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Südbaden | 07.10.2020

Zu Fuß zur Schule: Neue Elternhaltestellen eröffnet

Elternbeirat der Karl-Tschamber-Schule in Weil am Rhein hat mit Unterstützung des ADAC Haltezonen für Elterntaxis eingerichtet

Medien

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Zum Start des Schuljahres sorgen Elterntaxis immer wieder für Verkehrschaos und gefährliche Situationen im nahen Umfeld von Schulen. Viele Eltern meinen es gut, wenn sie ihr Kind mit dem Auto zur Schule fahren, unterschätzen aber die Unfallgefahren von riskanten Park- und Wendemanövern für die Schulkinder.

Ähnliche Erfahrungen haben den Elternbeirat und den Förderverein der Karl-Tschamber-Schule in Weil am Rhein veranlasst, in Zusammenarbeit mit der Schulleitung, der Elternschaft, der Stadtverwaltung und dem ADAC zwei neue Elternhaltestellen in Schulnähe einzurichten. Die beiden sogenannten „Küss & Tschüss“-Haltezonen in der Käppelinstraße und im Oberbaselweg sind mit speziellen Elternhaltestellen-Schildern gekennzeichnet und wurden am 6. Oktober 2020 im Beisein der Projektbeteiligten eröffnet.

„Durch diese Aktion hoffen wir, den Verkehr direkt vor der Schule und am Zugang zum Schulhof zu reduzieren“, sagte Christiane Armbruster von der Aktionsgruppe für einen sicheren Schulweg des Elternbeirats an der Einweihung. Matthias Dirrigl, Gründer der Aktionsgruppe ergänzte: „Die „Küss &Tschüss“- Zonen sollen Eltern sensibilisieren, die ausgeschilderten Standorte anzufahren, damit die Kinder ein Stück des Weges selbständig und ungefährdet zu Fuß zur Schule gehen.“

Unterstützung bekam die Elterninitiative unter anderem vom ADAC. „Kinder sollten früh und altersgerecht an den Straßenverkehr herangeführt werden. Wenn sie jedoch mit dem Auto zur Schule gebracht werden, entwickeln sie kaum ein Risikobewusstsein für den Straßenverkehr“, weiß Alfred Haas, Vorstandsmitglied für Verkehr und Technik beim ADAC Südbaden. Alfred Haas weiter: „Eltern wissen in der Regel nicht, dass auf dem Schulweg mehr Kinder im Pkw verunglücken, als zu Fuß. Das trifft leider auch auf  verletzte und getötete Kinder zu.“

Daher setzt sich der Mobilitätsdienstleister für die Einrichtung von Elternhaltstellen ein und begleitet Schulen, Städte und Gemeinden bei der Projektorganisation. Die Haltezonen sollten etwa 250 Meter von der Schule entfernt sein und zu bestimmten Zeiten ausschließlich von den Eltern genutzt werden. Die Kosten für die Beschilderung übernimmt der ADAC.

In Weil am Rhein ist es gelungen, zwei geeignete Standorte auf der richtigen Straßenseite zur Schule zu finden. Auf den ausgewiesenen Parkplätzen können die Eltern ihre Kinder sicher absetzen.

Gemeinderat Jürgen Walliser lobte das Engagement der Elternschaft und der Schule, da die schwächsten Verkehrsteilnehmer in den Fokus gerückt werden. Christiane Armbruster und Schulrektorin Susann Leonhardt wünschen sich eine Signalwirkung der „Küss & Tschüss“ Haltezonen für andere Weiler Schulen, um den Schulweg sicherer zu gestalten und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

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