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Sachsen | 23.10.2026

Zeitumstellung: Die Wildwechselgefahr steigt!

Mit der Zeitumstellung steigt die Gefahr auf Wildtiere zu treffen. Der ADAC Sachsen erklärt, was Autofahrende wissen und beachten sollten. Die richtige Reaktion hilft Unfälle zu vermeiden.

Hirsch steht auf der Straße. Gefahr!
Wildwechsel im Hebst.

Dresden/Sachsen. Mit der Umstellung auf die Winterzeit am kommenden Sonntag steigt für Autofahrerinnen und Autofahrer das Risiko von Wildunfällen deutlich an. Der ADAC Sachsen warnt insbesondere Pendler vor den Gefahren des Wildwechsels in den Morgen- und Abendstunden. Durch die Zeitumstellung fällt der Berufsverkehr wieder verstärkt in die Dämmerungszeiten, in denen Wildschweine, Rehe und andere Wildtiere besonders aktiv sind.

„Wildtiere orientieren sich nicht an der Uhr, sondern an den natürlichen Lichtverhältnissen. Nach der Zeitumstellung treffen daher deutlich mehr Fahrzeuge genau dann auf die Straßen, wenn Wildtiere unterwegs sind“, erklärt Florian Wagner, Pressesprecher des ADAC Sachsen. „Hinzu kommt, dass für Wildschweine und Damhirsche gerade Paarungszeit herrscht. Daher werden Unfälle mit diesen Gattungen in den Morgenstunden von Oktober bis Dezember besonders häufig gemeldet. Außerdem suchen sie intensiv nach Futter und nach einem geeigneten Winterquartier."
Besonders kritisch sind die Zeiträume zwischen 6 und 9 Uhr morgens sowie in der frühen Abenddämmerung. In der Winterzeit beginnt diese bereits gegen 17 Uhr und fällt damit genau in die Hauptverkehrszeit vieler Berufspendler.

Für 2025 ist auf Basis der bisherigen GDV-Zeitreihe mit rund 274.000 versicherten Wildunfällen zu rechnen. Die finalen GDV-Zahlen für 2025 stehen noch aus; zuletzt bestätigte der Verband für 2024 rund 276.000 Wildunfälle, mehr als 1,1 Milliarden Euro Gesamtschaden und durchschnittlich 4.100 Euro je Schadenfall. Wegen weiter steigender Ersatzteilpreise und Werkstattkosten dürfte der durchschnittliche Schaden auf etwa 4.350 Euro gestiegen sein. Daraus ergibt sich ein geschätzter Gesamtschaden von rund 1,19 Milliarden Euro.

So reagieren Autofahrer richtig bei Wildsichtung

  • Geschwindigkeit reduzieren und aufmerksam fahren, insbesondere auf Straßen entlang von Wald- und Feldflächen.
  • Wildwarnschilder ernst nehmen und jederzeit bremsbereit sein.
  • Taucht Wild am Fahrbahnrand auf: sofort abbremsen, Fernlicht ausschalten und hupen.
  • Nicht ausweichen. Unkontrollierte Ausweichmanöver führen häufig zu schwereren Unfällen als die Kollision mit dem Tier selbst.
  • Mit weiteren Tieren rechnen. Rehe, Wildschweine oder Hirsche sind oft in Gruppen unterwegs.


Nach einem Wildunfall
Kommt es dennoch zu einer Kollision, sollten Autofahrer die Unfallstelle absichern, die Polizei verständigen und verletzte Tiere keinesfalls anfassen. Die Polizei informiert den zuständigen Jäger und stellt die für die Versicherung notwendige Wildunfallbescheinigung aus. 


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