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Sachsen | 11.01.2019

Durch den Winter? Aber sicher!

In weiten Teilen Sachsens hat der Winter Einzug gehalten. Die Straßen sind glatt, die Sicht ist oft eingeschränkt. Fahrzeugführer sind mit den ersten Schneefällen besonders gefordert.

Vor Fahrtantritt

  • Autofahrer sollten sich vor der Abfahrt über die Wetterprognose sowie die Straßenverhältnisse auf der geplanten Strecke informieren und bei schlechten Witterungsbedingungen längere Fahrtzeiten einplanen.
  • Bei winterlichen Verhältnissen müssen wintertaugliche Reifen (mit dem Alpine-Symbol) aufgezogen sein. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm. Der ADAC empfiehlt aus Sicherheitsgründen mindestens 4 mm.

Vor dem Einsteigen

  • Dach, Scheinwerfer, Motorhaube und Heck sind vom Schnee zu befreien. Das verhindert Dachlawinen bei Bremsmanövern.
  • Wer sich mit Wintermantel oder Daunenjacke hinters Steuer setzt, gefährdet aufgrund des nicht optimal anliegenden Gurts seine Sicherheit. Schon bei einem Crash mit 16 km/h schneidet das quer liegende Gurtband tief in den Bauch ein. Innere Verletzungen sind möglich.
  • Nützliche Ausstattung wie Abschleppseil, Schneeketten, Starthilfekabel, Eiskratzer und Handfeger sollte leicht zugänglich und sicher im Fahrzeug verstaut werden. Die Wolldecke im Kofferraum bringt ebenso wenig wie die Handschuhe im Koffer. Außerdem empfiehlt es sich, vorab zu prüfen, wo sich der Abschlepphaken am Auto befindet und wie Schneeketten und Starthilfekabel korrekt eingesetzt werden.

Für ausreichend Sicht sorgen

  • Für eine gute Rundumsicht sind Schnee- und Eisschichten von allen Scheiben zu entfernen. Nur ein Guckloch reicht nicht. Um freie Sicht zu behalten, muss in der Scheibenwischanlage Frostschutzmittel enthalten sein. Bei längeren Fahrten an ausreichend Reserve denken.
  • Den Wagen nicht im Stand warmlaufen lassen. Das schadet sowohl der Umwelt als auch dem Motor und ist verboten (StVO § 30). Der ADAC empfiehlt, mittels Trockentuch und Lüftung beschlagene Scheiben zu reinigen.

Unterwegs

  • Angepasste Geschwindigkeit und genügend Abstand minimieren die Unfallgefahr. Sanftes Bremsen, ein behutsamer Umgang mit dem Gaspedal und der Verzicht auf einen abrupten Spurwechsel verhindern ein Ausbrechen und Rutschen des Wagens. Kommt das Fahrzeug dennoch ins Schleudern, auskuppeln und schnell, aber gefühlvoll gegenlenken.
  • Bei glatter Fahrbahn das Fahrzeug mit Schaltgetriebe notfalls im 2. Gang anfahren, um das Durchdrehen der Räder zu vermeiden.
  • Vorsicht bei schwankenden Temperaturen um den Gefrierpunkt. Jetzt kann sich die Fahrbahnoberfläche ständig verändern.
  • Ist die Fahrbahn mit Eis überzogen, etwa nach Eisregen (Blitzeis), hilft nur eins: Auto stehen lassen, Straßendienst abwarten. Die Haftung zwischen Reifen und Straße ist gleich null.
  • Bei Kettenpflicht die Schneeketten entsprechend den Herstellerangaben montieren. Am besten vorher „im Trockenen“ ausprobieren. Schneeketten gehören auf die Antriebsräder (bei Allradfahrzeugen entsprechend Fahrzeug-Bedienungsanleitung). Erlaubt sind maximal 50 km/h.

Räum- und Streufahrzeuge

  • Wer bei Eis und Schnee Räum- und Streufahrzeuge überholt, riskiert einen Unfall. Der ADAC rät dringend von solchen Manövern ab, denn vor Räum- und Streufahrzeugen ist die Fahrbahn häufig glatt und das Überholen führt zumeist nicht zum erhofften Zeitvorsprung.

Wintergepäck

  • Bei einem Unfall kann nicht ordnungsgemäß gesichertes Wintergepäck gefährlich werden. Deshalb Dachboxen, Skiträger und Spanngurte nutzen.

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