ADAC Preisanalyse 2026: Camping in NRW wird teurer
Trotz starker Preiserhöhungen bleibt Campingurlaub in NRW laut ADAC Preisanalyse weiter günstiger als in vielen anderen Bundesländern.

Die Campingpreise in Nordrhein-Westfalen steigen 2026 stärker als in jedem anderen Bundesland. Das zeigt die aktuelle Preisanalyse von PiNCAMP, dem Campingportal des ADAC. Mit einem Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet NRW den größten Preisanstieg im bundesweiten Vergleich. Eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind zahlt demnach in der Hochsaison 2026 durchschnittlich 40 Euro pro Nacht – das sind rund sechs Euro mehr pro Nacht als 2025, aber immer noch weniger als der Bundesdurchschnitt von 41 Euro.
Nordrhein-Westfalen liegt im bundesweiten Mittelfeld
Trotz starker Preiserhöhungen bleibt Campingurlaub in NRW weiter günstiger als in vielen anderen Bundesländern. Das teuerste Camping-Bundesland ist Brandenburg mit Hochsaisonpreisen von je 45 Euro pro Übernachtung, gefolgt von Baden-Württemberg mit 44 Euro, Mecklenburg-Vorpommern mit 43 und Bayern mit 42 Euro. Am günstigsten ist Camping mit nur 34 Euro pro Übernachtung in Thüringen.
„In NRW punkten viele Campingplätze mit Natur und direktem Seezugang“, sagt Dirk Schneider, Campingexperte beim ADAC in NRW. „Dennoch sind die Campingplätze in den beliebten Urlaubsregionen in Süddeutschland und an der Küste vergleichsweise noch deutlich teurer als bei uns.“
Große regionale Preisunterschiede innerhalb von NRW
Auch innerhalb von NRW lohnt sich bei der Urlaubsplanung ein Campingplatz-Vergleich, denn zwischen den einzelnen Regionen unterscheiden sich die Preise enorm. Am teuersten ist Camping im Weserbergland: Familien zahlen dort durchschnittlich 50 Euro pro Nacht. Die Region verzeichnet mit einem Plus von 32 Prozent den stärksten Preisanstieg im Bundesland. Deutlich günstiger ist Camping im Ruhrgebiet (35 Euro) und im Münsterland (37 Euro). Zwischen der teuersten und der günstigsten Region liegt damit ein Preisunterschied von rund 15 Euro pro Nacht.
„Einige Campingplätze liegen bei den Übernachtungspreisen deutlich über dem NRW-Schnitt, was an der hohen Nachfrage und der sehr guten Übernachtungsqualität liegt“, erklärt Dirk Schneider. „Unser Spar-Tipp: Nach Möglichkeit außerhalb der Sommerferien reisen, denn die Preise in der Nebensaison sind im Schnitt rund neun Prozent günstiger.“
Deutschland im europäischen Vergleich weiterhin günstig
Auch im internationalen Vergleich bleibt Camping in Deutschland relativ preiswert. Mit durchschnittlich 41 Euro pro Nacht gehört Deutschland – nach Norwegen (38 Euro) und Schweden (40 Euro) – zu den günstigsten Campingländern Europas. Gegenüber dem Vorjahr steigen die Preise bundesweit um etwa sieben Prozent und liegen damit im europäischen Durchschnitt. In klassischen Urlaubsländern ist das Preisniveau weiterhin deutlich höher, etwa in Kroatien (73 Euro), Italien (63 Euro) oder der Schweiz (61 Euro).
Methodik: Die PiNCAMP Preisanalyse 2026 basiert auf den ausgewiesenen Übernachtungspreisen der Hochsaison 2026. Ausgewertet wurden die Preisangaben von rund 2.300 Campingplätzen in den wichtigsten Urlaubsländern deutscher Camper. Grundlage der Berechnung ist der Gesamtpreis pro Nacht für eine Familie (zwei Erwachsene und ein Kind bis zehn Jahre) inklusive Standplatz für ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen mit Zugfahrzeug. Zeltplätze wurden nicht berücksichtigt.
Wichtiger Hinweis: Die Methodik der Analyse wurde leicht angepasst, direkte Vergleiche mit den Daten aus früheren Pressemitteilungen sind daher nicht möglich, da auf Basis der neuen Methodik auch die Vorjahreswerte (2025) neu berechnet wurden.
Über PiNCAMP: PiNCAMP ist das Campingportal der drei großen Mobilitätsclubs ADAC (Deutschland), ANWB (Niederlande) und TCS (Schweiz). Die Plattform bietet Informationen, Bewertungen und Buchungsmöglichkeiten für ca. 14.700 aktive Campingplätze in Europa. Weitere Informationen: www.pincamp.de
Eine ADAC Übersicht mit Top-Campingplätzen in NRW finden Sie auf adac.de/nrw oder auf pincamp.de/deutschland/nordrhein-westfalen.
Camping-Service des ADAC in NRW: An der Campingstation in Hürth-Gleuel bei Köln (Innungstraße 16-18) sowie in den ADAC Prüfzentren Dortmund (Freie-Vogel-Straße 393) und Oberhausen (Lessingstraße 2) gibt es eine Wohnwagen-/Wohnmobil-Waage inkl. Beladungsanalyse. In Hürth und Oberhausen prüfen die Technik-Experten des Clubs auch die Gasanlage und Campingausstattung und führen einen Sicherheitscheck an Wohnmobil/Wohnwagen durch. Regelmäßige Wiege- und Infotage finden auch beim ADAC in Bielefeld statt. Für alle Prüfleistungen ist vorab eine Terminbuchung erforderlich. Kontaktdaten, Preise und Anmeldung unter adac.de/nrw. In der Campingstation können auch Wohnmobile gemietet werden.
Die meistgefragten Campingplätze auf dem Campingportal PiNCAMP in NRW 2025 finden Sie hier: ADAC: Das sind die gefragtesten Campingplätze 2025 in NRW
Fotos (Quelle: PiNCAMP) und ein O-Ton-Paket (Audio) zur redaktionellen Verwendung können Sie hier herunterladen: https://cloud.adac-nrh.de/s/B5N6J9fZefMoY8H
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