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Südbayern | 15.09.2026

ADAC Staubilanz: Stillstand auf Bayerns Autobahnen

Mehr als 21.500 Kilometer Stau im Freistaat +++ Staudauer mit 30 Prozent Zuwachs +++ Baustellen verschärfen Situation zur Reisezeit

Vor allem zum Start der Sommerferien ging auf vielen Routen in Richtung Süden nichts mehr. Foto: ADAC Südbayern/Markus Kehl

München. Auf den Autobahnen im Freistaat herrscht vor allem zur Reisezeit oft Stillstand – das zeigt die Sommer-Staubilanz des ADAC. In den diesjährigen Sommerferien gab es nach der Erhebung des Mobilitätsclubs insgesamt 12.845 Staus mit einer Gesamtlänge von 21.704 Kilometern. Im Vergleich zum Vorjahr registrierte der ADAC bei diesen beiden Werten einen leichten Anstieg. Die Dauer der Staus nahm im Vergleich zu den Sommerferien 2025 deutlich, nämlich um rund 30 Prozent zu und wuchs auf insgesamt 12.242 Stunden an. Das entspricht knapp 510 Tagen Stau.

Ein Grund für diese Entwicklung ist aus Sicht des ADAC Südbayern die gestiegene Anzahl an Baustellen auf den bayerischen Autobahnen. Waren es 2025 im Schnitt noch 183 Baustellen im Ferienzeitraum, behinderten dieses Jahr im Schnitt 228 Baustellen den Reiseverkehr. Das ist ein Plus von rund 25 Prozent. Vor allem die Bauarbeiten auf der A3 zwischen Deggendorf und Passau sowie die Arbeiten an einer Brücke auf der A8 bei Frasdorf haben sich negativ auf die Staudauer ausgewirkt.

„Generell sind Baustellen ein gutes Zeichen, da dringend notwendige Investitionen in die Infrastruktur vorgenommen werden“, erklärt Alexander Kreipl, Verkehrsexperte des ADAC Südbayern. „Natürlich ist es für Reisende ärgerlich, im Stau zu stehen. Dennoch appellieren wir an die Verantwortlichen, bei der Modernisierung der Infrastruktur nicht nachzulassen und Sanierungen voranzutreiben. Denn dies trägt entscheidend zur Verkehrssicherheit bei“, so Kreipl. „Für Reisende ist es gerade in Baustellen wichtig, Geduld zu haben, aufmerksam zu bleiben und mit einer angemessenen Geschwindigkeit unterwegs zu sein.“

Erstes Ferienwochenende besonders betroffen

Wie in den letzten Jahren war auch 2026 vor allem zu Beginn der Ferien besonders viel auf den bayerischen Autobahnen los. Von Freitag, den 31. Juli, bis zum Sonntag, den 2. August, gab es allein 925 Staus mit einer Länge von 1955 Kilometern. Die Staudauer auf den Autobahnen betrug in diesem Zeitraum 1031 Stunden. Reisende, die früh in die Urlaubsgebiete wollten, benötigten also besonders viel Geduld. „Obwohl viele Urlauber inzwischen nicht mehr direkt am ersten Samstag in die Ferien starten, sondern auf andere Tage ausweichen, hat dies nicht zu einer Entspannung auf den bayerischen Autobahnen geführt“, kommentiert Alexander Kreipl. Der klassische Sommerurlaub wird immer häufiger auch durch Kurzurlaube und Ausflüge mit dem Pkw ergänzt. Das kann die Lage auf den Straßen in der Reisezeit noch einmal verschärfen.

Lange Staus auf bekannten Routen

Besonders viele Staus und Behinderungen gab es in diesen Sommerferien wieder auf den Reiserouten in die Urlaubsländer. Auf der A8 registrierte der ADAC insgesamt 2449 Staus mit einer Länge von 3992 Kilometern, auf der A3 sorgten 2370 Staus für eine Gesamtlänge von 4915 Kilometer. Auch die A7 und die A9 verlangten von den Reisenden viel Geduld ab.

Der längste Stau wurde direkt zum Start der Ferien am Freitag auf der A3 Richtung Passau registriert. Zwischen Schwarzach und Passau-Mitte stauten sich die Urlauber von 20 Uhr abends bis in die frühen Morgenstunden des Samstags. Die Maximallänge betrug 32 Kilometer.

„Wer das Pech hat, in so einem Stau zu stehen, muss geduldig sein. Das Umfahren des Staus bringt meist nichts, da die Ausweichrouten ebenfalls überlastet sind. In einigen Regionen Bayerns verhindern Durchfahrtsverbote durch Gemeinden ein Ausweichen sogar“, erklärt Alexander Kreipl.

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