
Die wichtigsten Stau-Strecken in Südbayern
• A7 Ulm – Füssen/Reutte
• A8 München – Salzburg
• A93 Inntaldreieck – Kufstein
• A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen/Mittenwald
• A99 Ostumfahrung München
Besondere Situation in Tirol
Seit 1. Mai sind auch in Tirol wieder die sogenannten Abfahrtssperren aktiv. Sollte es auf der Autobahn zu Stau kommen, dürfen Reisende, die kein Ziel in der betroffenen Region ansteuern, die Autobahn nicht verlassen. Diese Regelung soll die Anwohner entlang der Autobahn vor den Belastungen durch Ausweichverkehr schützen. Am Samstag in den Pfingstferien gibt es noch ein deutlich größeres Reisehindernis. „Aufgrund einer Kundgebung auf der Brennerautobahn A 13 ist der Brennerkorridor am 30. Mai von 11 bis 19 Uhr komplett gesperrt“, berichtet Kreipl. „Wer es bis 11 Uhr nicht über den Brenner schafft, muss damit rechnen, den ganzen Tag auf der Autobahn zu stehen.“ Der Autobahnbetreiber ASFINAG schätzt, dass an diesem Tag mehr als 32.000 Fahrzeuge den Brenner passieren würden. Der Güterverkehr ist aufgrund eines Lkw-Fahrverbots nicht betroffen.
Das Land Tirol rät, die Region an diesem Tag großräumig zu umfahren und auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten. „Regionale Umfahrungen sind nicht möglich. Zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit wird während der Kundgebung auch die Brennerstraße (B182) sowie die Ellbögener Straße (L3) gesperrt“, erläutert Kreipl. Der ADAC Südbayern empfiehlt allen Urlaubern, den 30. Mai nach Möglichkeit nicht als Reisetag einzuplanen.
Gute Planung zwingend erforderlich
Die Vollsperrung am Brenner zeigt, dass es sich lohnt, die Urlaubsreise genau zu planen. Dazu gehört auch, tagesaktuelle Verkehrsmeldungen zu beachten und flexibel zu reagieren. Um nicht unnötig Zeit zu verlieren, lohnt es sich, Vignetten bereits vorab online oder in einer ADAC Geschäftsstelle zu besorgen. Auch sollten Reisende ein besonderes Augenmerk auf genügend Proviant im Fahrzeug und ausreichende Pausen unterwegs legen. Das gilt vor allem dann, wenn Kinder mit in den Urlaub fahren.
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