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Südbayern | 24.09.2020

Die A99 ist der Stau-Hotspot des Sommers

ADAC zählt dort bundesweit die meisten Stillstände während der Ferienzeit.

Die Stauberater des ADAC Südbayern hatten gerade gegen Ende der großen Ferien jede Menge zu tun. Insgesamt gab es jedoch sowohl im Freistaat als auch bundesweit im Corona-Sommer weniger Staus auf den Autobahnen.

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München. Welche Auswirkungen hat Corona auf das Reiseverhalten der Deutschen während der Sommers? Die ADAC Staubilanz für die Ferien gibt darüber Aufschlüsse: Insgesamt war weniger los als 2019, doch nach anfänglicher Zurückhaltung bei den Urlaubsfahrten gab es vor allem gegen Ende deutliche Engpässe auf den Straßen. Gerade Bayern war als touristische „Transitstrecke“ insbesondere Richtung Österreich schwer von Stau betroffen. Spitzenreiter in dieser Wertung ist der Autobahnring A99 rund um München.
Diese Strecke hat mit Abstand die meisten Staus abbekommen, auf der A99 wurden 905 Staus je 100 Autobahnkilometer registriert. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die A8 Karlsruhe – München – Salzburg (885 Staus je 100 Kilometer) und die A1 Heiligenhafen Hamburg – Köln – Saarbrücken (677 Staus je 100 Kilometer). Bernd Emmrich, Chef der Stauberater des ADAC Südbayern und mit seiner Motorradtruppe oft wertvoller Helfer in der Not, hat noch weitere interessante Stau-Fakten dieses Sommers herausgearbeitet:

Größte Staufalle Bayerns: Die Baustelle an der A9 zwischen dem Autobahndreieck Holledau und der Anschlussstelle Langenbruck. Dort waren 5 der 9 längsten Stau-Ereignisse Bayerns während der Sommerferien zu registrieren. Den längsten Stillstand gab es am zweiten bayerischen Ferienwochenende mit 20 Kilometern.

Von Woche zu Woche mehr Stau: Das Staugeschehen nahm in Bayern mit Fortschreiten der Ferien tendenziell zu, erreichte das Vorjahresniveau jedoch nur zum Ende der Ferien. Insgesamt betrachtet war das Stauaufkommen in den Sommerferien 2020 im Vergleich zum Vorjahr in Bayern um zirka 30 Prozent geringer. Auch die Intensität und die Länge der Staus war im Jahresvergleich geringer als die Stauanzahl.
Engpässe durch Tagesausflügler: In der Bedeutung stark zugenommen haben Stauungen durch Tagesausflugsverkehr. Die Probleme auf den Autobahnen waren hierbei jedoch deutlich geringer als auf den Zufahrts- und Ortsstraßen beliebter Ausflugsziele an Bergen und Seen.

Bundesweit deutlich weniger Staus als im Vorjahr
Insgesamt war die Zahl der Staus mit rund 58.400 in diesem Jahr auf einem etwas niedrigeren Niveau als 2019 mit 60.100 Staus. Allerdings ist der eigentliche Rückgang deutlich größer einzuschätzen, da die Sommerferien 2020 sogar ein ganzes Wochenende mehr umfassten.
Wesentlich niedriger als im Vorjahr waren hingegen die gemessenen Staulängen. Hier verzeichnete der ADAC einen Rückgang von rund 25 Prozent. 2020 summierte sich die Länge der registrierten Staus an den 13 Ferienwochenenden auf insgesamt 98.400 Kilometer, im Vorjahr waren es an zwölf Wochenenden noch 131.800 Kilometer.
Das letzte Reisewochenende vom 11. bis zum 13. September war auch gleichzeitig das staureichste. Ferien gab es da zwar nur noch in Baden-Württemberg, dennoch zählte der ADAC insgesamt 5700 Staus. Vermutlich waren wegen des deutschlandweit schönen spätsommerlichen Wetters neben den Urlaubsheimkehrern viele Wochenend- und Tagesausflügler sowie Urlauber unterwegs, die nicht an Ferientermine gebunden waren.

Wie schon 2019 war der Freitag auch in diesem Jahr der mit Abstand staureichste Wochenendtag. Auf diesen Tag entfielen rund 51 Prozent aller Wochenendstaus, da zum Urlauberverkehr auch noch der Berufsverkehr hinzukam. Besser kam man an den Samstagen (24 Prozent aller Staus) und Sonntagen (25 Prozent aller Staus) auf den deutschen Autobahnen voran.

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