Sommerferien 2026: Weniger Stau auf den Autobahnen in NRW
Auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen standen Autofahrende während der Sommerferien 2026 weniger im Stau als im Vorjahr. Die Staudauer ging dabei um mehr als 22 Prozent zurück.

Auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen standen Autofahrende während der Sommerferien 2026 weniger im Stau als im Vorjahr. Die Staudauer ging dabei um mehr als 22 Prozent zurück.
Autofahrende brauchten auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen während der Sommerferien 2026 weniger Geduld als noch im Vorjahr. Insgesamt summierte sich die Staudauer in den sechs Ferienwochen auf 13.212 Stunden – 22,1 Prozent weniger als 2025 (16.954). Auch die Zahl der Staumeldungen sank um 10,8 Prozent auf 15.656. Zusammengerechnet erreichten die Staus eine Länge von 21.334 Kilometern, ein Rückgang um 15,5 Prozent. Das geht aus der Sommer-Staubilanz des ADAC in NRW hervor.
„Ein Grund für den Rückgang könnten die hohen Spritpreise sein. Schon rund um die Osterferien 2026 haben wir gesehen, dass bei hohen Kraftstoffkosten weniger Reise- und Ausflugsverkehr auf den Straßen unterwegs ist. Wenn weniger Menschen mit dem Auto in den Urlaub fahren oder auf einzelne Freizeitfahrten verzichten, wirkt sich das am Ende auch auf die Stauzahlen aus“, sagt ADAC Mobilitätsexperte Prof. Dr. Roman Suthold.
Die meisten Staus (2967) und die längste Staudauer (2579 Stunden) registrierte der ADAC in der letzten Ferienwoche. Auch bei den sieben untersuchten Wochenenden (jeweils Freitag bis Sonntag) war zum Ende der Ferien besonders viel Geduld gefragt. Vom 28. bis 30. August zählte der ADAC auf den NRW-Autobahnen 1194 Staus mit einer Gesamtlänge von 1806 Kilometern und einer Dauer von 1072 Stunden. Damit war das letzte Ferienwochenende das staureichste der sieben untersuchten Wochenenden.
Ebenfalls stark belastet war das Wochenende unmittelbar vor dem offiziellen Ferienbeginn. Vom 17. bis 19. Juli registrierte der ADAC 979 Staus mit einer Gesamtlänge von 1921 Kilometern und einer Staudauer von 1000 Stunden.
Ausgerechnet zum Ferienauftakt war damit mehr los als im Vorjahr: Während die Staudauer an den übrigen untersuchten Wochenenden 2026 niedriger lag als im jeweiligen Vergleichszeitraum 2025, stieg sie vom 17. bis 19. Juli um 10,9 Prozent. Im vergleichbaren Zeitraum 2025 summierte sich die Staudauer auf 902 Stunden.
Der staureichste Tag in den sechs Ferienwochen 2026 war Freitag, der 17. Juli: Hier gab es laut ADAC Verkehrsdatenbank 572 Staus, die in Summe 1351 Kilometer lang waren und eine Staudauer von 653 Stunden erreichten. Der Freitag war in den Sommerferien der staureichste Wochentag. Sowohl bei der Anzahl der Staus als auch bei der Länge und Staudauer lagen die Freitage im Durchschnitt vor den anderen Wochentagen.
Die meisten Staumeldungen in den sechs Wochen NRW-Sommerferien entfielen auf die A1 (1687), A3 (1618), A40 (1542), A42 (1414) und A4 (1400). Die in Summe längsten Staus verzeichnete die A1 (3850 km). Hier brauchten Autofahrende auch entsprechend am meisten Geduld (1768 Staustunden). Die staugeplagtesten Autobahnabschnitte in NRW waren die A1 zwischen Euskirchen und Münster, die A3 zwischen Oberhausen und Köln, die A4 zwischen Aachen und Olpe, die A40 zwischen Duisburg und Essen, die A42 zwischen Dortmund und Kamp-Lintfort und die A44 zwischen Dortmund und Kassel.
Den mit 30 Kilometern längsten NRW-Stau in den Sommerferien gab es am 17. Juli auf der A44 (Dortmund Richtung Kassel) ab der Anschlussstelle Büren.
So ermittelt und zählt der ADAC die Staus: Der ADAC nutzt zur Stauermittlung Fahrzeugflotten mit ihren Geschwindigkeitsdaten. Nutzer von Online-Navigationsgeräten, Smartphone-Apps sowie Onboard units der Fuhrparks großer Speditionen liefern ständig anonymisiert und automatisiert ihre Positions- und Geschwindigkeitsinformationen („Floating Car Data“, im Durchschnitt mehr als 1,2 Milliarden Positions- und Geschwindigkeitsinformationen täglich) von deutschen Straßen. Diese Live-Daten werden zur Berechnung von Verkehrsstörungen verwendet.
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