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Nordrhein-Westfalen | 16.06.2019

Fronleichnam: ADAC Stauprognose für NRW

Der ADAC Nordrhein erwartet die meisten Staus ab Mittwochmittag (19. Juni) sowie am Vormittag und frühen Nachmittag des Donnerstags (20. Juni). Intensiver Rückreiseverkehr am Sonntag. Auch samstags schon volle Autobahnen.

Der ADAC Nordrhein erwartet rund um Fronleichnam viel Verkehr. Aufgrund des Feiertags am Donnerstag (20. Juni) in NRW und sieben weiteren Bundesländern sowie dem damit verbundenen Brückentag am Freitag starten zahlreiche Autofahrer bereits am Mittwoch ins verlängerte Wochenende. Auch in Nordrhein-Westfalen wird es eng auf den Autobahnen. Ab Mittwochmittag (19. Juni) sowie am Vormittag und frühen Nachmittag des Donnerstags rechnet der Mobilitätsclub mit dem höchsten Verkehrsaufkommen. Am Freitag dürfte es hingegen ruhiger bleiben. Viel Geduld brauchen Autofahrer durch den Rückreiseverkehr am Sonntagnachmittag. Da in Berlin und Brandenburg zusätzlich die Sommerferien beginnen und in Baden-Württemberg und Bayern die Pfingstferien enden, bilden sich aber schon am Samstag vor allem im Süden Deutschlands sowie auf den Routen in Richtung Norden Staus. Keine Veränderungen gibt es bei den klassischen Staustrecken in NRW: Den meisten Stau erwartet der ADAC Nordrhein wieder auf der A1 (Köln – Dortmund – Osnabrück), der A2 (Oberhausen – Dortmund – Hannover) und der A3 (Oberhausen – Köln – Frankfurt) sowie rund um den Kölner Ring (A1/A3/A4) und auf der A61 (Mönchengladbach – Koblenz).

Tipps: Wer seine Fahrt sorgfältig vorbereitet, kann schon vor dem Start Stress reduzieren. Der ADAC Nordrhein empfiehlt, sich nur ausgeruht auf den Weg zu machen, Pausen einzuplanen, ausreichend Verpflegung einzupacken und sich am Steuer abzuwechseln. Bei einem Stau die Autobahn zu verlassen und über Landstraßen zu fahren, bringt hingegen nur selten einen Vorteil. Oft sind auch die Ausweichstrecken schnell verstopft. In der Regel macht es erst ab Staus von mehr als 10 Kilometern Länge oder bei einer Vollsperrung Sinn, von der Autobahn abzufahren, rät der Mobilitätsclub. Um staugeplagte Autofahrer zu unterstützen, sind auch die Stauberater des ADAC Nordrhein wieder mit ihren Motorrädern auf den Autobahnen in NRW unterwegs. Sie beruhigen genervte Urlauber, helfen bei der Routenplanung, erklären die Rettungsgasse und verteilen Getränke und Spielsachen für Kinder, um die Wartezeit erträglicher zu machen.


Das sind deutschlandweit die Autobahnen mit dem größten Staupotenzial rund um Fronleichnam:

• Fernstraßen zur Nord- und Ostsee
• A 1 Köln – Dortmund – Bremen – Lübeck
• A 1 / A 3 /A 4 Kölner Ring
• A 2 Dortmund – Hannover – Berlin
• A 3 Passau – Nürnberg – Würzburg – Frankfurt – Köln
• A 4 Erfurt – Dresden – Görlitz
• A 5 Basel – Karlsruhe – Frankfurt – Hattenbacher Dreieck
• A 6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
• A 7 Hamburg – Flensburg
• A 7 Füssen/Reutte – Ulm – Würzburg – Hannover
• A 8 Salzburg – München – Stuttgart – Karlsruhe
• A 9 Berlin – Nürnberg – München
• A 10 Berliner Ring
• A 24 Berlin – Hamburg
• A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
• A 81 Singen – Stuttgart
• A 93 Kufstein – Inntaldreieck
• A 95/B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
• A 96 Lindau – München
• A 99 Umfahrung München

Auf der Inntalautobahn A 93 finden am Freitag Lkw-Blockabfertigungen statt, die sich auch auf den PKW-Verkehr auswirken. Auf den Hauptdurchgangsrouten des benachbarten Auslands – inklusive der Autobahnen und Küstenstraßen in Kroatien und Slowenien – werden die Kolonnen auch immer länger. An den bayerischen Übergängen Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) sollte ein Zeitpolster von circa einer Stunde eingeplant werden.

In NRW muss wegen Baustellen vor allem auf den hier gelisteten Autobahnabschnitten mit erhöhter Staugefahr und Behinderungen gerechnet werden.

Eine detaillierte Stauvorschau mit Angaben zur genauen Tages- und Uhrzeit können Autofahrer über den ADAC Routenplaner unter http://maps.adac.de (Button „Echtzeit-Verkehrslage“) abrufen. Mit dem Zeitregler lässt sich die geplante Abfahrtszeit einstellen. Per Zoom-Funktion auf der Karte erhält man die Verkehrsprognose für die gewünschte Fahrstrecke.


So verhalten sich Autofahrer im Stau richtig

Rettungsgasse: Sobald der Verkehr stockt, muss eine Rettungsgasse gebildet werden. Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrer auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ansonsten drohen ein Bußgeld von mindestens 200 Euro und zwei Punkte im Verkehrszentralregister.

Standstreifen: Damit Fahrzeuge bei Pannen oder Notfällen eine Ausweichmöglichkeit haben sowie Polizei und Rettungskräfte schneller zum Einsatzort kommen, muss der Standstreifen frei bleiben. Wer dort hält, riskiert ein Verwarnungsgeld von 30 Euro. Parken hat mindestens 70 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg zur Folge. Auch über den Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt zu fahren, ist verboten. Wer es dennoch tut, muss mit einem Bußgeld von 75 Euro und einem Punkt rechnen. Einzige Ausnahme: Wenn Schilder den Standstreifen als eine weitere Fahrspur ausweisen.

Aussteigen: Laut Straßenverkehrsordnung ist es auch im Stau nicht erlaubt, auf der Autobahn aus dem Auto auszusteigen. Die Fahrbahn betreten darf nur, wer einen Unfall oder eine Panne absichern will. Ein Verstoß wird mit einem Verwarnungsgeld von zehn Euro geahndet. Steht der Verkehr bei einer Vollsperrung allerdings für längere Zeit still, liegt es im Ermessen der Polizei, ob sie ein Auge zudrückt, wenn sich Autofahrer kurz die Beine vertreten. Dabei dürfen Rettungskräfte nicht behindert werden. Zudem sollte man in der Nähe des Fahrzeugs bleiben, um zügig weiterfahren zu können, wenn sich der Stau auflöst.

Rechts überholen: Rechts überholen ist nur dann erlaubt, wenn der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen steht oder höchstens 60 km/h fährt. Bei stehendem Verkehr darf man rechts mit maximal 20 km/h vorbeifahren. Ist der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen in Bewegung, darf rechts mit einer Geschwindigkeitsdifferenz von höchstens 20 km/h überholt werden, maximal aber mit 80 km/h. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Geldbuße von 100 Euro sowie einen Punkt.

Wenden: Rückwärtsfahren oder wenden auf der Autobahn ist auch im Stau tabu, es sei denn, die Polizei fordert dazu auf. Sonst drohen eine Geldbuße bis zu 200 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.

Telefonieren: Auch während eines Staus ist das Telefonieren ohne Freisprechanlage verboten, sofern der Motor nicht vollständig ausgeschaltet ist. Wer trotzdem zum Smartphone greift, muss mit einem Bußgeld von mindestens 100 Euro und einem Punkt rechnen, bei Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder Sachbeschädigung sogar mit zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot.

 


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