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Pfalz | 03.11.2026

ADAC Monitor 2026: Ludwigshafen fällt auf vorletzten Platz zurück

Zufriedenheit mit der Mobilität bei allen vier Verkehrsarten Pkw, ÖPNV, Fahrrad, Fußverkehr gesunken / Untersuchung fällt in Zeit erheblicher Verkehrseinschränkungen

Die Hochstraße Süd (auf dem Foto die Baustellensituation im Februar 2026) stand während des gesamten Befragungszeitraums noch nicht wieder regulär zur Verfügung.

Ludwigshafen schneidet beim ADAC Monitor 2026 „Mobil in Mittelgroßstädten“ deutlich schlechter ab als bei der vorherigen Untersuchung. Mit einem Gesamtindex von rund 0 Punkten landet die Stadt auf Rang 28 von 29 untersuchten Mittelgroßstädten. Nur Oberhausen schneidet schlechter ab. Bei der Vorgängeruntersuchung, deren Ergebnisse 2021 veröffentlicht wurden, hatte Ludwigshafen noch einen Gesamtindex von rund +14 Punkten erreicht
Der Rückgang zeigt sich bei allen vier untersuchten Fortbewegungsarten. Besonders kritisch fällt die Bewertung des Autoverkehrs aus: Der Pkw-Index sinkt von rund-4 auf -20 Punkte. Beim öffentlichen Personennahverkehr geht der Index von rund +22 auf +10 Punkte zurück. Beim Fahrrad sinkt er von rund +16 auf +3 Punkte. Auch der Fußverkehr wird deutlich schlechter bewertet: Hier erreicht Ludwigshafen 2026 nur noch rund +7 Punkte, gegenüber rund +23 Punkten bei der Vorgängeruntersuchung.

„Das Ergebnis für Ludwigshafen ist ernüchternd. Entscheidend ist dabei nicht allein der vorletzte Platz im Ranking. Schwerer wiegt, dass die Zufriedenheit gegenüber der vorherigen Untersuchung bei allen vier untersuchten Verkehrsarten zurückgegangen ist“, sagt Shabnam Ullrich, Referentin Verkehr und Technik des ADAC Pfalz. „Mobilität in einer Stadt funktioniert nur dann gut, wenn die unterschiedlichen Verkehrsmittel nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern für Autofahrer, ÖPNV-Nutzer, Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen verlässliche und sichere Angebote bestehen.“

Ergebnisse vor dem Hintergrund jahrelanger Verkehrseinschränkungen
Der ADAC Monitor untersucht die Zufriedenheit mit der Mobilität, nicht die Ursachen für Veränderungen. Bei der Einordnung der Ergebnisse ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Zeitraum zwischen den beiden Untersuchungen in Ludwigshafen von umfangreichen Bauarbeiten, Sperrungen und veränderten Verkehrsführungen geprägt war.
Besonders deutlich wird dies beim Blick auf den Erhebungszeitraum: Die Befragung für den aktuellen Monitor fand im Juni 2026 statt. Damit bildet sie weitgehend die Mobilitätssituation vor Wiederherstellung der wichtigen Verbindung über die Hochstraße Süd ab.
Auch im öffentlichen Nahverkehr war die Situation über einen längeren Zeitraum durch Einschränkungen geprägt. Die Stadtbahnverbindungen zwischen Ludwigshafen und Mannheim waren zeitweise verändert. Weitere Baumaßnahmen wirkten sich auch während des Befragungszeitraums auf den ÖPNV aus.

Bundesweit sinkt die Zufriedenheit
Im ADAC Monitor 2026 wurden insgesamt 29 Städte mit weniger als 500.000 Einwohnern untersucht. In 27 Städten überwiegt weiterhin die Zufriedenheit. Wie bereits 2021 belegt Münster den ersten Platz der Gesamtbilanz und erreicht über alle Verkehrsarten hinweg gute Ergebnisse. Die größte Verbesserung verzeichnet Mönchengladbach. Schlusslicht ist Oberhausen.

Über alle vier Fortbewegungsarten und Städte hinweg ist die Gesamtzufriedenheit gegenüber 2021 um vier Indexpunkte von +21 auf +17 gesunken. Nur Mönchengladbach, Kiel, Potsdam und Karlsruhe konnten ihre Werte verbessern. In Erfurt, Augsburg und Bielefeld blieb die Zufriedenheit unverändert. In allen anderen untersuchten Städten ging sie zurück.

Am zufriedensten sind die Befragten bundesweit mit dem ÖPNV und dem Zufußgehen. Beide erreichen einen Index von +28, gefolgt vom Fahrrad mit +20. Anders sieht es beim Pkw aus: Mit -9 Punkten überwiegt hier die Unzufriedenheit. Besonders kritisch bewerten Autofahrer unter anderem das Baustellenmanagement, den Zustand der Straßen, das Verhalten von E-Scooter-Fahrern und die Höhe der Parkgebühren.

Für den ADAC Monitor 2026 wurden im Juni 2026 mehr als 11.600 Personen ab 18 Jahren befragt. Berücksichtigt wurden Einwohner sowie Einpendler und Besucher, die regelmäßig Wege in einer der untersuchten Städte zurücklegen. Pro Stadt wurden rund 400 Interviews durchgeführt. Die Bewertungen werden in einem Index zwischen +100 und -100 dargestellt. Der Wert 0 bedeutet, dass der Anteil zufriedener und unzufriedener Personen gleich groß ist. Der Gesamtindex setzt sich zu gleichen Teilen aus den Teilindizes Pkw, ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr zusammen.

Auf www.presse.adac.de finden Sie die bundesweite Meldung zum ADAC Monitor 2026 mit Infografiken

 


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