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Südbayern | 21.01.2023

Kadlec krönt sich zum „König von Ingolstadt“

Lokalmatador siegt in Herzschlagfinale – Zuschauerrekord beim 7. ADAC Hallen-Trial

Beim ADAC Hallen-Trial in der Saturn Arena Ingolstadt holte sich Lokalmatador Franz Xaver Kadlec in einem atemberaubenden Herzschlagfinale den Titel „ADAC Hallen-Trial-Meister 2023“.

Ingolstadt. Spektakuläre Motorrad-Akrobatik, Zuschauerrekord und ein Herzschlagfinale mit dem Sieg des Lokalmatadors: Die siebte Auflage des ADAC Hallen-Trial Ingolstadt sorgte bei Zuschauern und Teilnehmern für Action, Spannung und Begeisterung nonstop. Neun deutsche als auch europäische Trial-Profis gingen an den Start und stellten sich sieben anspruchsvollen Sektionen mit teilweise bis zu vier Meter hohen Hindernissen. Am Ende setzte sich der achtfache Deutsche Meister und „Ewig-Zweite“ beim ADAC Hallen-Trial Ingolstadt, Franz Xaver Kadlec aus Reichersbeuern bei Bad Tölz, in einem atemberaubenden Finale durch. Der 25-Jährige krönte sich zum „ADAC Hallen-Trial-König 2023“ mit einem Vorsprung von zwei Punkten auf den siebenfachen Schweizer Meister, Noé Pretalli. Der Engländer Harry Hemingway, amtierender Trial-3-Weltmeister und Trial-Europameister, vervollständigte das Siegerpodest.

Spannung bis zur letzten Minute

Bei den Balanceakten über schmale Holzbalken, eckige Podeste und hohe Aufbauten wurde den Fahrern eine Menge Geschicklichkeit, Schnellkraft und Körperbeherrschung abverlangt. Doch Kadlec meisterte bereits in der Qualifikation die sieben anspruchsvollen Sektionen vorbildlich und lag mit sechs Strafpunkten nur einen Zähler hinter Hemingway und vor dem Deutschen Trial Vizemeister 2022, Paul Reumschüssel. Kadlecs stärkster Konkurrent Pretalli ging nach der Qualifikation als Fünfter ins Finale. Ebenso fürs Finale der besten Sechs qualifizierten sich der E-Trial Weltmeister 2021, Gaël Chatagno, und der Viertplatzierte der Deutschen Meisterschaft, Rodney Bereiter.
Im Herzschlagfinale kämpften Reumschüssel und Hemingway um einen Platz auf dem Podest, Kadlec und Pretalli um den Titel. Unter dem anfeuernden Applaus der Zuschauer mussten die Fahrer immer wieder an ihre Grenzen und die ihrer Motorräder gehen und nahezu ohne Anlauf riesige Sprünge absolvieren. An der letzten und alles entscheidenenden Sektion, gebildet aus großen ADAC Buchstaben, ließ sich Kadlec nicht aus der Ruhe bringen und feierte schließlich seinen langersehnten Premierensieg beim siebten ADAC Hallen-Trial Ingolstadt. „Ich bin sehr glücklich“, sagte der sympathische Südbayer. „Es war ein spannendes und sehr spektakuläres Trial-Event mit einem starken Teilnehmerfeld und ich freue mich, dass ich bei meinem letzten Hallen-Trial mein Ziel nun erreicht habe.“ Kadlec zieht sich in Zukunft aus dem Trial zurück und konzentriert sich auf seine Meisterausbildung.

E-Trial-Weltmeister 2021 landete auf dem fünften Rang

Mit dem Franzosen, Gaël Chatagno, gab es eine bundesweite Premiere: Der 25-jährige E-Weltmeister war der erste Pilot, der bei einer deutschen Hallen-Trial-Veranstaltung auf einem Elektro-Trial-Motorrad am Start war. Er qualifizierte sich zwar fürs Finale, musste sich dann aber von der starken Konkurrenz geschlagen geben und landete letztlich auf dem fünften Rang: „Es war ein Mega-Event mit einem sensationellen Publikum. Es hat sehr viel Spaß gemacht, indoor gegen Spitzenfahrer auf Benzin betriebenen Maschinen anzutreten, jedoch bin ich an den großen Sprüngen gescheitert. Für das nächste Mal werde ich noch mehr trainieren“, stellt der Franzose in Aussicht.

Volle Halle und gespannte Zuschauer im Livestream

Eine weitere Premiere war ein professionell kommentierter, kostenloser Livestream auf Deutsch sowie auf Englisch mit mehreren Tausend Aufrufen. Live in der Halle verfolgten rund 2850 Zuschauer das spannungsgeladene Event.

 

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