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Sachsen | 30.06.2026

Sommer, Sonne, Blechlawine

Start in die Sommerferien in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen +++ volle Autobahnen führen zu großer Staugefahr

Stau & Rettungsgasse

 Sachsen. Eine Woche nach Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland startet auch ganz Mitteldeutschland mit drei weiteren Bundesländern in die Sommerferien. Am Freitag (3. Juli) tragen die sächsischen Schülerinnen und Schüler ihre Zeugnisse nach Hause und viele starten mit ihren Familien im Anschluss direkt in den Sommerlaub. Gerade auf den sächsischen Autobahnen wird sich der Sommerreiseverkehr massiv bemerkbar machen. Ohne Stau wird es ab der zweiten Wochenhälfte auf Sachsens Fernstrecken wohl nicht mehr gehen.

Zusätzlich zum erhöhten Verkehrsaufkommen werden zahlreiche Baustellen auf den Autobahnen für etliche Staus verantwortlich sein. Aktuell kommen bundesweit noch kurzfristig verhängte Baumaßnahmen infolge von Hitzeschäden dazu, so auf der A14 beim Kreuz Magdeburg oder der A2 zwischen Irxleben und dem Kreuz Magdeburg in Fahrtrichtung Berlin.

In Sachsen werden Reisende wieder auf der A4 viel Geduld haben müssen. Die Kette der Baustellen beginnt im Bereich zwischen Glauchau-West und Hohenstein-Ernstthal, führt weiter über das Kreuz Chemnitz, setzt sich fort im Bereich Dresden-Neustadt und endet zwischen Ohorn und Salzenforst. Auch auf der A13, im Bereich Radeburg, der A14, im Bereich Grimma und der A72, in Höhe Zwickau-Ost, wird gebaut. Auch im Bereich der Grenzübergänge auf der A4 und A17 muss mit Wartezeit gerechnet werden.

Sicher unterwegs

  • Verkehr umgehen: Sind Reisetag und Reisezeit flexibel planbar, empfiehlt sich ein antizyklischer Start in den Urlaub. Ausreichend ausgeruht, kann der Reiseantritt in den frühen Morgenstunden ausreichend sein, um der Reisewelle vorwegzufahren.
  • Gefährliche Hitze: Für Kinder, Tiere oder den Fahrer selbst ist die Fahrt bei kühleren Temperaturen deutlich gesünder. Der ADAC Sachsen empfiehlt, längere Autofahrten in die frühen Morgen- oder eben in die Abendstunden zu verlegen.
  • Ausreichend Flüssigkeit: Der ADAC Sachsen empfiehlt, bei Hitze täglich bis zu 3 Liter Wasser, Saftschorlen oder Tee zu trinken, um die Konzentration zu erhalten. Bewahren Sie Ihre Getränke vor direkter Sonneneinstrahlung auf und kühlen Sie diese.
  • Generell gilt für alle Baustellen: Aufgrund von schmaleren Fahrstreifen, wechselnder Spurführung und Geschwindigkeitsbegrenzungen erhöht sich die Unfall- und Staugefahr. Autofahrer sollten hier besonders aufmerksam, rücksichtsvoll und mit ausreichend Sicherheitsabstand fahren. In engen Baustellenbereichen mit deutlich schmaleren Fahrspuren ist es häufig nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden. Der ADAC Sachsen empfiehlt deshalb, mit genügend Abstand und versetzt zu fahren, um im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln zu können. So kann der linke Fahrstreifen für die Rettungskräfte freigehalten werden.
  • Rettungsgasse: Sobald der Verkehr stockt, muss eine Rettungsgasse gebildet werden. Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrer auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ansonsten droht ein Bußgeld von 200 Euro, bei Behinderung, Gefährdung oder Sachbeschädigung sogar bis zu 320 Euro. Dazu gibt es einen Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Wer durch die Rettungsgasse fährt oder sich an Einsatzfahrzeuge hängt, muss mindestens 240 Euro Strafe zahlen, bekommt zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot.

 


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