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Nordrhein-Westfalen | 12.10.2026

Herbstferien-Start: Die ADAC Stauprognose für Nordrhein-Westfalen

Besonders hoch stuft der ADAC die Staugefahr am Freitagnachmittag zwischen 14 und 18 Uhr ein. Kölner Autobahnring und Ruhrgebiet bleiben Stau-Hotspots.

Zum Start der Herbstferien in NRW 2026 wird es besonders am Freitagnachmittag voll auf den Autobahnen, wenn Berufspendler auf Urlauber und Ausflügler treffen.

Zum Start der Herbstferien in Nordrhein-Westfalen am Wochenende vom 16. bis 18. Oktober rechnet der ADAC mit vielen Staus und stockendem Verkehr auf den Autobahnen. Besonders voll dürfte es am Freitagnachmittag zwischen 14 und 18 Uhr werden, wenn Berufspendler auf die ersten Urlauber und Ausflügler treffen. Wer dennoch am Freitag in den Urlaub starten muss, sollte deshalb möglichst am Morgen losfahren oder die Abreise auf den Abend beziehungsweise das Wochenende verschieben.

Deutlich weniger Verkehr als am Freitag erwartet der ADAC auf den NRW-Autobahnen am Samstag und Sonntag. Auf dem Weg an die Küste müssten Urlauber jedoch gerade in den Großräumen Bremen und Hamburg auch am Wochenende mit längeren Staus rechnen. Und im Süden sei zum Beispiel die Strecke zwischen München und Salzburg häufig verstopft.

„Die Stoßzeiten zu meiden und möglichst antizyklisch zu fahren, ist nach wie vor der beste Tipp für eine entspannte Urlaubsreise. Wer außerdem genügend Zeit einplant und regelmäßig Pausen macht, kommt deutlich stressfreier ans Ziel“, rät ADAC Verkehrsexperte Prof. Dr. Roman Suthold.

Urlaubs- und Rückreiseverkehr treffen aufeinander

Ziele des Reiseverkehrs sind in den Herbstferien vor allem die Wandergebiete der Mittelgebirge und Alpen sowie die Küsten von Nord- und Ostsee, bei schönem Wetter auch die Naherholungsgebiete im Umkreis der großen Städte.

Zeitgleich mit Nordrhein-Westfalen beginnen auch in Berlin, Brandenburg, Hamburg und Sachsen-Anhalt die Herbstferien. In Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen laufen die Ferien bereits seit einer Woche, in Mecklenburg-Vorpommern seit Donnerstag. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland enden dagegen die Herbstferien. Deshalb ist am Wochenende auch mit verstärktem Rückreiseverkehr zu rechnen. Ferien haben jetzt auch die Schüler in den mittleren und südlichen Landesteilen der Niederlande.

Entsprechend der Jahreszeit müssen Autofahrer auch mit witterungsbedingten Behinderungen rechnen. Vor allem Nebel kann die Sicht mitunter erheblich einschränken. Fahrten in höhere Lagen der Alpen sollten mit Winterreifen angetreten werden.

Mehrere Autobahnsperrungen im Ruhrgebiet zum Ferienstart

Potenzielle Staustrecken in NRW: In NRW bleiben die Autobahnen im Großraum Köln/Bonn sowie im Ruhrgebiet weiterhin Stau-Hotspots. Gerade auf dem Kölner Autobahnring sowie im Bereich Oberhausen/Duisburg (Kreuz Kaiserberg) und Bochum/Herne/Recklinghausen drohen Staus und stockender Verkehr. Zu den Strecken mit der höchsten Staugefahr in Nordrhein-Westfalen gehören u.a. die A1 (Köln - Dortmund - Osnabrück), A2 (Oberhausen - Dortmund - Hannover) und A3 (Emmerich - Oberhausen - Köln - Frankfurt) sowie die A4 (Olpe - Köln - Aachen).

Ein hohes Staupotenzial sieht der ADAC in NRW auch auf der A40 (Dortmund - Essen - Duisburg - Venlo), A42 (Dortmund - Oberhausen - Kamp-Lintfort), A43 (Wuppertal - Recklinghausen - Münster), A45 (Dortmund - Hagen - Lüdenscheid) und A57 (Köln - Krefeld – Nimwegen). Auf der A31 (Bottrop - Gronau), A46 (Düsseldorf - Wuppertal), A52 (Düsseldorf - Essen) und A59 (Köln - Bonn; Duisburg - Dinslaken) müssen Reisende ebenfalls mit Verzögerungen rechnen.

Staumagneten bleiben außerdem die bundesweit rund 1100 Autobahnbaustellen, davon knapp 530 in Nordrhein-Westfalen. Besonders im Ruhrgebiet müssen sich Autofahrer zum Herbstferienstart auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Am ersten Ferienwochenende wird die A43 bei Bochum zwischen dem Kreuz Bochum und der Anschlussstelle Bochum-Riemke in beiden Richtungen voll gesperrt. Auch die A40 bei Mülheim und die A3 zwischen dem Kreuz Breitscheid und dem Kreuz Oberhausen-West sind von Vollsperrungen betroffen.

Der ADAC empfiehlt, sich vor der Abfahrt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren, die betroffenen Strecken möglichst weiträumig zu umfahren und mehr Fahrzeit einzuplanen. Aktuelle Informationen über die finden Autofahrer unter https://www.adac.de/reise_freizeit/verkehr/baustellen.

Bei einem Stau die Autobahn zu verlassen und über Landstraßen zu fahren, bringt laut ADAC nur selten einen Vorteil. Oft sind auch die Ausweichstrecken schnell verstopft und für massenweise Zusatzverkehr nicht ausgelegt. Zeit gewinnt man dadurch kaum. In der Regel macht es daher erst ab Staus von mehr als zehn Kilometern Länge oder bei einer Vollsperrung Sinn, von der Autobahn abzufahren.

Urlaubsvorbereitung: ADAC gibt Tipps zum Tanken und Laden

Tank-Tipps: Der ADAC empfiehlt Reisenden, nach Möglichkeit am Vortag um kurz vor 12 Uhr zu tanken, denn dann sind die Spritpreise im Tagesverlauf am niedrigsten. Um 12 Uhr steigen sie stark an und fallen anschließend langsam wieder. Verbraucher sollten zudem mithilfe von Apps die Spritpreise vergleichen. Wer während der Fahrt nachtanken muss, dem rät der ADAC, die Autobahn zu verlassen und den Autohof oder die nächstgelegene Tankstelle nach der Ausfahrt anzusteuern. So lassen sich gemäß einer ADAC Stichprobe teilweise mehr als 40 Cent pro Liter sparen. Wenn die Reise ins Ausland geht, empfiehlt der ADAC in NRW, auch die Spritpreise jenseits der Grenze zu vergleichen.

Lade-Tipps für E-Autos: Wer mit dem Elektroauto in die Herbstferien startet, sollte den Akku möglichst schon vor der Abfahrt laden und längere Strecken inklusive Ladestopps im Voraus planen. Dabei empfiehlt der ADAC, nicht nur die Verfügbarkeit von Ladesäulen, sondern auch die Preise der verschiedenen Anbieter zu vergleichen. Denn gerade beim Schnellladen können die Kosten je nach Tarif und Betreiber stark variieren. Wer flexibel ist, sollte stark frequentierte Ladeparks direkt an der Autobahn meiden und auch Lademöglichkeiten abseits der Hauptreiserouten prüfen. Wichtig ist außerdem, einen alternativen Ladestopp einzuplanen, falls die gewünschte Säule besetzt oder defekt ist. Bei Reisen ins Ausland sollten E-Auto-Fahrende vorab prüfen, ob ihre Ladekarte oder Lade-App auch im Urlaubsland funktioniert und welche Preise dort gelten.

Ausland: Der Reiseverkehr im benachbarten Ausland ist ebenfalls zeitweise sehr lebhaft. Insbesondere die Strecken zu den Wanderzielen in den Alpenländern sind staugefährdet. Zu den Problemstrecken zählen unter anderem die Tauern-, Inntal-, Rheintal-, Pyhrn-, Fernpass-, Brenner- und Gotthard-Route sowie die Fernstraßen zu und von den oberitalienischen Küsten und Seen. Zusätzlich müssen Autofahrer mit Verzögerungen an den Grenzen rechnen. Kontrollen – zumindest stichprobenartige – gehören an mehreren deutschen Grenzen zum Alltag.

Rettungsgasse: Sobald der Verkehr stockt, muss eine Rettungsgasse gebildet werden. Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrer auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ansonsten droht ein Bußgeld von 200 Euro, bei Behinderung, Gefährdung oder Sachbeschädigung sogar bis zu 320 Euro. Dazu gibt es einen Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Wer durch die Rettungsgasse fährt oder sich an Einsatzfahrzeuge hängt, muss mindestens 240 Euro Strafe zahlen, bekommt zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot.

Die kostenlose ADAC Drive App liefert Routenplanungen für Auto, Wohnmobil, Motorrad und Fahrrad sowie die dazugehörige Navigations-Funktion (Kopplung via Apple CarPlay & Android Auto möglich), Ladestationen für Elektrofahrzeuge, die günstigsten Tankstellen und berechnet ggf. anfallende Mautkosten.

Eine individuelle Stauprognose mit Angaben zur genauen Tages- und Uhrzeit können Autofahrer über den ADAC Routenplaner unter https://maps.adac.de abrufen.

Ein O-Ton-Paket (Audio) zur ADAC Stauprognose für die NRW-Herbstferien und Staufotos (Quelle ADAC Nordrhein/Johannes Giewald) können Sie hier herunterladen: https://presse.adac-nrh.de/s/2otMtACW4ZFY236
 


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