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Nordrhein-Westfalen | 11.05.2026

Christi Himmelfahrt 2026: Die ADAC Stauprognose für NRW

Der ADAC in NRW erwartet am Mittwoch vor dem Feiertag einen der staureichsten Tage des Jahres und rechnet zwischen 13 und 18 Uhr vor allem im Großraum Köln und im Ruhrgebiet mit massiven Verkehrsstörungen.

Der ADAC in NRW erwartet am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt einen der staureichsten Tage des Jahres. Foto: Johannes Giewald

Vor dem langen Christi-Himmelfahrts-Wochenende brauchen Reisende auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen gute Nerven. Der ADAC in NRW erwartet am Mittwoch (13. Mai) einen der staureichsten Tage des Jahres. „Zwischen 13 und 18 Uhr rechnen wir vor allem im Großraum Köln und im Ruhrgebiet mit massiven Verkehrsstörungen“, sagt Mobilitätsexperte Prof. Dr. Roman Suthold. 2025 zählte der ADAC am Tag vor dem Feiertag 843 Staus mit einer Länge von 1878 Kilometern und 949 Staustunden - Jahreshöchstwert! In diesem Jahr verbrachten Autofahrer in NRW bisher am Donnerstag vor dem 1. Mai die längste Zeit im Stau (914 Stunden).

Grundsätzlich ist der Mittwoch der staureichste Tag der Woche. Zum starken Berufsverkehr kommen vor Christi Himmelfahrt Reisende hinzu, die den Feiertag für einen Kurzurlaub oder ein verlängertes Wochenende nutzen. Beliebte Ziele für Urlauber aus Nordrhein-Westfalen sind unverändert die deutsche Nord- und Ostseeküste sowie die Niederlande. „Wer die große Stauwelle umgehen möchte, der sollte erst am Mittwochabend oder am Donnerstag losfahren“, empfiehlt ADAC Experte Suthold.

Am Donnerstagvormittag besteht auf den Hauptreiserouten jenseits von NRW allerdings noch ein erhöhtes Staupotenzial. Zusätzlichen Reiseverkehr verursachen regionale Ferientermine und schulfreie Tage. In Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen ist am Tag nach dem Feiertag (15. Mai ) offiziell schulfrei. Hamburg hat die komplette Woche Ferien. In NRW legen viele Schulen einen beweglichen Ferientag auf den Brückentag zwischen Christi Himmelfahrt und dem Wochenende. Christi Himmelfahrt ist auch in Österreich, der Schweiz und Belgien ein Feiertag.

Freitag und Samstag geht der ADAC von einer insgesamt deutlich entspannteren Lage auf den Autobahnen aus. Bei schönem Wetter sind an Christi Himmelfahrt sowie am Samstag und Sonntag auf den Ausfallstraßen der Städte in die Naherholungsgebiete auch Verzögerungen durch Tagesausflügler möglich. Am Sonntag steigt die Staugefahr aufgrund des Rückreiseverkehrs ab dem Vormittag wieder an, betroffen sind bundesweit vor allem die Großräume Berlin, Hamburg, Bremen, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München. In NRW rechnet der ADAC - wie am ersten Mai-Wochenende - zwar mit deutlich mehr Stauzeit als an einem „normalen“ Sonntag, gute Nerven brauchen Reisende jedoch vor allem außerhalb NRWs auf dem Rückweg von Nord- und Ostsee (z.B. A1, A2, A7).

Staustrecken in NRW: Erhebliche Verzögerungen erwartet der ADAC in NRW am Mittwoch u.a. auf der A1 (Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg), der A2 (Oberhausen - Dortmund - Hannover) und A3 (Köln - Oberhausen - Emmerich). Gerade auf dem Kölner Autobahnring, in den Bereichen Oberhausen/Duisburg (A3/A40, Kreuz Kaiserberg) und Bochum/Herne/Recklinghausen (A43) sowie rund um das Kamener Kreuz (A1) und auf der Wuppertaler Stadtautobahn (A46) drohen Staus und stockender Verkehr. Ein erhöhtes Staupotenzial sieht der ADAC in NRW auch auf der Verbindung Aachen - Köln - Olpe (A4), der Sauerlandlinie (A45) sowie der A52 (Düsseldorf - Essen) und A57 (Köln - Krefeld). Stau-Hotspots bleiben Baustellen mit Fahrstreifenreduzierung. Etwas entlastend könnten die Lkw-Fahrverbote am Donnerstag (14. Mai) und Sonntag (17. Mai) wirken.

Bei einem Stau die Autobahn zu verlassen und über Landstraßen zu fahren, bringt laut ADAC aber nur selten einen Vorteil. Oft sind auch die Ausweichstrecken schnell verstopft und für massenweise Zusatzverkehr nicht ausgelegt. In Ortschaften bilden sich an Ampeln und Kreisverkehren lange Rückstaus. „Durch Echtzeitinformationen empfehlen die Navigationssysteme immer wieder Alternativrouten abseits der Autobahn, teilweise auch mitten durch Großstädte. Oft beträgt der prognostizierte Zeitgewinn aber nur wenige Minuten und die Lage auf der Alternativstrecke verschlechtert sich innerhalb kürzester Zeit. Dann braucht man unter dem Strich noch länger“, erläutert ADAC Experte Suthold. In der Regel macht es daher erst ab Staus von mehr als zehn Kilometern Länge oder bei einer Vollsperrung Sinn, von der Autobahn abzufahren.

ADAC Stauberater in NRW: Um staugeplagte Autofahrer zu unterstützen, sind am Mittwoch, den 13. Mai und Sonntag, den 17. Mai die Stauberater des ADAC Nordrhein mit ihren Motorrädern wieder auf den Autobahnen in NRW unterwegs. Sie beruhigen genervte Urlauber, helfen bei der Routenplanung, geben Reise-Tipps, erklären die Rettungsgasse und verteilen Getränke und Spielsachen für Kinder, um die Wartezeit erträglicher zu machen.

Das sind (bundesweit) die Strecken mit der höchsten Staugefahr:

- Großräume Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Stuttgart und München
- A1 Köln - Dortmund - Münster ; Osnabrück - Bremen - Hamburg - Lübeck - Fehmarn
- A1/A3/A4 Kölner Ring
- A2 Oberhausen - Dortmund - Hannover; Braunschweig - Magdeburg
- A3 Arnheim - Oberhausen - Köln - Frankfurt; Linz - Passau
- A4 Aachen - Köln - Olpe; Chemnitz - Dresden - Görlitz
- A5 Karlsruhe - Basel; Kassel - Frankfurt
- A6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
- A7 Flensburg - Hamburg - Hannover - Kassel; Ulm - Füssen/Reutte
- A8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
- A9 Berlin - Halle/Leipzig
- A10 Berliner Ring
- A11 Berliner Ring - Kreuz Uckermark
- A12 Berliner Ring - Frankfurt (Oder)
- A23 Hamburg - Heide
- A24 Hamburg - Schwerin
- A27 Bremen - Bremerhaven
- A31 Gronau - Oberhausen
- A40 Dortmund - Essen - Duisburg - Straelen
- A42 Dortmund - Oberhausen - Kamp-Lintfort
- A44 Dortmund - Kassel
- A45 Dortmund - Hagen - Gießen
- A57 Köln - Krefeld - Kleve
- A61 Mönchengladbach - Koblenz
- A81 Singen - Stuttgart
- A96 München - Lindau
- A99 Autobahnring München

Die Autobahnabschnitte in NRW mit stauanfälligen Baustellen vom 11. bis 17. Mai laut Autobahn GmbH:

- A1: Münster-Hiltrup - Ascheberg
- A1: Kamen-Zentrum - Schwerte
- A1: Kreuz Leverkusen-West - Kreuz Köln-Nord
- A1: Erftstadt - Kreuz Bliesheim
- A3: Kreuz Oberhausen - Oberhausen-Holten
- A3: Lohmar - Siebengebirge
- A3: Siebengebirge - Kreuz Bonn/Siegburg
- A30: Rheine-Nord - Rheine
- A30: Ibbenbüren-West - Ibbenbüren
- A40: Kreuz Duisburg - Duisburg-Rheinhausen
- A43: Kreuz Recklinghausen - Bochum-Riemke
- A43: Bochum-Riemke - Kreuz Herne
- A44: Lank-Latum - Düsseldorf-Messe/Arena
- A44: Kreuz Dortmund/Unna - Kreuz Werl
- A45: Kreuz Dortmund/Witten - Dortmund-Süd
- A45: Dortmund-Süd - Westhofener Kreuz
- A45: Westhofener Kreuz - Schwerte-Ergste
- A45: Hagen-Süd - Lüdenscheid-Nord
- A45: Lüdenscheid-Nord - Lüdenscheid
- A45: Drolshagen - Olpe
- A45: Kreuz Olpe-Süd - Freudenberg
- A45: Siegen - Siegen-Süd
- A45: Wilnsdorf - Haiger/Burbach
- A46: Wuppertal-Cronenberg - Sonnborner Kreuz
- A46: Wuppertal-Oberbarmen - Wuppertal-Barmen
- A61: Viersen - Mönchengladbach-Nordpark
- A61: Weilerswist - Kreuz Bliesheim

Ausland: Auf den Fernstrecken der benachbarten Alpenländer bleibt die Situation durch Bauarbeiten teilweise angespannt. In Österreich müssen Reisende vor allem auf der Tauern- (A10), Inntal- (A12) und Brennerautobahn (A13) mit Verzögerungen rechnen. Zusätzlich ist am Freitag erneut eine Blockabfertigung auf der A12 Inntalautobahn geplant.

Bei starkem Reiseverkehr gelten zudem wieder Abfahrtssperren. In Deutschland sind unter anderem die A7 im Ostallgäu, die A8 in Oberbayern sowie die A93 und die Bundesstraßen rund um Garmisch-Partenkirchen betroffen. In Tirol gelten an Wochenenden und Feiertagen Fahrverbote auf zahlreichen Ausweichstrecken in den Bezirken Innsbruck, Kufstein, Imst und Reutte. Wer kein konkretes Fahrtziel in der Region nachweisen kann, muss auf den Hauptverkehrsachsen bleiben.

In der Schweiz müssen Reisende sind die A1 (Bern - Zürich - St. Margarethen), A2 (Luzern - Basel; Chiasso/Gotthard-Route) und A3 (Basel - Zürich - Chur) staugefährdet. In Italien ist vor allem die Brennerroute (A22) betroffen.

Bei der Einreise nach Deutschland kann es aufgrund der weiterhin bestehenden Grenzkontrollen zusätzlich zu Wartezeiten kommen.

Rettungsgasse: Sobald der Verkehr stockt, muss eine Rettungsgasse gebildet werden. Wer den linken Fahrstreifen befährt, weicht nach links aus, Autofahrer auf allen anderen Fahrstreifen fahren nach rechts. Ansonsten drohen hohe Bußgelder, ein Fahrverbot und Punkte in Flensburg.

Aktuelle Informationen über die Baustellensituation in NRW und ganz Deutschland finden Autofahrer unter https://www.adac.de/reise_freizeit/verkehr/baustellen.

Generell gilt für alle Baustellen: Aufgrund von schmaleren Fahrstreifen, wechselnder Spurführung und Geschwindigkeitsbegrenzungen erhöht sich die Unfall- und Staugefahr. Autofahrer sollten hier besonders aufmerksam, rücksichtsvoll und mit ausreichend Sicherheitsabstand fahren. In engen Baustellenbereichen mit deutlich schmaleren Fahrspuren ist es häufig nicht möglich, die Rettungsgasse korrekt zu bilden. Der ADAC in NRW empfiehlt deshalb, mit genügend Abstand und versetzt zu fahren, um im Ernstfall in die rechte Spur einfädeln zu können. So kann der linke Fahrstreifen für die Rettungskräfte freigehalten werden.

Eine individuelle Stauprognose mit Angaben zur genauen Tages- und Uhrzeit können Autofahrer über den ADAC Routenplaner unter https://maps.adac.de abrufen.

Mautgebühren: Mit der kostenlosen ADAC Drive App können sich Urlauber bereits im Vorfeld zusammen mit der Reiseroute auch die anfallenden Mautkosten berechnen lassen. Vignetten für Österreich, die Schweiz und Slowenien gibt es in allen Service-Centern des ADAC in NRW, online unter www.adac-shop.de (Österreich/Schweiz) oder telefonisch unter 089 558 95 96 97 (Mo. bis Sa. 8 bis 20 Uhr).

Die App liefert zudem Routenplanungen für Auto, Wohnmobil, Motorrad und Fahrrad sowie die dazugehörige Navigations-Funktion (Kopplung via Apple CarPlay & Android Auto möglich), Ladestationen für Elektrofahrzeuge und die günstigsten Tankstellen.

Ein O-Ton-Paket (Audio) sowie Fotos zur freien redaktionellen Verwendung (Quellenangabe) können Sie hier herunterladen: https://cloud.adac-nrh.de/s/D9HB7BmtH9Cpgpy
 


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