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Nordrhein-Westfalen | 15.04.2019

Viele Staus am Oster-Wochenende: Stauprognose des ADAC Nordrhein

Am Gründonnerstag und Ostermontag brauchen Reisende viel Geduld. ADAC Stauberater wieder in NRW unterwegs.

Medien

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Autofahrer müssen sich am langen Oster-Wochenende von Gründonnerstag bis Ostermontag (18. bis 22. April) auf viele Staus einstellen. Der ADAC Nordrhein erwartet den ersten Stauhöhepunkt des Jahres. Urlauber, Ausflügler und Pendler sorgen auf den Autobahnen in jede Richtung für dichten Verkehr. Mit Ausnahme von Hamburg haben nun alle Ferien oder kehren nach den Feiertagen zurück. Gerade am Donnerstagnachmittag und am Nachmittag des Ostermontags brauchen Reisende viel Geduld. Am Karfreitag rechnet der ADAC Nordrhein vor allem am Vormittag noch mit starkem Verkehr. Deutlich besser sieht es am Karsamstag aus und am Ostersonntag sind die Straßen weitgehend leer.

Zu den klassischen Staustrecken in NRW zählen wieder die A 1 (Köln – Dortmund – Osnabrück), die A3 (Oberhausen – Köln – Frankfurt) und die A 61 (Mönchengladbach - Koblenz). Auch auf der A 2 (Oberhausen – Dortmund – Hannover) sowie rund um den Kölner Ring (A1/A3/A4) erwartet der ADAC Nordrhein erneut viel Verkehr. Besonders voll wird es rund um Leverkusen. Aufgrund von Sanierungsarbeiten auf der A 3 Richtung Frankfurt stehen von Gründonnerstag (22 Uhr) bis Ostermontag (5 Uhr) im Autobahnkreuz nur zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Zudem ist die Verbindung von der A 1 aus Dortmund auf die A 3 nach Frankfurt gesperrt.

Um staugeplagte Autofahrer zu unterstützen, sind auch die Stauberater des ADAC Nordrhein wieder mit ihren Motorrädern auf den Autobahnen in NRW unterwegs. Sie beruhigen genervte Urlauber, helfen bei der Routenplanung, erklären die Rettungsgasse und verteilen Getränke und Spielsachen für Kinder, um die Wartezeit erträglicher zu machen.

Dies sind die Autobahnen mit dem größten Staupotential während der Osterreise:

- Großräume Berlin, Köln, Hamburg, München
- A 1 Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln
- A 1/A 3/A 4 Kölner Ring
- A 2 Oberhausen – Dortmund – Hannover
- A 3 Oberhausen – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
- A 4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden
- A 5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
- A 6 Kaiserslautern – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
- A 7 Hamburg – Hannover – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
- A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A 9 Berlin – Nürnberg – München
- A 10 Berliner Ring
- A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
- A 81 Stuttgart – Singen
- A 93 Inntaldreieck – Kufstein
- A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
- A 99 Umfahrung München

In NRW muss wegen Baustellen vor allem auf den hier gelisteten Autobahnabschnitten mit erhöhter Staugefahr und Behinderungen gerechnet werden.

Die Osterreisewelle überrollt auch die Fernstrecken der benachbarten Alpenländer. Besonders staugefährdet sind Brenner-, Tauern- und Gotthard-Route. Wer nach den Osterfeiertagen auf dem Heimweg ist, steht an den bayerischen Übergängen Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) wegen der Grenzkontrollen im Stau.

Eine detaillierte Stauvorschau mit Angaben zur genauen Tages- und Uhrzeit können Autofahrer über den ADAC Routenplaner unter https://maps.adac.de (Button „Echtzeit-Verkehrslage“) abrufen. Mit dem Zeitregler lässt sich die geplante Abfahrtszeit einstellen. Per Zoom-Funktion auf der Karte erhält man die Verkehrsprognose für die gewünschte Fahrstrecke.

So verhalten sich Autofahrer im Stau richtig

Rettungsgasse: Sobald der Verkehr stockt, muss eine Rettungsgasse gebildet werden. Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrer auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ansonsten drohen ein Bußgeld von mindestens 200 Euro und zwei Punkte im Verkehrszentralregister.

Standstreifen: Damit Fahrzeuge bei Pannen oder Notfällen eine Ausweichmöglichkeit haben sowie Polizei und Rettungskräfte schneller zum Einsatzort kommen, muss der Standstreifen frei bleiben. Wer dort hält, riskiert ein Verwarnungsgeld von 30 Euro. Parken hat mindestens 70 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg zur Folge. Auch über den Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt zu fahren, ist verboten. Wer es dennoch tut, muss mit einem Bußgeld von 75 Euro und einem Punkt rechnen. Einzige Ausnahme: Wenn Schilder den Standstreifen als eine weitere Fahrspur ausweisen.

Aussteigen: Laut Straßenverkehrsordnung ist es auch im Stau nicht erlaubt, auf der Autobahn aus dem Auto auszusteigen. Die Fahrbahn betreten darf nur, wer einen Unfall oder eine Panne absichern will. Ein Verstoß wird mit einem Verwarnungsgeld von zehn Euro geahndet. Steht der Verkehr bei einer Vollsperrung allerdings für längere Zeit still, liegt es im Ermessen der Polizei, ob sie ein Auge zudrückt, wenn sich Autofahrer kurz die Beine vertreten. Dabei dürfen Rettungskräfte nicht behindert werden. Zudem sollte man in der Nähe des Fahrzeugs bleiben, um zügig weiterfahren zu können, wenn sich der Stau auflöst.

Rechts überholen: Rechts überholen ist nur dann erlaubt, wenn der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen steht oder höchstens 60 km/h fährt. Bei stehendem Verkehr darf man rechts mit maximal 20 km/h vorbeifahren. Ist der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen in Bewegung, darf rechts mit einer Geschwindigkeitsdifferenz von höchstens 20 km/h überholt werden, maximal aber mit 80 km/h. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Geldbuße von 100 Euro sowie einen Punkt.

Wenden: Rückwärtsfahren oder wenden auf der Autobahn ist auch im Stau tabu, es sei denn, die Polizei fordert dazu auf. Sonst drohen eine Geldbuße bis zu 200 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.

Telefonieren: Auch während eines Staus ist das Telefonieren ohne Freisprechanlage verboten, sofern der Motor nicht vollständig ausgeschaltet ist. Wer trotzdem zum Smartphone greift, muss mit einem Bußgeld von mindestens 100 Euro und einem Punkt rechnen, bei Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder Sachbeschädigung sogar mit zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot.

Abfahren? Bei einem Stau die Autobahn zu verlassen und über Landstraßen zu fahren, bringe nur selten einen Vorteil. Oft sind auch die Ausweichstrecken schnell verstopft, weil sie nicht für so viel Verkehr ausgelegt sind. In der Regel macht es erst ab Staus von mehr als zehn Kilometern Länge oder bei einer Vollsperrung Sinn, von der Autobahn abzufahren.

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