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Nordrhein-Westfalen | 18.09.2020

Gegen Handyablenkung: ADAC Nordrhein und Radio Köln starten Kooperation

Experten gehen davon aus, dass jeder dritte bis zweite Verkehrsunfall auf deutschen Straßen durch Ablenkung verursacht wird. Die Botschaft von ADAC und Radio Köln ist klar: „Handy weg am Steuer! Dein Leben ist mehr als eine Story“.

Medien

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Der ADAC Nordrhein und Radio Köln machen gemeinsam auf die Gefahren durch Handyablenkung im Straßenverkehr aufmerksam. Zum Auftakt sendet Radio Köln in einer Aktionswoche von Montag bis Freitag (21. bis 25. September) verschiedene Beiträge zum Thema. Außerdem setzen der Mobilitätsclub und der Privatsender im Wetter- und Verkehrsupdate jeden Morgen (zwischen 6 und 10 Uhr) sechs Monate lang eine klare Botschaft:

„Handy weg am Steuer! Dein Leben ist mehr als eine Story“.

„Jeden Tag melden wir im Radio Köln-Verkehrs-Service Staus in Folge von Unfällen. Und viel zu oft ist Unachtsamkeit die Unfall-Ursache. Deshalb begleiten wir aus voller Überzeugung die ADAC Kampagne ‚#handyweg‘ und hoffen, dass es uns mit dieser gemeinsamen Kooperation gelingt, hinsichtlich der Gefahren zu sensibilisieren und letztlich dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden“, so Claudia Schall, Chefredakteurin von Radio Köln.

„Wer bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h aber nur zwei Sekunden lang unachtsam ist, legt fast 30 Meter im totalen Blindflug zurück. Man kann sich überhaupt nicht mehr erinnern, was auf dieser Strecke passiert ist und hatte damit auch keine Möglichkeit, zu reagieren“, sagt Verkehrsexperte Prof. Dr. Roman Suthold vom ADAC Nordrhein. „Jeder muss sich wirklich die Frage stellen: Würde ich als Autofahrer freiwillig während der Fahrt die Augen schließen? Das täten ganz sicher die allerwenigsten.“

Experten gehen davon aus, dass jeder dritte bis zweite Verkehrsunfall auf deutschen Straßen durch Ablenkung verursacht wird. In mehreren Studien fand der ADAC heraus, dass Menschen die Folgen von ablenkenden Tätigkeiten auf ihr Fahrverhalten unterschätzen. Drei von vier Fahrern hätten abgelenkt vor einem plötzlich auftretenden Hindernis nicht mehr bremsen können. Während des Lesens und Beantwortens einer Textnachricht fuhr ein Drittel der Teilnehmer über die Mittellinie in den Gegenverkehr und blieb teilweise für 3,5 bis vier Sekunden bzw. 35 Meter auf der falschen Straßenseite.

Im vergangenen Oktober hatte der ADAC Nordrhein seine Kampagne „#handyweg – Dein Leben: Mehr als eine Story.“ im Beisein von NRW-Innenminister Herbert Reul beim ADAC Verkehrssicherheitstag in Grevenbroich gestartet. Zielgruppe sind vor allem junge Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren. Im Mittelpunkt der Kampagne steht ein emotionales Video mit YouTuberin Kati Karenina aus Köln. Das Video wird nicht nur via Social Media verbreitet, sondern auch in 1000 Partnerfahrschulen des Regionalclubs gezeigt und erreicht damit ca. 100.000 Führerscheinanwärter pro Jahr.

Die Gesetzeslage zur Handynutzung am Steuer

Im Straßenverkehr ist das Telefonieren mit dem Handy am Ohr laut Straßenverkehrsordnung (23 Absatz 1a der StVO) verboten. Seit der Änderung 2017 darf der Fahrer auch sämtliche andere Funktionen von Mobiltelefonen nicht verwenden, also keine Nachrichten schreiben oder lesen, Anrufe ablehnen oder einfach nur auf dem Display nach der Uhrzeit schauen. Das gilt für alle elektronischen Geräte, die der Kommunikation, Information oder Organisation dienen, z.B. Tablets, E-Books, oder Navigationsgeräte. Das Verbot gilt auch für Rad- und Pedelecfahrer.

Das Bußgeld für die aktive Handynutzung am Steuer beträgt 100 Euro, außerdem gibt es einen Punkt in Flensburg. Wer andere gefährdet, etwa weil er mit Handy am Ohr oder in der Hand Schlangenlinien fährt, zahlt 150 Euro. Bei Sachbeschädigung sind es sogar 200 Euro. Dazu kommen je zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Für Radfahrer mit Handy in der Hand liegt das Bußgeld bei 55 Euro.

Das ist während der Fahrt erlaubt

Smartphone, Tablet & Co. dürfen während der Fahrt nur benutzt werden, wenn sie nicht in der Hand gehalten werden, sondern sich in einer Halterung befinden oder fest eingebaut sind. Aber auch dann ist Vorsicht geboten: Autofahrer dürfen nur kurz zum Gerät hin- und vom Verkehrsgeschehen wegblicken, und das nur, soweit es die Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnisse erlauben.

Weitere Infos zur ADAC Kampagne „#handyweg – Dein Leben: Mehr als eine Story“ finden Sie hier: https://www.adac.de/der-adac/regionalclubs/nrw/verkehr-sicherheit/adac-kampagne-handyweg

Das Video zur Kampagne: https://youtu.be/mh5zDAyr5iA

Link zu aktuellen Studie von ADAC und ÖAMTC zum Thema Ablenkung: https://www.adac.de/verkehr/verkehrssicherheit/unterwegs/ablenkung/

 

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