Bad Aiblinger mit wichtigster ADAC Ehrung ausgezeichnet
Fritz Schadeck erhält bei der ADAC Sport Gala Südbayern 2025 die Ewald-Kroth-Medaille in Gold mit Brilliant. Der Verein würdigt damit sein jahrzehntelanges Engagement für den Motorsport.

München. Motorsport ist ohne das große Engagement der vielen Ehrenamtlichen im ADAC und seiner angeschlossenen Ortsclubs unvorstellbar. Durch besonders herausragenden Einsatz hat sich über viele Jahre Fritz Schadeck aus Bad Aibling hervorgetan. In Anerkennung und als Dank für das langjährige Engagement verlieh der ADAC Südbayern ihm an diesem Wochenende die höchste ADAC Auszeichnung – die Ewald-Kroth-Medaille in Gold mit Brilliant.
Der 68-Jährige gehört bereits seit sage und schreibe 23 Jahren als Sport- und Tourenleiter dem Vorstand des ADAC Südbayern an. In dieser Zeit hat er konsequent klare Visionen verfolgt. Besonders Nachhaltigkeit und Inklusion im Motorsport hat sich der Bad Aiblinger auf die Fahnen geschrieben. So wird die bei Einsteigern populäre Disziplin Kartslalom seit mehreren Jahren mit elektrischen Fahrzeugen ausgetragen. Der ADAC Südbayern war damit ein Vorreiter beim Technologieumstieg.
Auch Automobilweltverband FIA würdigt Schadecks Einsatz
Dem ehemaligen Rallye-Beifahrer ist auch das Thema Inklusion im Sport eine Herzensangelegenheit. Er ist davon überzeugt, dass der Motorsport bessere Voraussetzungen als viele andere Sportarten bietet, Inklusion auf echter Augenhöhe zu leben – auf wie auch neben der Rennstrecke. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass der ADAC Südbayern bereits seit sieben Jahren mit Werkstätten für behinderte Menschen zusammenarbeitet. So verbindet etwa die Wendelstein Werkstätten in Raubling und den ADAC Südbayern seit vielen Jahren eine vertrauensvolle Kooperation. Im vergangenen November erhielt Schadeck für das große Engagement in diesem Bereich bereits stellvertretend für den ADAC Südbayern den „Empowering Disabled Motorsport Award“ vom Automobilweltverband FIA im usbekischen Taschkent.
Überregional engagiert, der Region verbunden
Schadecks Engagement ist es zu verdanken, dass die traditionsreiche ADAC 3 Städte Rallye sich zu einem grenzübergreifenden 3-Länder-Event weiterentwickelte. Dies bereitete den Boden für die Central European Rally, die von 2023 bis 2025 Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft war. Seit 2024 ist Schadeck zudem Präsident des Bayerischen Motorsport-Verbands. Dieser fungiert unter anderem als Regelhüter der Bayerischen Meisterschaften und vertritt damit überparteilich die Interessen seiner sieben Anschlussverbände. Ganz besonders schlägt sein Herz aber bis heute für das Engagement in der Region. Von der Bilder-Rallye des AMC Bad Aibling zusammen mit dem Golfclub Schloss Maxlrain bis zum inzwischen weit über die bayerischen Grenzen bekannten ADAC Maxlrainer Oldie Feeling.
Höchste ADAC Auszeichnung als emotionale Überraschung
Schadeck wurde am Samstag bei der ADAC Sport Gala Südbayern 2025 mit der Ehrung überrascht. „Ich bin sehr stolz und war wirklich ergriffen […]. Es ist eine Auszeichnung für mein Lebenswerk“, sagte er sichtlich berührt und fügt hinzu „Ich habe mit keiner Sekunde damit gerechnet.“ Überreicht wurde die Ehrenmedaille durch Dr. Gerd Ennser, Vorsitzender des ADAC Südbayern und langjähriger Weggefährte Schadecks. Rund 450 Gästen der alljährlichen ADAC Sport Gala Südbayern im BallhausForum Unterschleißheim wurden Augenzeugen der Auszeichnung. Maximal zwei Ehrungen dieser höchsten ADAC-Auszeichnung dürfen pro Jahr in einem ADAC Regionalclub vergeben werden. Voraussetzung ist der Besitz der Ewald-Kroth-Medaille in Gold mit Kranz. Zudem kann n die Auszeichnung erst nach insgesamt mindestens 30 Jahren aktiver Sportfunktionärstätigkeit verliehen werden. Benannt ist die Auszeichnung nach dem langjährigen ADAC Sportpräsidenten Ewald Kroth.
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Was bedeutet Ihnen die Ehrung?
„Es ist eine sehr, sehr hohe Auszeichnung. Ich bin sehr stolz. Und wirklich, ich war ergriffen über den Saal, der mir Standing Ovations gegeben hat. Das ist wirklich eine Auszeichnung für mein Lebenswerk. Und da bin ich sehr, sehr stolz.“
War die Auszeichnung wirklich eine Überraschung für Sie?
„Hundertprozentig, ich hatte mit keiner Sekunde damit gerechnet, sie zu bekommen. Und nachdem ich ja in zwei Monaten mein Amt zurückgebe, ist das jetzt auch eine Auszeichnung für die vergangenen 23 Jahre.“
Welche Projekte Ihres Lebenswerks ragen für Sie heraus?
„Ich bin 40 Mal bei der 3 Städte Rallye gewesen, habe die Entwicklung bis zum WM-Lauf mitgestaltet, miterlebt. Das ist wirklich ein großes Thema gewesen. Die Einführung vom Jugend-Kart, dann die ganzen Nachhaltigkeitsthemen, an denen wir die letzten zehn Jahre sehr, sehr aktiv arbeiten. Die jetzt in Taschkent in Usbekistan auch gewürdigt wurden. Das ist schon ein Highlight gewesen.“
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O-Ton Fritz Schadeck
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