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Saarland | 12.05.2020

ADAC Saarland fordert: Mainzer Straße in Saarbrücken sollte nicht zur Fahrradstraße umgewandelt werden

Stellungnahme des ADAC Saarland zur Forderung nach einer Vorrang-Straße für Radfahrer in Saarbrücken

Medien

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Der Fahrradclub ADFC hatte in der vergangenen Woche vorgeschlagen, die Mainzer Straße in Saarbrücken versuchsweise in eine Fahrradstraße umzuwandeln. Nach Meinung des Radfahrerclubs kann in der Corona-Krise der erforderliche Abstand von 1,5m zwischen Radfahrern und Fußgängern nicht eingehalten werden und fordert deshalb, den Radverkehr auf die Fahrbahn zu verlegen und ihm Vorrang vor dem Autoverkehr zu geben.

Die Reaktion von verärgerten Autofahrern ob dieser Forderung ließ nicht lange auf sich warten. Deshalb sieht sich der Allgemeine Deutsche Automobilclub im Saarland nun in der Pflicht, auf diese Forderung zu reagieren.

Der ADAC sieht diesen Vorschlag mehr als kritisch. Denn die Mainzer Straße in Saarbrücken ist eine Bundesstraße, die dem überörtlichen Verkehr dient und dafür auch zwingend benötigt wird. Für Kraftfahrzeuge gibt es keine Alternativroute für diese Strecke, außer durch das reine Wohngebiet am Staden. Auch befinden sich in der Mainzer Straße viele Geschäfte, die beliefert und natürlich auch von Kunden angefahren werden. Diese Tatsache würde sich auch nach einer Umwidmung in eine Fahrradstraße nicht ändern.

Für den Radverkehr gibt es im Gegensatz dazu - nur wenige Meter entfernt - mit dem Leinpfad eine herausragende und sogar von der Ostspange bis nach Burbach führende Ausweichstrecke, ohne Kreuzung und Autoverkehr. Zudem steht Radfahrern oberhalb des Leinpfades die wenig befahrene Straße am Staden zur Verfügung, auf der zudem bereits Tempo 30 angeordnet ist - also gleich zwei sehr gute Alternativen zur Mainzer Straße für die Radler.

Der Vorstand für Verkehr im ADAC Saarland, Wilfried Pukallus, fügt mit Nachdruck hinzu: „Es sollte darauf geachtet werden, dass die Verkehrsräume nicht voreilig und ohne Prüfung der wirklich zu erwartenden Aufteilung zwischen den Verkehrsarten umverteilt werden, damit nicht unnötige Staus und Umweltbelastungen entstehen. Für die Mainzer Straße sollte auch Tempo 30 unterbleiben, da ansonsten eine Verlagerung des motorisierten Verkehrs ins daneben liegende Wohngebiet erfolgt, in dem bereits Tempo 30 gilt - und wo es, im Gegensatz zur Mainzer Straße, keine Ampeln gibt. Eine solche Verkehrsverlagerung wäre absolut kontraproduktiv“.

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