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Südbaden | 12.07.2021

Bei Hitze sicher ans Ziel

ADAC gibt Tipps für eine sichere Fahrt an heißen Sommertagen / Kinder und Tiere niemals im Auto zurücklassen

An warmen Sommertagen wird die Autofahrt schnell zur Qual. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann sich der Fahrzeuginnenraum in kürzeste Zeit auf über 60 Grad aufheizen. Die gefährlichen Folgen: Autofahrer werden rasch müde und unkonzentriert, das Unfallrisiko steigt. Verkehrsexperte Andreas Müller vom ADAC Südbaden gibt Tipps, wie Autofahrer auch bei hohen Temperaturen entspannt und sicher unterwegs sein können.

Hitze im Auto
Vor Fahrtantritt sollten die Türen und das Schiebedach des Fahrzeugs immer geöffnet werden, um den Innenraum gut zu durchlüften. Bei Fahrtbeginn die Lüftung auf die höchste Stufe stellen, bis eine angenehme Temperatur erreicht ist. Andreas Müller empfiehlt, längere Autofahrten in den Morgen- oder Abendstunden anzutreten. „Während der Mittagshitze zwischen 12 und 15 Uhr ist eine Pause im Schatten sinnvoll, gerade wenn Kinder dabei sind“, sagt er.

Klimaanlage
Wer die Temperatur im Auto über eine Klimaanlage regelt, sollte auf einen nicht zu großen Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur achten. „Wird zu stark heruntergekühlt, kann das zu Kreislaufproblemen führen“, erklärt er. Eine direkte Luftströmung ins Gesicht oder auf den Körper sollte vermieden werden, da sonst erhöhte Erkältungs- und Verkühlungsgefahr besteht. Bei längeren Fahrten rät der Verkehrsexperte, die Klimaanlage ein paar Minuten vor Erreichen des Fahrtzieles auszuschalten und nur die Lüftung weiterlaufen lassen. So kann das Kondenswasser verdunsten und übelriechende Bakterien haben keine Chance.

Parken
Das Auto sollte nach Möglichkeit immer im Schatten geparkt werden. Eine zuvor auf die Windschutzscheibe aufgelegte Sonnenschutzmatte reduziert die Erwärmung des Innenraums deutlich. Kindersitze können mit einem hellen Tuch abgedeckt werden. „Dennoch sollten Autofahrer den Lauf der Sonne bedenken“, sagt Andreas Müller. Für Kinder und Tiere gilt: „Niemals im Auto zurücklassen, auch nicht nur kurz!“ Selbst bei leicht geöffneten Fenstern und einer Außentemperatur von 28 Grad erreichen die Werte im Wageninneren bereits nach 10 Minuten 38 Grad, nach 20 Minuten sind es schon 45 Grad. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um ein weißes oder schwarzes Fahrzeug handelt. ADAC Experten stellten in einer Untersuchung keinen Unterschied bei der Hitzeentwicklung abhängig von der Lackfarbe fest.

Flüssigkeitszufuhr
Viel trinken ist bei langen Autoreisen besonders wichtig. Pro Tag am besten bis zu drei Liter Wasser, Saftschorle oder Tee. „Aber Achtung“, warnt Andreas Müller: „Auch bei großer Hitze möglichst keine eisgekühlten Getränke zu sich nehmen.“ Diese können zu Beschwerden des Magen-Darm-Traktes und zu verstärktem Schwitzen führen.

Sonnenschutz
Hinter der Autoscheibe sind Autofahrer weitestgehend vor UV-A und UV-B-Strahlung geschützt, die Seitenscheiben lassen allerdings die UV-A-Strahlung passieren. Bei längeren Autofahrten sollte daher an einen ausreichenden UV-Schutz durch geeignete Kleidung oder Sonnencreme gedacht werden. Andreas Müllers Tipp: „Für einen optimalen Schutz können die hinteren Seitenfenster mit einer speziellen Sonnenschutzfolie beklebt werden. Diese filtert nicht nur die UV-, sondern auch die Infrarot-Strahlung aus, die für die Hitze im Fahrzeug verantwortlich ist.“

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