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Südbaden | 11.09.2026

Schulstart in Baden-Württemberg: So kommen Kinder sicher zur Schule

ADAC gibt Tipps, wie Eltern ihr Kind auf den Schulweg vorbereiten

Am 14. September startet in Baden-Württemberg das neue Schuljahr – für viele Erstklässlerinnen und Erstklässler beginnt ein spannender neuer Lebensabschnitt. Dazu gehört auch, den Schulweg mit all seinen Herausforderungen selbständig zu meistern. Damit die Kleinen sicher ankommen, sollten Eltern von Schulanfängern den Schulweg vor dem ersten Schultag mit ihren Kindern zu Fuß üben.

Am besten trainiert man den Schulweg zu den üblichen Schulwegzeiten am Morgen und am Mittag. „Beim Begehen sollten Eltern ihrem Kind mögliche Gefahren aufzeigen und ausführlich besprechen“, empfiehlt Andreas Müller, Leiter Abteilung Verkehr, Technik und Umwelt beim ADAC Südbaden. Dabei ist es sinnvoll, verschiedene Strecken auszuprobieren und die sicherste auszuwählen. Schulwegpläne unterstützen mit empfohlenen Wegen, Querungsstellen und Verhaltenstipps. „Wichtig ist auch, genügend Zeit für den Weg einzuplanen, damit das Kind keine Fehler macht, weil es sich beeilen muss“, sagt Andreas Müller.

Tipps für einen sicheren Schulweg
• Zu Fuß zur Schule: Das Gehen zur Schule fördert die Konzentrationsfähigkeit und körperliche Fitness und hilft den Kindern, ein Bewusstsein für Gefahrensituationen im Straßenverkehr zu entwickeln. Der Schulweg sollte unter realistischen Bedingungen – sowohl morgens als auch mittags – geübt werden.

• Sicher mit dem ÖPNV: Auch die Fahrt mit dem Schulbus sollte im Vorfeld trainiert werden. Besonders das Ein- und Aussteigen sowie das Überqueren der Straße nach dem Aussteigen müssen geübt werden, da hier oft Unfälle passieren.

• Auf gute Sichtbarkeit achten: Kinder sollten immer helle Kleidung tragen und mit Reflektoren oder einer Sicherheitsweste ausgestattet sein, besonders wenn sie in der Dämmerung oder Dunkelheit zur Schule gehen.

• Vorbild sein: Eltern sollten im Straßenverkehr ein Vorbild sein und sich immer an die Verkehrsregeln halten.

Elterntaxis weit verbreitet
Nach der aktuellen Umfrage „Sicherer Schulweg“ der ADAC Stiftung bleiben Elterntaxis das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel für Grundschüler, die nicht zu Fuß gehen. Nahezu jedes vierte Kind wird in der Grundschule mehrmals pro Woche mit dem Auto zum Unterricht gefahren und nach Schulschluss wieder abgeholt. Für 58 Prozent der befragten Eltern verursachen Elterntaxis gefährliche Verkehrssituationen. Allerdings kommen für die überwiegende Mehrheit der Eltern, die ihre Kinder regelmäßig fahren, Alternativen nicht in Frage. Zu den Begründungen für das Elterntaxi zählen etwa Anschlusstermine der Kinder, schlechtes Wetter und der geringere Zeitaufwand für die Kinder.

Eine Alternative zum Elterntaxi ist die Einrichtung von Elternhaltestellen: Hier können Eltern ihre Kinder einige Meter von der Schule entfernt sicher absetzen, damit sie das letzte Wegstück zu Fuß zurücklegen. Der ADAC Südbaden unterstützt Eltern und Schulen bei der Einrichtung solcher Elternhaltestellen.

ADAC Verkehrserziehungsprogramm „Aufgepasst mit ADACUS“
Der ADAC Südbaden berät Schulen und Kommunen zum Thema „Sicherer Schulweg“ und bietet eine Reihe von Verkehrserziehungsprogrammen an, mit denen Kinder auf die Teilnahme am Straßenverkehr vorbereitet werden. Dazu gehört unter anderem das kostenfreie Programm „Aufgepasst mit ADACUS“ der ADAC Stiftung. Mit Spaß, Bewegung und Freude vermitteln ausgebildete Moderatoren Vorschulkindern und Kindern der ersten Klasse die wichtigsten Verkehrsregeln und üben interaktiv das richtige Verhalten im Straßenverkehr.

Weitere Informationen gibt es bei der Verkehrsabteilung des ADAC Südbaden unter Telefon 0151/728 11 878 oder unter adac-verkehr@sba.adac.de

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