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Nordbayern | 24.01.2019

Zeit zum Handeln! ADAC Nordbayern befürwortet Überprüfung der EU-Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide

Gesundheitliche Relevanz der aktuellen Grenzwerte für Stickoxide (NOx) und Feinstaub von Experten angezweifelt +++ Kritik an wissenschaftlicher Methodik bei Festlegung der Grenzwerte +++ ADAC fordert Überprüfung

Nordbayern. Die aktuellen EU-Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide und deren gesundheitsrelevanten Auswirkungen werden von immer mehr Experten bezweifelt. Eine überwiegend aus Lungenärzten bestehende Gruppe von Wissenschaftlern sieht in der regionsabhängigen Immissionsbelastung durch Luftschadstoffe keine fundierte Begründung für die aktuell geltenden Grenzwerte. In Anbetracht dieser Erkenntnisse sowie der bereits in einigen Städten auf den Grenzwerten basierenden eingeführten Fahrverbote, fordert der ADAC eine Überprüfung der gesetzlichen Grenzwertvorgaben.

„Wenn Bürger von Fahrverboten betroffen sind, müssen sie sich darauf verlassen können, dass die geltenden Grenzwerte wissenschaftlich begründet sind“, betont Ulrich Klaus Becker, Vizepräsident des ADAC. „Die Kritik an der Herleitung der Immissionsgrenzwerte für Feinstaub und Stickoxide muss die EU-Kommission zum Anlass nehmen, deren wissenschaftliche Basis zu überprüfen. Dies muss Gegenstand des Prüfauftrags für die Luftqualitätsrichtlinie sein, der im Arbeitsprogramm 2019 der EU-Kommission enthalten ist.“

Thomas Dill, Vorstandsmitglied Verkehr, Technik, Umwelt beim ADAC Nordbayern e.V. stimmt zu und stellt heraus: „Gesundheit geht immer vor individueller Mobilität. Gerade deshalb sollte die aktuelle Kritik an den geltenden Grenzwerten ernstgenommen werden. Wenn die durch Fahrverbote herbeigeführte geringere Immissionsbelastung letztlich nicht die erwünschten positiven Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen hat, ist Niemandem geholfen. Wir als Mobilitätsdienstleister fordern im Namen der Autofahrer klare Verhältnisse. Für weitreichende Entscheidungen wie Fahrverbote sollte eine fundierte wissenschaftliche Grundlage obligatorisch sein.“
 


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