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Nordrhein-Westfalen | 09.07.2019

Sommerferien in NRW: Auto richtig beladen

Der ADAC Nordrhein rät, sich vor dem Start in die Ferien ausreichend Zeit für die Ladungssicherung zu nehmen. Loses Gepäck kann bei einem Unfall fatale Folgen haben.

Nicht oder falsch gesichertes Urlaubsgepäck kann auf der Autoreise fatale Folgen haben. Daher rät der ADAC Nordrhein, sich vor dem Start in die Ferien ausreichend Zeit für die Ladungssicherung zu nehmen. „Bei einem Frontalcrash mit gerade einmal 50 km/h schießt jeder ungesicherte Gegenstand sofort nach vorne. Dabei kann er Kräfte entwickeln, die dem 30 bis 50-fachen des Eigengewichts entsprechen“, weiß Techniker Heinz-Gerd Lehmann vom ADAC Nordrhein. Taschen, Badeutensilien, Lebensmittel oder Campingartikel sollten daher nie wahllos in den Kofferraum gestapelt werden.

Schwere Gegenstände gehören auf den Kofferraumboden direkt an die Rücksitzlehne. Darüber sollten leichtere Gepäckstücke kompakt und möglichst ohne Spielraum gestapelt werden. Kleinteile transportiert man am besten in stabilen Kisten. Der ADAC Nordrhein empfiehlt bei Kombi-Modellen ein stabiles Laderaumgitter oder Netz, wenn das Gepäck über die Höhe der Rücksitzlehne reicht. Die Ladung im Kofferraum kann mit einer Decke abgedeckt und mit Hilfe von Zurrgurten gesichert werden. Diese werden über Kreuz gespannt und in die Ösen am Ladeboden eingefädelt. Sollten sich unter dem Kofferraumboden wichtige Dinge wie Warnwesten, Verbandskasten und Warndreieck befinden, rät der Mobilitätsclub, diese vor dem Beladen an einem leicht zugänglichen Ort zu verstauen, damit sie im Notfall griffbereit sind.

Die Rücksitzbank gibt zusätzlich Stabilität und sollte nur umgeklappt werden, wenn es aufgrund der Gepäckmenge unbedingt erforderlich ist. Sitzt niemand hinten, sorgen über Kreuz geschlossene Sicherheitsgurte für noch mehr Halt. Wer Gegenstände auf der Rückbank verstaut, sollte diese mit den Fahrzeuggurten befestigen. Besonders schwere Teile können auch im hinteren Fußraum verstaut werden. Außerdem sinnvoll: Den Beifahrersitz so weit nach hinten rücken, dass die Ladung keinen Bewegungsspielraum mehr hat.

Fahrräder sollten auf geeigneten Trägersystemen transportiert werden. Dachboxen eignen sich nur für leichte Güter. Sie können sonst den Schwerpunkt und somit das Fahrverhalten des Autos negativ beeinflussen. „In jedem Fall darf die zulässige Dachlast sowie das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs nicht überschritten werden. Ist das Auto zu schwer beladen, hat das erhebliche Folgen“, warnt Lehmann. Bremsen und Beschleunigen wird schwieriger, Brems- und Überholwege verlängern sich. Bei einer Kontrolle drohen zudem Bußgelder und Punkte in Flensburg.
 


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