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Südbayern | 17.08.2026

Erstes Wochenende mit gelockertem Sonntagsfahrverbot für Lkw: Keine zusätzlichen Verkehrsprobleme auf Bayerns Autobahnen

ADAC Südbayern zieht positive Bilanz nach erster Ausnahmeregelung wegen Niedrigwassers

Das gelockerte Sonntagsfahrverbot für Lkw führte an diesem Wochenende zu keinem nennenswerten zusätzlichen Verkehrsaufkommen. (Foto: ADAC Südbayern/Markus Kehl)

München. Am vergangenen Wochenende galt erstmals auch in Bayern eine Lockerung des Sonntagsfahrverbots für bestimmte Lkw-Transporte. Hintergrund ist die anhaltende Niedrigwassersituation auf wichtigen Wasserstraßen. Ein Verkehrschaos auf Bayerns Autobahnen blieb jedoch aus.

In den meisten Bundesländern gilt die Ausnahmeregelung auch ausschließlich für Transporte, die unmittelbar von den Einschränkungen auf den Wasserwegen betroffen sind. Für alle übrigen Lkw gilt das Sonntagsfahrverbot weiterhin. Zudem lassen sich viele Transporte nicht kurzfristig vom Schiff auf die Straße verlagern. Gründe sind unter anderem der Fachkräftemangel bei Berufskraftfahrern sowie die urlaubsbedingt begrenzten Kapazitäten vieler Speditionen.

Auch die Staubilanz des ADAC Südbayern zeigt keine außergewöhnlichen Auswirkungen der Regelung. Auf den bayerischen Autobahnen summierten sich die Staus am Samstag und Sonntag auf insgesamt 781 Kilometer bei einer Gesamtdauer von rund 491 Stunden. Damit lagen die Werte sogar unter dem Vergleichswochenende des Vorjahres. Damals registrierte der ADAC 322 Kilometer mehr Stau. Die Gesamtdauer der Behinderungen lag 2025 mit 466 Stunden knapp unter dem diesjährigen Niveau.

Traditionell gehört das Wochenende rund um Maria Himmelfahrt zu den verkehrsreichsten Wochenenden der bayerischen Sommerferien. Da der Feiertag in diesem Jahr auf einem Samstag lag, entfiel jedoch der zusätzliche Verkehr eines verlängerten Wochenendes.

Zu längeren Verzögerungen kam es vor allem an Baustellen und bekannten Engstellen im bayerischen Autobahnnetz. Ein außergewöhnliches Stauaufkommen infolge der gelockerten Lkw-Regelung war jedoch nicht festzustellen.

„Die erste Bilanz zeigt, dass die Lockerung des Sonntagsfahrverbots keine spürbaren Auswirkungen auf den Verkehr in Bayern hatte. Die begrenzten Kapazitäten im Straßengüterverkehr und die enge Ausgestaltung der Ausnahmeregelung haben dazu beigetragen, dass die Belastungen für die Verkehrsteilnehmer gering geblieben sind“, bilanziert der ADAC Südbayern.

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