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Südbayern | 17.01.2019

Über 74.000 Stunden Stau im Freistaat

Blechschlangen soweit das Auge reicht, jede Menge Staumeldungen und stundenlanger Stillstand – das belegt die ADAC Staubilanz 2018. Auf den 2515 Autobahnkilometern des Freistaats registrierte der ADAC im vergangenen Jahr 129.152 Staumeldungen. Dabei büßten die Autofahrer 74.053 Staustunden auf insgesamt 275.239 Kilometern Länge ein. Insgesamt stieg in Deutschland die Zahl der Staus um rund drei Prozent auf 745.00 (2017: 723.000). Sowohl der bundesweit längste Stau als auch der schlimmste Abschnitt wurde in Südbayern registriert.

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München. Blechschlangen soweit das Auge reicht, jede Menge Staumeldungen und stundenlanger Stillstand – das belegt die ADAC Staubilanz 2018. Auf den 2515 Autobahnkilometern des Freistaats registrierte der ADAC im vergangenen Jahr 129.152 Staumeldungen. Dabei büßten die Autofahrer 74.053 Staustunden auf insgesamt 275.239 Kilometern Länge ein. Bundesweit stieg die Zahl der Staus um rund drei Prozent auf 745.00 (2017: 723.000). Beinahe zwei Drittel davon entfielen wie in den Vorjahren auf die drei Bundesländer Nordrhein-Westfalen (35 Prozent), Bayern (17 Prozent) und Baden-Württemberg (11 Prozent). Auch die Staulängen und –stunden haben bundesweit zugenommen: Stillstand herrschte auf insgesamt etwa 1.528.000 Kilometern (2017: rund 1,45 Millionen) und für die Dauer von 459.000 Stunden (2017: 457.000). Gründe für den Anstieg waren die um 0,4 Prozent gestiegene Kfz-Fahrleistung – errechnet von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) – sowie der leichte Anstieg der Baustellenzahl: 2018 gab es rund 3 Prozent mehr Nadelöhre als 2017.

Bundesweit längster Stau und schlimmster Abschnitt in Südbayern registriert
Der bundesweit längste Stau baute sich am Donnerstag, 26. April, auf der A8 zwischen der Anschlussstelle Holzkirchen-Süd und dem Autobahndreieck Inntal auf: Hier ist über den Zeitraum von zehn Stunden hinweg ein Stau von bis zu 33 Killometern entstanden. An diesem Tag wurde aufgrund eines italienischen Feiertags am Vortag am Grenzübergang Kiefersfelden von den Tiroler Behörden je Stunde nur eine begrenzte Anzahl an Lkw durchgelassen. „Das hat in Verbindung mit einem erhöhtem Verkehrsaufkommen offenbar ausgereicht, um einen Rückstau auf der A8 bis Holzkirchen auszulösen“, analysiert Bernd Emmrich, Stauberater beim ADAC Südbayern. „Insgesamt wurden vier der zehn längsten Stauereignisse in Bayern im vergangenen Jahr durch die mehr als fragwürdige Lkw-Dosierung des Landes Tirols verursacht und wären somit leicht vermeidbar gewesen“, so Emmrich weiter.
Auch der bundesweit staureichste Streckenabschnitt auf Fernautobahnen wurde in Südbayern verzeichnet. Wie schon im Vorjahr ist dies die A3 zwischen der österreichischen Grenze bei Suben und Passau: Die Staulänge betrug auf diesem 16 km langen Abschnitt addiert 911 km, 271 Stunden standen die Verkehrsteilnehmer im Stau. Ursache dafür waren die Grenzkontrollen bei der Einreise von Österreich nach Deutschland. „Während die Kontrollen an anderen österreichisch-bayerischen Grenzübergängen zu Staus auf österreichischem Staatsgebiet führten, werden die Kontrollen an der A3 auf deutschem Gebiet durchgeführt. Die dabei entstehenden Staus finden somit Eingang in die Stau-Statistik“, erklärt Emmrich. Hinter Passau – Suben liegt Mannheim – Heilbronn (465 km, 123 Stunden) und Köln – Oberhausen (449 km und 101 Stunden).
Weitere stauauffällige Abschnitte in Bayern sind die A99 München-Süd bis München-Nord, die A99 München-Nord bis München-Süd-West und die A99a München-Allach bis München-Eschenried, die A3 Anschlussstelle Regensburg-Universität bis Neutraubling, die A6 Autobahnkreuz Nürnberg Süd bis Schwabach-Süd und die A9 Garching Süd bis Autobahnkreuz München Nord.

Top Ten der schlimmsten Stauereignisse in Bayern
- A8: 26.04. – Anschlussstelle Holzkirchen-Süd bis Autobahndreieck Inntal, 33 km
- A93: 24.05. – Autobahndreieck Inntal bis Anschlussstelle Kiefersfelden, 24 km
- A8: 14.07. – Anger bis Bad Reichenhall, 23 km
- A6: 19.06. – Kreuz Feuchtwangen/Crailsheim bis Anschlussstelle Crailsheim, 20 km
- A92: 11.04. – Anschlussstelle (AS) Dingolfing-West bis AS Landshut/Essenbach, 20 km
- A93: 16.07. – Autobahndreieck Inntal bis Parkplatz Nicklheim, 20 km
- A93: 27.10. – Autobahndreieck Inntal bis Anschlussstelle Kiefersfelden, 20 km
- A3: 02.07. – Anschlussstelle (AS) Kirchroth bis AS Regensburg-Burgweinting, 20 km
- A3: 26.11. – Anschlussstelle Aicha vorm Wald bis Kreuz Deggendorf, 20 km
- A3: 26.02. – Anschlussstelle (AS) Aicha vorm Wald bis AS Pocking, 20 km

In der bundesweiten Hitliste des stauträchtigsten Wochentags hat der Mittwoch den Donnerstag überholt. Im Durchschnitt summierten sich die Staus an diesem Wochentag auf eine Länge von 5920 Kilometer. Ähnlich schlechte Reisetage waren Donnerstag (5800 Kilometer), Dienstag (5300) und Freitag (5100). Wer an den Wochenenden unterwegs war, kam besser davon: Im Durchschnitt gab es samstags rund 1500 Kilometer Stau und sonntags rund 1400 Kilometer.

Um die negativen Auswirkungen von Staus für Autofahrer zu minimieren, empfiehlt der ADAC, die Anzahl der Fahrstreifen in Baustellen aufrechtzuerhalten. Ebenso sollten die Bauzeiten verkürzt werden, etwa durch konsequentere Ausnutzung der Tageshelligkeit sowie regelmäßige Samstags-, Sonntags- und Nachtarbeit.

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