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Pfalz | 12.10.2020

Mandelbäume für Pfälzer Abschnitt der Deutschen Alleenstraße

ADAC Pfalz engagiert sich in der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße für den Erhalt und Ausbau des „grünen Bandes“ von Rügen bis zum Bodensee, das auch durch die Pfalz führt.

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 Acht frisch gepflanzte Mandelbäumchen säumen seit kurzem den nördlichen Ortsausgang von Bad Dürkheim entlang der Bundesstraße. So klein sie jetzt noch sind, so groß ist ihre Symbolkraft: Sie gehören zu einem Abschnitt der Deutschen Alleenstraße, die in diesem Bereich auf einer neuen Streckenführung ausgebaut wird. Insgesamt ist diese längste touristische Ferienstraße Deutschlands, die von der Insel Rügen quer durch Deutschland und auch durch die Pfalz bis zum Bodensee führt, 3000 Kilometer lang. Um ihren Erhalt und Ausbau kümmert sich seit 1992 die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße e.V. Der ADAC Pfalz war in diesem Jahr Gastgeber der Mitgliederversammlung, die coronabedingt in den Herbst verschoben worden war und nun in Bad Dürkheim stattfand. Die damit verbundene symbolische Baumpflanzung wurde bereits im Frühjahr zur Baumpflanzzeit vollzogen und nun offiziell als Teil der Deutschen Alleenstraße eingeweiht.

„Am Beispiel der Alleen zeigt sich, wie Natur, Kultur, Mobilität und Tourismus ineinandergreifen“, erläutert Götz Stuckensen, stellvertretender Vorsitzender und Tourismusreferent des ADAC Pfalz das Engagement des regionalen Automobilclubs, „und wir freuen uns, dass wir mit der Baumpflanzung in der Pfalz ein kleines Teilstück der deutschen Alleenstraße ergänzen.“ Unterstützung findet die Initiative in Rheinland-Pfalz auch behördlicherseits. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) hat die Mandelbäume in Bad Dürkheim gepflanzt und steht weiteren Straßenbepflanzungen positiv gegenüber. Martin Schafft, Leiter des LBM in Speyer, hebt dabei die neu eingerichtete „attraktive Streckenführung durch die Weinbauregion der Vorderpfalz“ hervor. Auch Judith Hagen, die Erste Beigeordnete der Stadt Bad Dürkheim, begrüßt die Aktion, da sich die Stadt nicht zuletzt wegen der so genannten „Dürkheimer Prachtmandel“ dieser besonderen Baumsorte sehr verbunden fühlt und im Stadtgebiet in diesem und im vorigen Jahr zahlreiche Mandelbäume neu angepflanzt hat.

Mit der Pflanzung der Mandelbäume, die keine typischen Straßenbäume sind, betont die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße eine regionale Besonderheit in diesem Streckenabschnitt, die dem sehr milden Klima der Vorderpfalz zu verdanken ist. Die Mandelblüte markiert den frühesten Frühling in Deutschland und wird traditionell mit Festen und Aktionen gefeiert. Die lange Tradition des Mandelanbaus, der zusammen mit dem Weinanbau von den Römern eingeführt wurde, spiegelt sich auch in vielen Flurbezeichnungen und ist für Einheimische wie Besucher aus kühleren Regionen Deutschlands ein faszinierendes Natur- wie Kulturgut.

Die Deutsche Alleenstraße führt durch zehn Bundesländer und die schönsten Feriengebiete Deutschlands. Sie ist landschaftlich wie kulturell und somit touristisch von großer Attraktivität. Entlang des „grünen Bandes“ finden sich Schlösser, Burgen, historische Altstädte und herrliche Landschaften. 300 Kilometer weit führt sie durch Rheinland-Pfalz - von Norden kommend folgt sie ab Bad Dürkheim der Deutschen Weinstraße in den Süden der Pfalz und führt von dort weiter nach Karlsruhe.

Die Initiative zur Deutschen Alleenstraße entstand, als nach der Wende zahlreiche Leserbriefe an die ADAC Motorwelt geschickt wurden, in denen um Unterstützung bei der Rettung der Alleen in der ehemaligen DDR gebeten wurde. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der ADAC und weitere Verbände starteten daraufhin im Jahr 1992 die Aktion „Rettet die Alleen“, aus der die Idee einer Deutschen Alleenstraße von Rügen bis zum Bodensee als touristische Einrichtung und ideelle Verbindung zwischen den alten und neuen Bundesländern entstand. Die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße wurde ein eingetragener Verein, der sich um den Erhalt und den Ausbau dieser touristischen Route bemüht. Viele Abschnitte der Deutschen Alleenstraße, vor allem im Westen, sind derzeit noch „Pflanzstrecken“.

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