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Südbayern | 18.03.2024

Ostern: Staugefahr auf bayerischen Autobahnen

ADAC prognostiziert Reisewelle mit erheblichen Staus und Behinderungen.

Vor allem auf dem Weg nach Österreich und Italien müssen sich Autofahrer auf lange Staus einstellen und sollten entsprechend viel Geduld mitbringen. (Bild: ADAC Südbayern)

• Ferienzeit in fast allen Bundesländern
• Zahlreiche Baustellen erhöhen das Staurisiko
• Stoßzeiten vermeiden und mehr Zeit einplanen


München. Mit dem Start der Osterferien dürfte es wieder voll werden auf Bayerns Autobahnen. Besonders groß ist die Staugefahr am Wochenende vor dem eigentlichen Ferienstart am 25. März. Grund hierfür: In elf Bundesländern beginnt die schulfreie Zeit parallel und die meisten Urlauber gehen direkt am letzten Schultag (22. März) oder dem darauffolgenden Samstag (23. März) auf Reisen. In drei weiteren Bundesländern hat die Ferienzeit bereits eine Woche früher begonnen. Auch im europäischen Ausland sind die Ferien um das christliche Fest ein beliebter Anlass für Ausflüge und Urlaubsreisen. „Daraus ergibt sich vor allem für Urlauber, die in den Süden wollen, eine schwierige Ausgangslage“, erklärt der umwelt- und verkehrspolitische Sprecher des ADAC Südbayern, Alexander Kreipl. „Besonders betroffen sind die die üblichen Verdächtigen – die Autobahnen Richtung Österreich und Italien sowie die Fernstraßen der Alpenländer“, so Kreipl weiter. 

Zeitverlust durch Baustellen
Um die größten Staus zu vermeiden, kann es sich lohnen, antizyklisch in den Urlaub zu starten. Das höchste Verkehrsaufkommen erwartet der ADAC am Freitag von 13 bis 19 Uhr sowie an den Wochenend-Tagen von 8 bis 12 und 16-19 Uhr. In Österreich rechnet ADAC Südbayern Verkehrsexperte Alexander Kreipl vor allem auf der Brenner- und der Tauernautobahn mit langen Staus, in der Schweiz dürfte vor allem die Gotthard-Route betroffen sein. Ähnlich negativ schätzt er die Situation auf der Fernpass-Route (B 179) ein.
Erschwert wird die angespannte Lage auf den Autobahnen durch zahlreiche Baustellen, sowohl in Bayern als auch jenseits der Grenze. „Vor allem rund um München auf der A99 Ostumfahrung wird der Reiseverkehr in den Osterferien ins Stocken geraten“, konkretisiert Alexander Kreipl. „Auch der Übergang zur A94 Richtung Passau hat das Potenzial, für größere Behinderungen zu sorgen.“ Auf
der Tauernautobahn A 10 zwischen Golling und Werfen ist die Strecke aufgrund einer Baustelle nur einspurig befahrbar. Von einem Umfahren der Stauungen rät Kreipl den Reisenden generell ab, da die Ausweichrouten in der Regel ebenfalls schnell überlastet sind.

Geduld mitbringen
Auch wenn die Wettervorhersage frühlingshafte Temperaturen verspricht, sollten Reisende in die Skigebiete unbedingt an die entsprechende Winterausrüstung denken. Bereits in mittleren Lagen muss auch Ende März noch mit winterlichen Straßenverhältnissen gerechnet werden. Um sicher am Urlaubsort anzukommen, ist es unabdingbar, genügend Zeit einplanen. Bei Fahrten ins Ausland im
Vorfeld über Mautstrecken informieren, etwa über die ADAC Trips App. Notwendige Vignetten können bereits vorab zum Beispiel in einer ADAC Geschäftsstelle oder digital über das ADAC Mautportal auf www.adac.de besorgt werden, um Wartezeiten an den Mautstationen zu vermeiden. Zudem für den Fall des Staus ausreichend Getränke im Auto griffbereit haben sowie für Kinder Pausen und Spiele einplanen, um die Zeit im Stau möglichst angenehm zu gestalten.

 

(Radio)-O-Töne für Ihre Berichterstattung
Alle O-Töne stehen ganz unten auf der Seite zum Download bereit.

Reisewellen
Alexander Kreipl, verkehrs- und umweltpolitischer Sprecher des ADAC Südbayern:
„Die bevorstehenden Osterferien dürften wieder für größere Behinderungen auf Bayerns Straßen sorgen. Gleich elf Bundesländer starten mit Beginn der bayerischen Osterferien in die schulfreie Zeit. Für viele geht’s gleich am Freitag nach Schulende los und sie starten in Richtung Süden, um dort die Ferien zu verbringen. Eine zweite und vermutlich noch größere Reisewelle wird sich dann am Samstag in Bewegung setzen – dann werden wir auch viele Urlauberinnen und Urlauber aus den anderen Bundesländern auf den bayerischen Autobahnen sehen, die auf dem Weg nach Süden in Richtung Österreich, Italien und dann auch in die Schweiz sein werden.“
-> O-Ton „Reisewellen“ am Ende der Seite zum Download

Behinderungen
Alexander Kreipl, verkehrs- und umweltpolitischer Sprecher des ADAC Südbayern:
„Die größten Behinderungen sind in Südbayern zu erwarten, wenn man sich München nähert – das heißt auf der A99, der Ostumfahrung Richtung Süden, wird der Reiseverkehr ins Stocken geraten und ebenso am Übergang zur A94 Richtung Passau sorgt eine Baustelle für Behinderungen. Ebenfalls die A7 zum Grenzübergang Füssen/Reutte wird betroffen sein – hier muss man auf jeden Fall wieder mit Blockabfertigung vor dem Grenztunnel Füssen/Reutte rechnen. Alle Reisenden müssen nach dem Grenzübertritt auf den bekannten Transitrouten mit Behinderungen und teils langen Staus rechnen. Ganz besonders betreffen sein wird die Tauernautobahn: Auf der A10 zwischen Golling und Werfen sorgt die inzwischen bekannte Tunnelbaustelle für massive Behinderungen und lange Staus. Auf der Brennerroute zwischen Innsbruck Süd und dem Grenzübergang am Brenner warten ebenfalls Behinderungen und Staus auf die Reisenden, genauso wie auf der Gotthard-Route in der Schweiz.“
-> O-Ton „Behinderungen“ am Ende der Seite zum Download

Reise-Tipps
Alexander Kreipl, verkehrs- und umweltpolitischer Sprecher des ADAC Südbayern:
„Wer die größeren Staus und Behinderungen vermeiden will, sollte möglichst nicht am Samstag in den Urlaub starten. Egal wann man startet, die richtige Vorbereitung ist die Grundlage für einen entspannten Urlaub. Ganz wichtig dabei ist die richtige Ausrüstung für das Auto. Wenn es in ein Skigebiet geht, sind die Winterreifen immer noch obligatorisch, um sicher an- und abreisen zu können. Neben dem Fahrzeug sollten natürlich auch die Reisenden entsprechend gut vorbereitet sein – das heißt: die Informationen über Mautstrecken, über die Fahrtstrecke einholen, notwendige Vignetten im Vorfeld organisieren. Und dann für die Fahrt ganz wichtig: Immer genügend Proviant, Getränke im Auto griffbereit haben und auch für die Kinder die Fahrt und Pausen entsprechend mit Spielen ansprechend gestalten. Ganz essenziell für eine entspannte Fahrt in den Urlaub ist, dass man genügend Zeit einplant, dass man genügend Geduld mit dabeihat und nicht schon die Anreise in den Urlaub zum Stressfaktor wird.“
-> O-Ton „Reise-Tipps“ am Ende der Seite zum Download

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