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Nordrhein-Westfalen | 04.03.2020

ADAC Luftrettung 2019: NRW-Hubschrauber flogen 7162 Einsätze

Einsatzursache Nummer eins für die ADAC Rettungshubschrauber aus Nordrhein-Westfalen waren bei 31,8 Prozent der Flüge Unfälle mit Verletzungen aus den Bereichen Freizeit, Sport, Schule und Verkehr.

Rettungshubschrauber der ADAC Luftrettung. (Foto: ADAC Luftrettung gGmbH; Uwe Rattay)

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Die sechs in Nordrhein-Westfalen stationierten Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber der gemeinnützigen ADAC Luftrettung flogen 2019 zu 7162 Einsätzen in NRW, angrenzenden Bundesländern und im benachbarten Ausland (2018: 7471). Der in Würselen bei Aachen stationierte „Christoph Europa 1“ war mit 1706 Einsätzen (2018: 1883) erneut am häufigsten unterwegs. Es folgten „Christoph 25“ aus Siegen mit 1401 Einsätzen (2018: 1376), „Christoph Europa 2“ aus Rheine mit 1249 Einsätzen (2018: 1226) sowie „Christoph 8“ aus Lünen mit 1122 Einsätzen (2018: 1202). Die hauptsächlich für die Verlegung von Patienten eingesetzten Intensivtransporthubschrauber „Christoph Westfalen“ aus Greven und „Christoph Rheinland“ aus Köln kamen auf 1019 (2018: 1013) sowie 665 (2018: 771) Einsätze.

Einsatzursache Nummer eins für die ADAC Rettungshubschrauber aus Nordrhein-Westfalen waren bei 31,8 Prozent der Flüge Unfälle mit Verletzungen aus den Bereichen Freizeit, Sport, Schule und Verkehr. Danach folgten Notfälle des Herzkreislauf-Systems (z.B. Herzinfarkt) mit 23 Prozent und neurologische Notfälle (z.B. Schlaganfall) mit 15 Prozent. Gerade die in Greven (28 Prozent) und Lünen (24 Prozent) stationierten Hubschrauber rückten überdurchschnittlich häufig zu Verkehrsunfällen aus.

Insgesamt flogen die Piloten der gemeinnützigen ADAC Luftrettung im vergangenen Jahr zu 53.967 Einsätzen. Damit erreichten die fliegenden „Gelben Engel“ mit täglich fast 150 Notfällen annähernd das Vorjahresniveau (54.356). „So eine hohe Einsatzdichte in einem hochkomplexen und risikobehafteten Umfeld ist nur durch die hohe Professionalität und das große Engagement der Crews möglich“, betont Frédéric Bruder, der Geschäftsführer der ADAC Luftrettung. Im Bundesländer-Vergleich waren die Hubschrauber aus Bayern am häufigsten unterwegs (12.549 Einsätze). Im Freistaat befinden sich mit acht auch die meisten der 37 Stationen der ADAC Luftrettung. Die sechs NRW-Hubschrauber liegen in der Einsatztabelle auf Rang drei. Unter den versorgten Patienten waren 2019 mit 58 Prozent wieder etwas mehr Männer als Frauen. Acht Prozent der Patienten waren Kinder oder Jugendliche.

Weiter erhöht hat sich die Zahl der Spezialeinsätze. 2815 Einsätze absolvierten die ADAC Hubschrauber in der Dämmerung und bei Dunkelheit. Solche Einsätze fliegen die Crews der Stationen in Greven (Westfalen), Senftenberg (Sachsen), Sanderbusch (Niedersachsen) und Mainz (Rheinland-Pfalz). Möglich sind derart hochanspruchsvolle Rettungseinsätze unter anderen durch spezielle Nachtsichtbrillen. Sie sind Teil eines hochmodernen „Night-Vision-Imaging-Systems“, kurz NVIS genannt.

Bei ihrer Arbeit können die Crews auf die modernsten Rettungshubschrauber des Typs H145 und H135 von Airbus Helicopters zurückgreifen. Mit ihnen wurden 2019 rund 3,45 Millionen Kilometer zurückgelegt. Das sind rund 150.000 Kilometer mehr als ein Jahr zuvor. Die durchschnittliche Flugzeit bei einem Einsatz betrug rund 30 Minuten.

Die Erfolgsgeschichte der zivilen Luftrettung in Deutschland ist untrennbar mit der Erfolgsgeschichte der ADAC Luftrettung verbunden, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum feiert. Im November 1970 nahm der erste permanent eingesetzte Rettungshubschrauber „Christoph 1“ des ADAC in München seinen Dienst auf – die Geburtsstunde der Luftrettung in Deutschland. Heute arbeiten für die ADAC Luftrettung bundesweit fast 1100 Menschen – darunter rund 160 Piloten, etwa 250 Notfallsanitäter (TC HEMS) und rund 600 Notärzte. In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH: Mit mehr als 50 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem und werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient in eine geeignete Klinik transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2017 ist die ADAC Luftrettung ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.
 

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