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Nordrhein-Westfalen | 11.07.2018

Nachts in den Urlaub: Sicherheit geht vor!

Weniger Verkehr und angenehme Temperaturen sprechen dafür, erst am späten Abend oder nachts mit dem Auto in den Urlaub zu fahren. Der ADAC Nordrhein e.V. rät aber zur Vorsicht.

Zum Start in die NRW-Sommerferien müssen sich Autofahrer am kommenden Wochenende auf viele und lange Staus einstellen. Vor allem mittags und nachmittags droht auf den Autobahnen Richtung Nord- und Ostsee und in den Süden Stillstand. Freitags von 13 bis 20 Uhr, samstags von 11 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 20 Uhr ist die Staugefahr am größten. „Weniger Verkehr und angenehme Temperaturen sprechen dafür, erst am späten Abend oder nachts loszufahren. Auch die Kinder können im Auto entspannt weiterschlafen. Nachtfahrten sind aber nicht für jeden geeignet“, erklärt Verkehrsexperte Dr. Roman Suthold vom ADAC Nordrhein e.V.

Eingeschränkte Sicht, Blendungen und Ermüdungserscheinungen können zu Problemen führen. „Wer müde ist, kann sich schlechter konzentrieren, reagiert langsamer und überschätzt sich häufig selbst“, warnt Suthold. Im schlimmsten Fall fällt der Fahrer in einen Sekundenschlaf. Die Folgen sind verheerend: Wer bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h nur zwei Sekunden die Augen schließt, legt einen Blindflug von rund 56 Metern hin.

Für Autofahrer, die sich in der Nacht auf den Weg in den Urlaub machen wollen, hat der ADAC Nordrhein e.V. folgende Hinweise:

  • Nur dann nachts starten, wenn man ausgeruht ist und sich eine solche Fahrt auch zutraut. Nicht nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag losfahren! Ansonsten besser in den frühen Morgenstunden aufstehen, etwas Leichtes frühstücken und kurz darauf starten.
  • Vor der Fahrt die Fenster säubern, da Schlieren und Schmutz die Sicht behindern und die Blendung verstärken. Das gilt auch für verschmutzte Brillengläser. Außerdem prüfen, ob die Scheibenwischer und Scheinwerfer intakt sind. Eine optimal eingestellte Beleuchtung ist bei Nachtfahrten nicht nur für die Sicherheit wichtig. Sie bietet auch ein entspannteres Fahren, denn die Augen müssen sich weniger anstrengen.
  • Mehr Sicherheitsabstand einhalten als am Tag. Entfernungen und Geschwindigkeiten lassen sich nachts schwerer einschätzen.
  • Die Geschwindigkeit dem Sehvermögen anpassen. Wer sich unsicher fühlt, sollte nicht weiterfahren und das Steuer einem Beifahrer übergeben.
  • Bei Regen ist noch mehr Aufmerksamkeit notwendig. Die Wahrnehmung wird zusätzlich beeinträchtigt und Gefahren wie Aquaplaning drohen.
  • Sich regelmäßig beim Fahren abwechseln, etwa alle zwei Stunden Pausen einplanen, gegebenenfalls mit 15-minütigem Kurzschlaf und anschließendem kurzen Spaziergang oder Lockerungsübungen. Achtung: Schlafende Mitfahrer stellen ein höheres Risiko dar, selbst auch einzuschlafen, daher am besten mit dem Beifahrer unterhalten.
  • Auf keinen Fall auf die aufputschende und leistungssteigernde Wirkung von Kaffee, Cola oder Energy-Drinks vertrauen! Diese Getränke erhöhen nur kurzfristig die Aufmerksamkeit. Anschließend setzt das Leistungstief umso stärker und plötzlicher ein.
     

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