Sicher und entspannt: 10 ADAC Tipps für Urlaub mit Kindern
Der ADAC Nordrhein gibt Tipps für eine stressfreie Autofahrt mit Kindern in den Urlaub.

Für viele Familien beginnt der Urlaub bereits mit der Anreise. Gerade längere Autofahrten mit Kindern können jedoch schnell zur Belastungsprobe werden. Mit einer guten Vorbereitung lassen sich Stress, Langeweile und Sicherheitsrisiken deutlich reduzieren. Der ADAC Nordrhein gibt zehn praktische Tipps, damit Familien sicher und entspannt am Urlaubsort ankommen.
1. Vor der Fahrt: Kindersitz überprüfen
Kinder müssen immer in einem passenden und korrekt eingebauten Kindersitz gesichert werden. Vor der Reise sollten Eltern kontrollieren, ob der Sitz noch zur Größe und zum Gewicht des Kindes passt und richtig befestigt ist.
2. Genug Pausen einplanen
Kinder brauchen regelmäßig Bewegung, deshalb sollten die Reisenden etwa alle anderthalb bis zwei Stunden eine Pause einlegen. Rastanlagen mit Spielplätzen und Bewegungsmöglichkeiten oder kurze Spaziergänge an interessanten Orten nahe der Route sorgen für Abwechslung geben Möglichkeiten zum Auspowern.
3. Nicht zu viele Kilometer pro Tag fahren
Wer mit Kindern reist, sollte die Tagesetappen realistisch gestalten. Zu lange Fahrzeiten führen häufig zu Unruhe und Erschöpfung, daher sollten am Tag nicht mehr als 500 Kilometer zurückgelegt werden. Lieber etwas mehr Zeit für die Anreise einplanen und den Urlaub entspannt beginnen.
4. Ausreichend Getränke und Proviant mitnehmen
Hunger und Durst sind häufige Ursachen für schlechte Stimmung auf der Rückbank. Wasser, Saftschorlen, Obst, Gemüsesticks oder belegte Brote sind ideale Begleiter für unterwegs. Für gute Laune sorgen heimlich eingepackte Lieblingssnacks der Kids, die verteilt werden, wenn die Stimmung zu kippen droht. Kleinkinder sollten nur während der Pausen etwas zu essen bekommen. Im Auto besteht die Gefahr, dass sie sich bei einer starken Bremsung verschlucken oder sich mit Fläschchen oder Löffel verletzen.
5. Reiseübelkeit vorbeugen
Viele Kinder leiden auf längeren Fahrten unter Reiseübelkeit. Daher sollte das Proviant nicht zu fettig sein oder schwer im Magen liegen. Neben regelmäßigen Pausen und frischer Luft hilft auch immer wieder der Blick nach vorne aus dem Fenster. Tablets oder Bücher sollten daher auch nur zeitlich begrenzt genutzt werden, da das ständige Nach-unten-Schauen Beschwerden verstärken kann. Für den Fall der Fälle eine Tüte griffbereit haben.
6. Für altersgerechte Beschäftigung sorgen
Spiele, Hörbücher, Rätsel oder Malbücher verkürzen die Reisezeit und auch das liebste Kuscheltier darf natürlich nicht fehlen. Eine kleine Überraschung, wie ein neues Spiel oder eine Zeitschrift, sorgt ebenfalls für Abwechslung. Beliebt sind auch klassische Reisespiele, für die kein Zubehör nötig ist, wie zum Beispiel Wortketten bilden oder Kennzeichen raten.
7. Tablet-Halterung sicher befestigen
Auch digitale Unterhaltung kann auf langen Strecken hilfreich sein. Wichtig ist jedoch, dass Tablets ausschließlich in stabilen und geprüften Halterungen befestigt werden. Lose Gegenstände können bei einer starken Bremsung oder einem Unfall zu gefährlichen Geschossen werden.
8. Ablenkungen für den Fahrenden vermeiden
Um die Ablenkung für den Fahrenden möglichst gering zu halten, ist es sinnvoll, alles Nötige wie Spielzeug, Getränke oder Snacks schon vor Fahrtbeginn griffbereit zu verstauen. Die Aufmerksamkeit muss jederzeit dem Verkehr gelten. Bei Kleinkindern in rückwärtsgerichteten Kindersitzen sorgt ein zusätzlicher Innenspiegel dafür, dass der Beifahrende die Kleinen während der Fahrt jederzeit im Blick behalten kann – ohne sich ständig umdrehen zu müssen.
9. Hitze im Fahrzeug vermeiden
Gerade Babys und Kleinkinder reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen. Das Fahrzeug sollte vor Fahrtbeginn gut durchgelüftet werden. Eine funktionierende Klimaanlage, Sonnenschutz an den Seitenfenstern sowie regelmäßiges Lüften sorgen für mehr Komfort. Achtung: Kinder dürfen niemals allein im geparkten Fahrzeug zurückgelassen werden – selbst wenige Minuten können bei sommerlichen Temperaturen gefährlich werden!
10. Nachtfahrten kritisch abwägen
Viele Familien starten nachts, damit Kinder einen Teil der Strecke verschlafen. Der ADAC Nordrhein weist jedoch darauf hin, dass Müdigkeit am Steuer ein erhebliches Unfallrisiko darstellt. Wer nachts fährt, sollte ausgeruht sein, ausreichend Pausen einlegen und bei ersten Anzeichen von Müdigkeit sofort eine Rast einlegen.
Ein O-Ton-Paket (Audio) zur redaktionellen Verwendung finden Sie hier: https://cloud.adac-nrh.de/s/yeYizDP47dB4Rbz
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