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Nordrhein-Westfalen | 14.08.2018

Schulbeginn in NRW: So kommen Kinder sicher zur Schule

Der ADAC Nordrhein empfiehlt Eltern, den Schulweg frühzeitig zu üben. Die Kinder mit dem Auto direkt bis vors Schultor zu bringen, ist keine gute Lösung. Der Automobilclub unterstützt deshalb Städte bei der Einrichtung von schulnahen Hol- und Bringzonen.

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Wenn am 28. August die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen enden, machen sich Tausende Kinder erstmals auf den Weg zur Schule. Für Autofahrer bedeutet das: besonders vorsichtig und aufmerksam fahren! „Die Teilnahme am Straßenverkehr ist für Kinder eine besondere Herausforderung“, erklärt Verkehrsexperte Dr. Roman Suthold vom ADAC Nordrhein. „Wegen ihrer geringen Körpergröße werden sie häufig von Autofahrern übersehen und ihnen fehlt der Überblick. Außerdem können sie Gefahren oftmals noch nicht richtig einschätzen und sie lassen sich leicht ablenken.“

Überqueren der Straße intensiv erklären

Der ADAC Nordrhein empfiehlt Eltern, den Schulweg frühzeitig zu üben. Dabei sollten sie die Strecke mehrmals zusammen mit dem Kind gehen und mögliche Gefahrenstellen besprechen. „Nicht immer ist der kürzeste Weg auch der sicherste. Manchmal macht es Sinn, einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen“, rät Suthold. Wer morgens rechtzeitig losgeht, muss nicht hetzen und kann so Fehler aufgrund von Zeitmangel vermeiden. Besonders intensiv sollten Eltern das Überqueren der Straße erklären. Beide Straßenseiten müssen überschaubar und frei sein. Wichtig: Nicht schräg über die Straße gehen, sondern immer den kurzen und geraden Weg über Ampeln oder Fußgängerüberwege wählen. Vorsicht gilt gerade an Bushaltestellen: „Niemals vor oder hinter einem haltenden Bus über die Straße laufen!“, warnt Suthold. Auch über den ersten Schultag hinaus sollten Eltern ihre Kinder begleiten und später aus dem Hintergrund beobachten, ob der Nachwuchs das Gelernte umsetzt.

Elterntaxis sorgen für Chaos und Gefahren vor der Schule

Die Kinder mit dem Auto direkt bis vors Schultor zu bringen, ist aus Sicht des ADAC Nordrhein hingegen keine gute Lösung. „Manche Eltern wollen ihre Kids am liebsten direkt ins Klassenzimmer fahren. Das sorgt für Chaos und gefährliche Situationen vor der Schule, zum Beispiel durch abenteuerliche Fahr- und Wendemanöver“, weiß Verkehrsexperte Suthold. Der Automobilclub unterstützt Städte und Gemeinden deshalb bei der Einrichtung von schulnahen Hol- und Bringzonen. Dabei handelt es sich um einen Seitenstreifen an der Straße, auf dem zu bestimmten Zeiten niemand parken darf. Hier können Eltern ihre Kinder sicher absetzen. Die sogenannten „Elternhaltestellen“ sollten mindestens 250 Meter vom Schuleingang entfernt sein. Die Kosten für die Beschilderung übernimmt der ADAC Nordrhein.

Zu Fuß zur Schule fördert kindliche Entwicklung

„Zahlreiche Studien weisen nach, dass die tägliche Bewältigung des Schulwegs zu Fuß positive Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung hat“, erklärt Dr. Roman Suthold. Dazu zählen eine höhere Konzentrationsfähigkeit im Unterricht, eine gesteigerte körperliche Fitness, der Abbau von Übergewicht sowie - bei gemeinsamer Bewältigung des Schulwegs mit anderen Kindern - die Verbesserung des Sozialverhaltens. Kinder entwickeln frühzeitiger ein Bewusstsein für Gefahrensituationen im Straßenverkehr und werden überhaupt erst in die Lage versetzt, ein räumliches Bild der eigenen Stadt bzw. des eigenen Schulwegs zu entwerfen.

Weitere Informationen und Tipps bietet der „ADAC Schulweg-Ratgeber“. Die kostenlose Broschüre ist NRW-weit in allen ADAC Centern und Geschäftsstellen erhältlich. Sie steht zudem unter www.adac.de zum Download bereit.
 

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