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Nordrhein-Westfalen | 05.09.2018

Senioren am Steuer haben zu Unrecht einen schlechten Ruf

Der ADAC Nordrhein spricht sich gegen eine Altersgrenze beim Führerschein aus. Auch eine gesetzlich angeordnete Überprüfung der Fahreignung bei Erreichen eines bestimmten Alters lehnt der Automobilclub ab.

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Der ADAC Nordrhein spricht sich gegen eine Altersgrenze beim Führerschein aus. Auch eine gesetzlich angeordnete Überprüfung der Fahreignung bei Erreichen eines bestimmten Alters lehnt der Automobilclub ab. „Alterungsprozesse verlaufen individuell sehr unterschiedlich. Entscheidend für eine unfallfreie Teilnahme am Straßenverkehr ist nicht das Lebensalter, sondern der Gesundheitszustand des Fahrers und die erworbene Fahrroutine“, sagt Verkehrsexperte Dr. Roman Suthold und ergänzt: „Senioren am Steuer haben oft einen schlechten Ruf – zu Unrecht!“ Die Unfallstatistik belegt: Obwohl Menschen über 65 Jahre 21 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, verursachen sie nur etwa 15 Prozent aller Unfälle. Damit haben Senioren im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil eine unterproportionale Unfallbeteiligung.

„Ältere Fahrer zeichnen sich in der Regel durch einen situativ angepassten Fahrstil sowie vorausschauendes Fahren aus. Viele Senioren meiden die Hauptverkehrszeiten, verzichten auf riskante Fahrmanöver und halten zudem mehr Sicherheitsabstand“, erklärt der Verkehrsexperte. Probleme bereitet aufgrund eingeschränkter Mobilität häufiger der Schulterblick. Auch die Reaktionsschnelligkeit nimmt mit zunehmendem Alter ab. „Wir empfehlen, sich freiwillig regelmäßig ärztlich untersuchen zu lassen. Das gilt vor allem auch für das Sehvermögen. Gesundheitliche Probleme und mögliche Konsequenzen für das Autofahren sollten im vertraulichen Gespräch zwischen Arzt und Patient geklärt werden“, sagt Suthold. Der ADAC Nordrhein rät außerdem zu einer kritischen Reflektion des eigenen Fahrverhaltens. Dazu bietet sich zum Beispiel die Teilnahme an einem Fahr-Fitness-Check oder Fahrsicherheitstraining des ADAC an.

ADAC Fahr-Fitness-Check: Der ADAC Fahr-Fitness-Check richtet sich an ältere, noch regelmäßig Auto fahrende Menschen. Während einer Fahrstunde (45 Minuten) in gewohnter Umgebung und mit dem eigenen Auto zeigt ein speziell ausgebildeter Fahrlehrer mögliche Schwachstellen auf, gibt konkrete Hilfestellungen oder bestätigt, dass alles in Ordnung ist. Anschließend folgt eine intensive Auswertung und der Fahrlehrer spricht eine Empfehlung zur weiteren Teilnahme am Straßenverkehr aus. Wichtig: Der Check ist freiwillig. Es handelt sich nicht um eine reduzierte Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU). Auch eine Meldung an Behörden erfolgt nicht. Der ADAC Fahr-Fitness-Check kostet ab 59 Euro für Mitglieder, Nicht-Mitglieder zahlen ab 79 Euro. Weitere Infos und Anmeldung unter vku@nrh.adac.de oder 0221 47 27 626.

 

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