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Nordrhein-Westfalen | 05.10.2026

Auto fit für den Herbst: Sechs Tipps des ADAC Nordrhein

Reifen, Licht und Scheiben prüfen: So bereiten Autofahrer ihr Fahrzeug auf Regen, Nebel und sinkende Temperaturen vor.

Auto fährt auf Straße, die mit Laub und Blättern belegt ist.
Herbstliche Straßenverhältnisse: Laub, Nässe und schlechte Sicht können Autofahrer vor besondere Herausforderungen stellen.

Morgens Nebel, mittags tiefstehende Sonne und abends Regen: Im Herbst können sich die Bedingungen auf NRWs Straßen schnell ändern. Der ADAC Nordrhein rät Autofahrern deshalb, ihr Fahrzeug jetzt zu überprüfen. Diese sechs Punkte sollten Autofahrer im Blick behalten:

1. Reifen prüfen und den Wechsel planen. Auch wenn der Herbst in diesem Jahr mit milden Temperaturen startet, ist die Faustregel „von Oktober bis Ostern“ weiterhin eine Orientierung für den Wechsel: Wer Winterreifen nutzt, sollte jetzt schon an den Wechsel denken und frühzeitig einen Werkstatttermin vereinbaren. Eine allgemeine Winterreifenpflicht ab einem bestimmten Datum gibt es nicht: Bei Schnee, Schneematsch oder Glätte müssen geeignete Reifen montiert sein. Winter- und Ganzjahresreifen benötigen dafür das Alpine-Symbol, eine reine M+S-Kennzeichnung reicht nicht aus. Vor der Montage sollten Autofahrer Profiltiefe und Zustand der Reifen kontrollieren. Gesetzlich sind mindestens 1,6 Millimeter Profil vorgeschrieben, der ADAC empfiehlt für Winterreifen aus Sicherheitsgründen mindestens vier Millimeter.

2. Die gesamte Beleuchtung testen. In der dunkleren Jahreszeit müssen Autofahrer gut sehen und selbst gut zu erkennen sein. Deshalb sollten sie Abblend- und Fernlicht, Blinker, Bremsleuchten, Rückleuchten und Nebelschlussleuchte prüfen. Schmutzige Leuchten sollten gereinigt, defekte Lampen repariert werden. Auch die Einstellung der Scheinwerfer ist wichtig: Stehen sie zu tief, wird die Fahrbahn schlechter ausgeleuchtet; stehen sie zu hoch, blenden sie andere. Bei Nebel sollten sich Autofahrer nicht allein auf die Lichtautomatik verlassen, sondern das Abblendlicht selbst einschalten.

„Gerade auf dem Weg zur Arbeit und zurück fahren viele Menschen im Herbst wieder häufiger im Dunkeln. Ein kurzer Rundgang ums Auto zeigt, ob alle Leuchten funktionieren. Die richtige Einstellung der Scheinwerfer sollte eine Fachwerkstatt prüfen“, sagt Jürgen Schell, Technikexperte beim ADAC Nordrhein.

Der ADAC in Nordrhein-Westfalen bietet im Oktober wieder einen kostenlosen Licht-Test an, um die Verkehrssicherheit auf NRWs Straßen und Radwegen zu erhöhen. In den ADAC Prüfzentren Köln, Oberhausen, Dortmund, Gelsenkirchen, Münster und Siegen sowie an den Mobilen ADAC Prüfstationen (u.a. Willich, Rheinberg, Krefeld, Kevelaer, Düsseldorf, Duisburg) checken die Technik-Experten des Clubs die Beleuchtung von Autos und Fahrrädern. Mehr dazu hier.

3. Scheiben innen und außen gründlich reinigen. Tiefstehende Sonne kann durch eine verschmutzte Windschutzscheibe stark blenden. Das gilt auch für einen Schmutzfilm auf der Innenseite, der oft erst bei Gegenlicht auffällt. Autofahrer sollten deshalb alle Scheiben regelmäßig reinigen und vor jeder Fahrt vollständig von Beschlag befreien. Die Klimaanlage kann helfen, Feuchtigkeit aus der Innenraumluft zu entfernen. Wer trotz Sonnenblende stark geblendet wird, sollte Geschwindigkeit und Fahrweise an die eingeschränkte Sicht anpassen.


4. Scheibenwischer auf Schlieren prüfen. Herbstregen zeigt schnell, ob die Wischerblätter noch zuverlässig arbeiten. Bleiben Streifen zurück, rubbeln die Wischer oder reinigen sie Teile der Scheibe nicht mehr, sollten die Blätter überprüft und gegebenenfalls ersetzt werden. Wischerblätter sollten regelmäßig mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. „Auch Laub und Schmutz im Bereich unterhalb der Windschutzscheibe sollten regelmäßig entfernt werden, damit sie nicht über die Scheibe gewischt werden. Eine klare Scheibe ist besonders bei Dunkelheit und Gegenverkehr wichtig“, erklärt der ADAC Experte.


5. Scheibenwaschanlage und weitere Flüssigkeiten kontrollieren. Der Behälter der Scheibenwaschanlage sollte ausreichend gefüllt sein. Bereits jetzt, sprich rechtzeitig vor den ersten Frostnächten, empfiehlt der ADAC einen Reiniger mit Frostschutz bis mindestens minus 15 Grad zu verwenden. Außerdem sollten Autofahrer den Motorölstand sowie den Kühlmittelstand und dessen Frostschutzgehalt überprüfen. Den Kühlmittelbehälter dürfen sie nur bei kaltem Motor öffnen: Bei heißem Motor kann Flüssigkeit unter Druck austreten und Verbrennungen verursachen.


6. Batterie bei Startproblemen testen lassen. Dreht der Anlasser bereits an kühlen Morgen hörbar langsamer oder springt das Auto nur schwer an, sollte die Batterie geprüft werden. Sinkende Temperaturen belasten eine geschwächte Batterie zusätzlich. Ein Test in der Werkstatt kann zeigen, ob sie noch ausreichend leistungsfähig ist oder ersetzt werden sollte. So lässt sich das Risiko einer Panne an einem kalten Morgen verringern.


„Wichtig ist, den Herbstcheck nicht bis zum ersten Frost aufzuschieben. Reifenwechsel, Frostschutz und ein Batterietest lassen sich jetzt in Ruhe erledigen. Wenn das Auto schon bei milden Temperaturen schwer anspringt, sollte man die Ursache prüfen lassen“, sagt ADAC Technikexperte Jürgen Schell.

Der ADAC Wintercheck bietet allen Autofahrenden, die auf Nummer sicher gehen wollen, die Möglichkeit, das eigene Fahrzeug noch einmal gründlich von einem ADAC Technik-Experten prüfen zu lassen. Die umfassende Kontrolle beinhaltet 39 Prüfpunkte, dabei werden für die kalte Jahreszeit besonders Motor und Antrieb, die Bodengruppe, Bereifung, Bremsanlage, Beleuchtung, Sicherheitseinrichtung sowie Lenkung und Fahrwerk unter die Lupe genommen. Termine in den ADAC Prüfzentren in Köln und Oberhausen sowie in der Mobile Prüfstation (Termine und Standorte unter adac.de/nrw) können unter der 0221 4727 628 vereinbart werden.

Ein O-Ton-Paket (Audio) sowie Fotos (Quellenangabe) zur redaktionellen Verwendung finden Sie hier: https://presse.adac-nrh.de/s/txXskzbMofKgteo


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