Die Seite benötigt aktiviertes Javascript! Wie Sie JavaScript in Ihrem Browser aktivieren

Navigation 

Presse Club Login

Bitte loggen Sie ein.

Nordrhein-Westfalen | 24.06.2020

Autoreisen mit Kindern: Mit diesen Tipps stressfrei ans Urlaubsziel

Wenn die erste Aufregung verflogen ist, wird auch geduldigen Kindern irgendwann langweilig. Ablenkung ist dann das A und O. Der ADAC Nordrhein gibt Tipps für die Urlaubsfahrt.

Familien mit Kindern, die in diesem Sommer verreisen wollen, sind laut einer Civey-Umfrage zu etwa 75 Prozent mit dem Auto unterwegs. Je länger die Fahrt dauert, desto mehr wird die Anreise für Eltern zur Herausforderung. „Wenn die erste Aufregung verflogen ist, wird auch geduldigen Kindern irgendwann langweilig. Ablenkung ist dann das A und O“, sagt Reise-Experte Dirk Schneider vom ADAC Nordrhein.

Bekannte Spielsachen, Lieblingsbuch, Kuscheltier und Hörbücher gehören deshalb unbedingt ins Reisegepäck. Eine kleine Überraschung, die erst unterwegs ausgepackt wird, sorgt ebenfalls für Abwechslung. Spaß machen auch einfache, aber effektive Spiele, für die kein Zubehör nötig ist, wie Beobachten, Geschichten erzählen, Wortketten bilden oder Kennzeichen erraten. Aufgrund der Verletzungsgefahr sollten spitze oder kantige Gegenstände nicht als Spielzeug verwendet werden. Reist nur ein Kind mit, kann sich der Beifahrer regelmäßig zum Lesen oder Spielen nach hinten setzen.

Der ADAC Nordrhein empfiehlt, auch auf Reisen den gewohnten Rhythmus von Babys und Kleinkindern beizubehalten und den Start in den Urlaub an Ess- und Schlafzeiten anzupassen. „Am besten plant man alle zwei Stunden einen Stopp mit viel Bewegung an der frischen Luft ein und fährt nicht mehr als 500 Kilometer am Tag“, rät Dirk Schneider. Viele Autobahnraststätten in Deutschland bieten eine kindgerechte Ausstattung mit Spielplätzen, Spielecken, Babywickelräumen und Babybetten. Wer eine längere Autoreise vor sich hat und gerne nachts fährt, startet idealerweise zwischen drei und vier Uhr morgens. Zu dieser Zeit herrscht kaum Verkehr auf den Autobahnen. Die Temperaturen sind angenehm und die Kinder zudem noch so müde, dass sie oft im Fahrzeug weiterschlafen.

Bei allen Autofahrten müssen Kinder unter zwölf Jahren oder 150 Zentimeter Körpergröße grundsätzlich mit einem geeigneten Kinder-Rückhaltesystem (ECE-Zulassung) gesichert werden. Eine gute Polsterung und Gurtschoner sorgen dafür, dass nichts unangenehm auf der Haut reibt. Für Kleinkinder sollte der Sitz eine bequeme Schlafposition zulassen. Ein kleines Kissen sorgt für zusätzlichen Komfort. In praktisch allen Rückhaltesystemen ist die Belastung der Wirbelsäule von Säuglingen und Kleinkindern allerdings relativ hoch. Der ADAC Nordrhein empfiehlt deshalb regelmäßige Bewegungspausen. Zur Sicherheit sollte die Kindersicherung bei den hinteren Türen aktiviert sowie die Fenstersperre eingestellt werden, um ein Öffnen während der Fahrt zu verhindern.

Als Verpflegung zwischendurch eignen sich gesunde, leichte Snacks wie Obst und Gemüse in handlichen Stücken sowie als Durstlöscher Wasser, Tee und Saftschorlen ohne Kohlensäure. Rebelliert trotzdem mal der Magen, für den Notfall Spucktüten in Reichweite verstauen. Kleinkinder sollten möglichst nur während der Pausen essen, da die Gefahr, sich bei einer starken Bremsung zu verschlucken, während der Fahrt groß ist.

Der ADAC Nordrhein warnt davor, Kinder bei einer Pause allein im Auto zurückzulassen. Gerade im Sommer steigt die Temperatur im Fahrzeug binnen kürzester Zeit auf 40, 50 oder sogar 60 Grad an. „Das ist besonders für Babys und Kleinkinder lebensgefährlich. Auch das Fenster einen Spalt auflassen, bringt praktisch nichts. Mal eben in die Autobahnraststätte gehen, ist deshalb ein absolutes No-Go“, appelliert Reise-Experte Schneider.

Für einen optimalen Sonnenschutz während der Reise kann man die hinteren Seitenfenster mit einer speziellen Folie bekleben, die vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) zugelassen ist. Diese filtert nicht nur das UV-Licht, sondern auch die für die Hitze im Fahrzeug verantwortliche Infrarot-Strahlung. Eine gute Alternative sind mobile Lösungen, die mit Saugnäpfen befestigt werden. Für alle Varianten gilt aber: Die vorderen Seitenfenster und die Frontscheibe sind tabu.

Weitere Infos zum Reisen mit Kindern gibt es in der kostenlosen ADAC Broschüre „Mit Kindern unterwegs“. Sie ist in allen ADAC Centern erhältlich oder kann unter www.adac.de kostenlos heruntergeladen werden.

Ein O-Ton-Paket zur redaktionellen Verwendung können Sie hier herunterladen: https://cloud.adac-nrh.de/s/wnQXx8Z88zJoCJd


Bild herunterladen

Verwandte Inhalte aus der Mediathek