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Pfalz | 02.08.2017

Mit Schulanfängern richtiges Verhalten im Straßenverkehr üben

ADAC Pfalz empfiehlt frühzeitiges Schulwegtraining

Für rund 30 000 Kinder in Rheinland-Pfalz beginnt in Kürze ein neuer Lebensabschnitt – die Schulzeit. Dies bedeutet für die Kleinen auch die regelmäßige Teilnahme am Straßenverkehr. Schulanfänger sind jedoch in schwierigen und komplexen Situationen des Straßenverkehrs leicht überfordert und können Gefahren noch nicht richtig einschätzen. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern gemeinsam mit ihren Kindern den Schulweg auswählen und auf diesem Weg regelmäßig richtiges Verhalten trainieren. Nur durch Übung und unter Anleitung von Erwachsenen, die sich selbst vorbildhaft verhalten, lernen Kinder, wie man im Straßenverkehr sicher unterwegs sein kann.

Die Verkehrsexperten des ADAC Pfalz empfehlen, den Schulweg schon vor dem Schulanfang zu üben und die Kinder je nach Bedarf noch längere Zeit zu begleiten. Auf dem Weg sollten Gefahrenstellen besprochen werden, jedoch ohne den Kindern Angst zu machen. Zeigen sich die Kinder schon einigermaßen sicher, können sich Begleitpersonen immer mehr zurückhalten und im Hintergrund kontrollieren. Als spielerische Übung können Eltern einen Rollentausch anbieten, bei dem die Kinder die Erwachsenen führen und auf Gefahren hinweisen. Die Kinder müssen sich dabei aktiv und mit Verantwortung auf das Verkehrsgeschehen einlassen, die Eltern sind aber in der Nähe und können eingreifen, wenn es brenzlig wird. Die meisten Unfälle passieren beim Überqueren der Fahrbahn. Deshalb sollte diese Situation gut geübt werden. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße fehlt Kindern nicht nur der nötige Überblick, sie werden auch von anderen Verkehrsteilnehmern leicht übersehen. Deshalb sollte die Straße dort überquert werden, wo beide Straßenseiten überschaubar sind. Straßen werden immer auf dem kurzen geraden Weg und nicht schräg überquert.

Der ADAC Pfalz rät davon ab, die Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen. Grundschüler sollten von Anfang an zu Fuß zur Schule gehen, nur so werden sie selbstständige Verkehrsteilnehmer. „Elterntaxis“ vor den Grundschulen werden oft selbst zum Problem, wenn die Situation unübersichtlich wird oder gar gefährliche Fahr- und Wendemanöver durchgeführt werden. Kann auf die Fahrt im Auto nicht verzichtet werden, sollte in einiger Entfernung von der Schule gehalten werden, damit die Kinder den Rest des Weges zu Fuß zurücklegen können. Schulen können dazu mit Unterstützung des ADAC Pfalz Hol- und Bringzonen einrichten.

An die Autofahrer appelliert der Automobilclub besonders in der Umgebung von Schulen und dort, wo sie Schulkinder sehen, erhöhte Vorsicht walten zu lassen. Sie müssen mit den Schwächen der Kinder rechnen und stets bremsbereit sein.
 

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