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Südbaden | 18.11.2020

Gemeinsam gegen Ablenkung am Steuer

Kooperation von ADAC und Fahrlehrerverband in Baden-Württemberg: Emotionales Video „#handyweg – Dein Leben: Mehr als eine Story“ richtet sich an junge Menschen und Fahrschüler

Medien

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Unter dem Motto „#handyweg – Dein Leben: Mehr als eine Story.“ hat der ADAC in Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Fahrlehrerverband Baden Württemberg eine Kooperation gegen Ablenkung am Steuer durch Handys gestartet. Zielgruppe sind vor allem junge Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren. Im Mittelpunkt steht ein emotionales Video der Influencerin Kati Karenina. Bei Instagram und YouTube erreicht sie insgesamt über 400.000 Abonnenten.

Häufig nutzen junge Fahrer ihr Smartphone beim Autofahren

„Gerade für Jugendliche ist das Handy ein ständiger Begleiter im Alltag. Das verleitet nicht selten dazu, auch im Auto online zu sein und sich mit dem Handy zu beschäftigen“, sagt Alfred Haas, Vorstandsmitglied für Verkehr und Technik beim ADAC Südbaden. „Vielen ist jedoch nicht bewusst, dass zwei Sekunden Unachtsamkeit bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h fast 30 Meter im totalen Blindflug bedeuten“, ergänzt er.

Jochen Klima, 1. Vorsitzender des Fahrlehrerverbandes Baden-Württemberg, unterstreicht: „Wer nicht bereit ist, am Steuer sein Handy aus der Hand zu legen, nimmt ein großes Risiko in Kauf – nicht für sich, sondern auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer.“

Kampagne #handyweg soll im Theorieunterricht der Fahrschulen gezeigt werden

Das rund einminütige Video mit YouTuberin Kati Karenina zeigt eindrücklich, wie schnell der kurze Blick auf das Handy in einem schwerwiegenden Unfall enden kann. Kati erhält während der Autofahrt eine Nachricht und nimmt das Smartphone in die Hand. Plötzlich knallt es, Glasscherben fliegen durch das Auto, der Airbag explodiert und Kati schleudert Richtung Beifahrersitz. Die authentische Aufarbeitung des Themas spricht die jungen Führerscheinanwärter direkt an und ist für sie greifbarer als pure Theorie. Das Video wird künftig auch in vielen Fahrschulen in Baden-Württemberg gezeigt.

Unfallursache Ablenkung

Junge Erwachsene gehören nach wie vor zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern. Risikofaktoren sind unter anderem mangelnde Fahrroutine, Selbstüberschätzung, Alkohol am Steuer oder Ablenkung. Experten gehen davon aus, dass mehr als die Hälfte aller Verkehrsunfälle auf deutschen Straßen durch Ablenkung verursacht wird.

Aus einer Wasserflasche trinken, ein Päckchen Taschentücher öffnen oder eine Nachricht auf dem Handy lesen und beantworten: Eine gemeinsame Studie von ADAC und ÖAMTC zeigte, dass jede untersuchte Nebentätigkeit messbare negative Auswirkungen auf das Fahrverhalten hat. Ablenkung im Straßenverkehr kann immer zu folgenschweren Fehlern führen. Trotz guter Reaktionszeiten konnten die Probanden als Pkw-Fahrer unvorhergesehenen Ereignissen in neun von zehn Fällen nicht rechtzeitig ausweichen, da der Blick nicht auf die Straße gerichtet war.

Besonders gefährlich ist das Lesen oder Verfassen von SMS, E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten. Bei den Testfahrten zeigte sich, dass mehr als ein Drittel aller Probanden zumindest einmal die Mittellinie überfuhren, 20 Prozent sogar öfter. Dabei befanden sich die Fahrzeuge bis zu vier Sekunden im Gegenverkehr, ein Proband war mit seinem Fahrzeug sogar zehn Sekunden auf einer Strecke von 130 Metern auf der falschen Fahrbahn unterwegs.

Das Video ist unter adac.de/suedbaden auf YouTube zu sehen.

Hinweis: Die Kampagne wurde im Herbst 2019 vom ADAC Nordrhein e.V. gestartet und erreicht dort bereits rund 100.000 Fahrschüler pro Jahr.
 

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