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Nordrhein-Westfalen | 01.06.2026

Fronleichnam: Die ADAC Stauprognose für NRW

Der ADAC in NRW erwartet am Mittwoch vor dem langen Fronleichnams-Wochenende zwischen 13 und 18 Uhr viel Stau auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen.

Zwischen 13 und 18 Uhr treffen am Mittwoch vor Fronleichnam Berufspendler und Kurzurlauber auf den NRW-Autobahnen aufeinander, dann ist die Staugefahr am größten. Foto: Johannes Giewald

Der ADAC in NRW erwartet am Mittwoch vor dem langen Fronleichnams-Wochenende erneut viel Stau und stockenden Verkehr auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen. Zwischen 13 und 18 Uhr treffen Berufspendler und Kurzurlauber aufeinander, dann ist die Staugefahr am größten. Betroffen sind die klassischen Ballungsraum-Autobahnen sowie die Strecken in Richtung deutsche Nord- und Ostseeküste und in die Niederlande. Fronleichnam ist auch in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie in bestimmten Teilen Sachsens und Thüringens ein gesetzlicher Feiertag.

„Wer einigermaßen stressfrei ans Ziel kommen möchte, sollte wieder auf die Abendstunden ausweichen oder am Donnerstagmorgen losfahren“, empfiehlt ADAC Verkehrsexperte Prof. Dr. Roman Suthold. Der Mittwoch vor Fronleichnam zählte in NRW mit 822 Staustunden zu den zehn staureichsten Tagen des vergangenen Jahres. Hinzu kommt: Im Wochenverlauf registriert der ADAC mittwochs im Durchschnitt die meisten Staumeldungen, Staukilometer und Staustunden.

Die geringsten Verkehrsstörungen erwartet der ADAC in NRW am Feiertag. Auch am Freitag hatte es 2025 zumindest weniger Verkehr gegeben als im Durchschnitt. Am Sonntag steigt die Staugefahr bundesweit aufgrund des Rückreiseverkehrs ab Mittag wieder an, auch weil in Bayern und Baden-Württemberg zusätzlich die Pfingstferien enden. In NRW rechnet der ADAC zwar ab Mittag mit mehr Verkehr als an einem „normalen“ Sonntag, sieht aber kein außergewöhnlich hohes Staupotenzial auf den Autobahnen. Autofahrer, die in die Niederlande oder nach Belgien reisen, müssen sich auf dem Rückweg auf Wartezeiten an der Grenze einstellen (z.B. A3 Grenzübergang Emmerich-Elten, A4 Grenzübergang Vetschau, A44 Grenzübergang Lichtenbusch).

Bei schönem Wetter sind an Fronleichnam sowie am Samstag und Sonntag auf den Ausfallstraßen der Städte in die Naherholungsgebiete auch Verzögerungen durch Tagesausflügler möglich.

Staustrecken in NRW: Mit erheblichen Verzögerungen rechnet der ADAC in NRW am Mittwoch u.a. auf der A1 (Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg), der A2 (Oberhausen - Dortmund - Hannover) und A3 (Köln - Oberhausen - Emmerich). Gerade auf dem Kölner Autobahnring, rund um das Kreuz Bonn/Siegburg (A3/A560) sowie in den Bereichen Oberhausen/Duisburg (A3/A40, Kreuz Kaiserberg) und Bochum/Herne/Recklinghausen (A43) drohen Staus und stockender Verkehr. Gleiches gilt für das Kamener Kreuz (A1) und die Wuppertaler Stadtautobahn (A46). Ein erhöhtes Staupotenzial sieht der ADAC in NRW auch auf der Verbindung Aachen - Köln - Olpe (A4), der Sauerlandlinie (A45) und der A57 (Köln - Krefeld). Stau-Hotspots bleiben Baustellen mit Fahrstreifenreduzierung.

Bei einem Stau die Autobahn zu verlassen und über Landstraßen zu fahren, bringt laut ADAC nur selten einen Vorteil. Oft sind auch die Ausweichstrecken schnell verstopft und für massenweise Zusatzverkehr nicht ausgelegt. In Ortschaften bilden sich an Ampeln und Kreisverkehren lange Rückstaus. „Durch Echtzeitinformationen empfehlen die Navigationssysteme immer wieder Alternativrouten abseits der Autobahn, teilweise auch mitten durch Großstädte. Oft beträgt der prognostizierte Zeitgewinn aber nur wenige Minuten und die Lage auf der Alternativstrecke verschlechtert sich innerhalb kürzester Zeit. Dann braucht man unter dem Strich noch länger“, erläutert ADAC Experte Suthold. In der Regel macht es daher erst ab Staus von mehr als zehn Kilometern Länge oder bei einer Vollsperrung Sinn, von der Autobahn abzufahren.

ADAC Stauberater in NRW: Um staugeplagte Autofahrer zu unterstützen, sind am Mittwoch, den 3. Juni und Sonntag, den 7. Juni die Stauberater des ADAC Nordrhein mit ihren Motorrädern wieder auf den Autobahnen in NRW unterwegs. Sie beruhigen genervte Urlauber, helfen bei der Routenplanung, geben Reise-Tipps, erklären die Rettungsgasse und verteilen Getränke und Spielsachen für Kinder, um die Wartezeit erträglicher zu machen.

Das sind (bundesweit) die Strecken mit der höchsten Staugefahr:

- Großräume Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Stuttgart und München
- A1 Köln - Dortmund - Münster ; Osnabrück - Bremen - Hamburg - Lübeck - Fehmarn
- A1/A3/A4 Kölner Ring
- A2 Oberhausen - Dortmund - Hannover; Braunschweig - Magdeburg
- A3 Arnheim - Oberhausen - Köln - Frankfurt; Linz - Passau
- A4 Aachen - Köln - Olpe; Chemnitz - Dresden - Görlitz
- A5 Karlsruhe - Basel; Kassel - Frankfurt
- A6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg - Pilsen
- A7 Flensburg - Hamburg - Hannover - Kassel; Ulm - Füssen/Reutte
- A8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
- A9 Berlin - Halle/Leipzig
- A10 Berliner Ring
- A11 Berliner Ring - Kreuz Uckermark
- A12 Berliner Ring - Frankfurt (Oder)
- A13 Dresden - Schönefelder Kreuz
- A23 Hamburg - Heide
- A24 Pritzwalk - Berliner Ring
- A27 Bremen - Bremerhaven
- A40 Dortmund - Essen - Duisburg - Straelen
- A42 Dortmund - Oberhausen - Kamp-Lintfort
- A44 Dortmund - Kassel
- A45 Dortmund - Hagen - Gießen
- A57 Köln - Krefeld - Kleve
- A99 Autobahnring München

Die Autobahnabschnitte in NRW mit stauanfälligen Baustellen vom 1. bis 7. Juni laut Autobahn GmbH:

- A1: Münster-Hiltrup - Ascheberg
- A1: Kamen-Zentrum - Schwerte
- A1: Kreuz Leverkusen-West - Kreuz Köln-Nord
- A1: Erftstadt - Kreuz Bliesheim
- A3: Kreuz Hilden - Mettmann
- A3: Lohmar - Siebengebirge
- A30: Rheine-Nord - Rheine
- A30: Ibbenbüren-West - Ibbenbüren
- A40: Kreuz Duisburg - Duisburg-Rheinhausen
- A43: Kreuz Recklinghausen - Bochum-Riemke
- A43: Bochum-Riemke - Kreuz Herne
- A44: Kreuz Dortmund/Unna - Kreuz Werl
- A45: Dortmund-Eichlinghofen - Dortmund-Süd
- A45: Kreuz Dortmund/Witten - Dortmund-Süd
- A45: Dortmund-Süd - Westhofener Kreuz
- A45: Westhofener Kreuz - Schwerte-Ergste
- A45: Hagen-Süd - Lüdenscheid-Nord
- A45: Lüdenscheid-Nord - Lüdenscheid
- A45: Drolshagen - Olpe
- A45: Kreuz Olpe-Süd - Freudenberg
- A45: Siegen - Siegen-Süd
- A45: Wilnsdorf - Haiger/Burbach
- A46: Wuppertal-Cronenberg - Sonnborner Kreuz
- A46: Wuppertal-Oberbarmen - Wuppertal-Barmen
- A61: Weilerswist - Kreuz Bliesheim

Ausland: Auf den Fernstrecken der benachbarten Alpenländer bleibt die Situation durch Bauarbeiten teilweise angespannt. In Österreich sind insbesondere die A1, die A9, die Tauernautobahn A10, die Inntalautobahn A12 und die Brennerautobahn A13 zwischen Innsbruck und dem Brennerpass betroffen. Dort sorgt die Sanierung der Luegbrücke weiterhin für Einschränkungen. Ebenfalls staugefährdet sind die A14, die Fernpassstraße B179 und die Arlbergstraße B197. In Tirol bestehen an Samstagen, Sonn- und Feiertagen Fahrverbote auf zahlreichen Ausweich- und Landesstraßen in den Bezirken Innsbruck/Innsbruck-Land, Kufstein, Imst und Reutte.

In der Schweiz bleibt die Verkehrslage auf der A1 zwischen Bern, Zürich und St. Margrethen angespannt. Ebenfalls stark belastet sind die Gotthard-Route A2, die A3 zwischen Basel, Zürich und Chur sowie die San-Bernardino-Route A13 in Richtung Chiasso.

In Italien erwartet der ADAC insbesondere auf der Brennerroute A22 sowie auf der Verbindung Schweiz–Mailand–Genua über die Autobahnen A9 und A7 dichteren Reiseverkehr und teils längere Stauzeiten.

Bei der Einreise nach Deutschland kann es aufgrund der weiterhin bestehenden Grenzkontrollen zusätzlich zu Wartezeiten kommen.

Rettungsgasse: Sobald der Verkehr stockt, muss eine Rettungsgasse gebildet werden. Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrer auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ansonsten drohen hohe Bußgelder, ein Fahrverbot und Punkte in Flensburg.

Aktuelle Informationen über die Baustellensituation in NRW und ganz Deutschland finden Autofahrer unter https://www.adac.de/reise_freizeit/verkehr/baustellen.

Generell gilt für alle Baustellen: Aufgrund von schmaleren Fahrstreifen, wechselnder Spurführung und Geschwindigkeitsbegrenzungen erhöht sich die Unfall- und Staugefahr. Autofahrer sollten hier besonders aufmerksam, rücksichtsvoll und mit ausreichend Sicherheitsabstand fahren. In engen Baustellenbereichen mit deutlich schmaleren Fahrspuren ist es häufig nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden. Der ADAC in NRW empfiehlt deshalb, mit genügend Abstand und versetzt zu fahren, um im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln zu können. So kann der linke Fahrstreifen für die Rettungskräfte freigehalten werden.

Eine individuelle Stauprognose mit Angaben zur genauen Tages- und Uhrzeit können Autofahrer über den ADAC Routenplaner unter https://maps.adac.de abrufen.

Mautgebühren: Mit der kostenlosen ADAC Drive App können sich Urlauber bereits im Vorfeld zusammen mit der Reiseroute auch die anfallenden Mautkosten berechnen lassen. Vignetten für Österreich, die Schweiz und Slowenien gibt es in allen Service-Centern des ADAC in NRW, online unter www.adac-shop.de (Österreich/Schweiz) oder telefonisch unter 089 558 95 96 97 (Mo. bis Sa. 8 bis 20 Uhr).

Die App liefert zudem Routenplanungen für Auto, Wohnmobil, Motorrad und Fahrrad sowie die dazugehörige Navigations-Funktion (Kopplung via Apple CarPlay & Android Auto möglich), Ladestationen für Elektrofahrzeuge und die günstigsten Tankstellen.

Ein O-Ton-Paket (Audio) sowie Fotos zur freien redaktionellen Verwendung (Quellenangabe) können Sie hier herunterladen: https://cloud.adac-nrh.de/s/axqmts7gXyk4Aec
 


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