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Südbayern | 03.03.2021

ADAC fordert: Motorsport wieder erlauben!

Kaum Trainings-, Vereins- und Wettkampfbetrieb im Jahr 2020 – und auch im neuen Jahr verharrt der Motorsport im Corona-Lockdown. Deswegen fordert der ADAC Südbayern jetzt Lockerungen.

Motorsport in einem ADAC Ortsclub ist eine spannende und sichere Sache. Wegen der Corona-Pandemie wurden detaillierte Hygienekonzepte entwickelt, die einen Trainings- und Wettkampfbetrieb ermöglichen sollen.

Durch durchdachte Hygienekonzepte soll in einem ersten Schritt zumindest ein Training auf Breitensportbasis wieder möglich sein. Zudem sieht der ADAC die extrem gestiegene Zahl von illegalen Autorennen mit großer Sorge und erkennt hier im legalen, kontrollierten Motorsport unter großen Sicherheitsvorgaben eine Lösung.

Motorsport ist Individualsport
„Wer auf dem Kart, in einem Auto, einer Trial-, Speedway- oder Motocross-Maschine sitzt, betreibt einen Individualsport unter Anleitung unserer lizenzierten Trainer in den Ortsclubs“, sagt Fritz Schadeck, Vorstand für Jugend und Sport im ADAC Südbayern, der Dachverband für über 200 Vereine ist. Wir haben schon im Jahr 2020 mit und für unsere Clubs Konzepte für den Trainingsbetrieb und Veranstaltungen erstellt. „Der Motorsport stellt keine höhere Gefahr dar als andere Sportarten und darf in der Öffnungs-Beurteilung nicht benachteiligt werden. Im Vergleich zu Mannschaftssportarten ist bei uns das Infektionsrisiko sogar geringer“, sagt Schadeck. Zudem sei es nötig, gerade den Nachwuchssportlerinnen und -sportlern wieder eine Perspektive zu geben, ihrem Hobby nachgehen zu können. Auch für die Vereinsarbeit und den vielen engagierten Ehrenamtlichen sei dies wichtig.


Mehr illegale Rennen wegen fehlender Freizeit-Alternativen

Auch eine andere Entwicklung bereitet dem ADAC Südbayern große Sorgen: Im Jahr 2020 hat die bayerische Polizei deutlich mehr illegale Autorennen registriert: Nach Angaben des Innenministeriums gab es 560 verbotene Rennen mit 771 Teilnehmern im Freistaat – eine Steigerung um rund 90 Prozent. Bei den Rennen waren sieben Tote und 77 Verletzte zu verzeichnen. Das konsequente Ausschöpfen des gesetzlichen Strafmaßes hat offenbar eine nur bedingt abschreckende Wirkung. Die Polizei hat eine Theorie zur Erklärung des Anstiegs: „Im Pandemiejahr 2020 wurden gewohnte und beliebte Freizeitaktivitäten für junge Leute unmöglich oder zumindest erschwert“, sagt eine Sprecherin der Polizei Oberbayern Nord. „Und deswegen ist der ADAC und sein breites motorsportliches Angebot quer durch alle Sparten genau die richtige Heimat, hier im rechtlich legalen Rahmen unterwegs sein zu können“, betont ADAC Südbayern-Vorsitzender Dr. Gerd Ennser, der zugleich im Präsidium des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) sitzt. „ADAC und DMSB arbeiten aktiv an der Zukunft des Motorsports. Hier spielen auch hybride und elektrische Antriebsformen und Sim Racing eine immer größere Rolle, um hier einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu setzen.“

Verkehrssicherheitsarbeit in Schulen und mit Fahrtrainings
Abseits des Motorsports bietet der ADAC Südbayern ein breites Angebotsspektrum, um die Verkehrssicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Neben den diversen Schulprogrammen gibt es an den sechs Standorten Augsburg, Kempten, Ingolstadt, Regensburg, Landshut und Burgkirchen (A) Fahrsicherheitszentren, bei denen die Teilnehmer mit viel Spaß fit gemacht werden für die Gefahren der Straße. Das Angebot reicht vom Motorrad und Pkw bis hin zu Nutzfahrzeugen, Wohnmobilen und Wohnwägen. Jugendliche ab 15 Jahren können auf den Verkehrsübungsplätzen in Begleitung eines Erwachsenen mit Führerschein erste legale Versuche hinterm Steuer machen. Weitere Infos unter sicherheitstraining.net

Beim ADAC Fahrsicherheitstraining lassen sich dynamische Situationen erleben. Dabei wird das Reaktionsvermögen geschult und das Einschätzen von Gefahren am Steuer.

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