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Nordbayern | 07.08.2019

Die Rettungsgasse rettet Leben im In- und Ausland

+++ Der ADAC Nordbayern informiert ausländische Kraftfahrer mit mehrsprachigen Flyern über das korrekte Bilden der Rettungsgasse +++ In den europäischen Nachbarländern gelten zum Teil andere Regeln für die Rettungsgasse +++ #TeamRettungsgasse auch in den sozialen Medien +++

Nürnberg/Nordbayern. Sobald es auf der Autobahn stockt heißt es: Rettungsgasse bilden! Auch wenn das System stetig besser funktioniert, fehlt an vielen Stellen noch immer die Aufmerksamkeit, der Wille oder gar das Wissen, wie man sich bei Staubildung auf der Autobahn richtig verhält.
In Deutschland muss die Rettungsgasse zwischen dem linken und den übrigen Fahrstreifen gebildet werden. Die Pflicht der Rettungsgasse gilt nicht nur in Deutschland, denn auch in den europäischen Nachbarstaaten ist ein schnelles Durchkommen der Rettungsmannschaften immens wichtig. Im Ausland gelten bezüglich der Rettungsgasse aber oft andere Regeln als hierzulande. Manchmal gibt es sogar gar keine Regelung. Der ADAC Nordbayern klärt auf, wie es in unseren Nachbarländern aussieht.

Österreich und Slowenien
Die Pflicht, eine Rettungsgasse zu bilden, besteht auf Autobahnen und Schnellstraßen mit mindestens zwei Fahrspuren je Richtung. Auf zwei- oder mehrspurigen Fahrbahnen müssen sich alle Verkehrsteilnehmer bereits bei stockendem Verkehr auf der linken Spur so weit links wie möglich einordnen. Alle Fahrzeuge auf den anderen Spuren orientieren sich so weit wie möglich nach rechts.

Frankreich und Spanien
Eine Regelung wie in Deutschland gibt es nicht, allerdings müssen Sie Einsatzfahrzeugen die Möglichkeit geben, an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbeizufahren.

Luxemburg
Auf einer zweispurigen Straße muss in der Mitte eine Rettungsgasse gebildet werden. Bei drei Fahrstreifen in einer Richtung wird sie zwischen der äußeren linken und den übrigen Spuren gebildet. Autofahrer dürfen dabei auch auf den Pannenstreifen ausweichen.

Italien und Niederlande
Hier gibt es keine speziellen Vorschriften.

Schweiz und Tschechien
Auf Autobahnen mit zwei Fahrstreifen muss für Einsatzfahrzeuge eine Rettungsgasse in der Mitte der zwei Fahrstreifen frei bleiben. Wie in Deutschland muss sie bei mehrspurigen Fahrbahnen zwischen der linken und den anderen Spuren gebildet werden.

Um das Wissen über die Gesetzeslage in Deutschland noch weiter zu verbreiten, hat das bayerische Innenministerium in Kooperation mit dem ADAC in Bayern einen mehrsprachigen Informationsflyer herausgegeben. Zusätzlich zur deutschen und englischsprachigen Beschreibung können auch Polnisch-, Tschechisch- und Ungarisch-sprechende Kraftfahrer und Urlauber die Bildung der Rettungsgasse in ihrer Landessprache lesen und verstehen. Für viele eine große Hilfe, da die Rettungsgasse zwar in einigen Ländern Pflicht ist, aber es keine europaweit einheitliche Regelung gibt.
Verkehrsexperte Jürgen Hildebrandt vom ADAC Nordbayern e.V. erklärt: „Gerade für Berufskraftfahrer, die tausende von Kilometern quer durch Europa touren und viele unterschiedliche Verkehrsregeln im Kopf haben müssen, sind leicht zugängliche Informationen in der eigenen Landessprache sinnvoll. So ein Flyer hilft dann nicht nur dem Verkehrsteilnehmer richtig zu reagieren, sondern er hilft vor allem den Rettungskräften zügig durch den Verkehr zu kommen und Leben zu retten.“

Um auch die neuen Medien zu bedienen und an die jüngeren Zielgruppen zu gelangen, hat sich der ADAC in Bayern nun an einer Social Media-Kampagne beteiligt. Initiatoren der Kampagne #TeamRettungsgasse sind das Polizeipräsidium Schwaben Nord und das Bayerische Rote Kreuz – Kreisverband Augsburg-Land. Ziel dieser ist es, mit Humor, Kreativität und Augenzwinkern auf das brisante Thema hinzuweisen. Die Verkehrsteilnehmer sollen nicht belehrt werden, sondern die Rettungsgasse in einer speziellen Form wahrnehmen und sich somit mit dem Thema beschäftigen.
Auf Bobby Cars, welche zusammen mit dem Autobahn-Teppich vom ADAC Nordbayern für den Dreh gestellt wurden, zeigt der ADAC Südbayern wie die Rettungsgasse funktioniert: die linke Spur fährt nach links, alle anderen nach rechts. Im dazu gehörigen Facebook Video-Post wurden nun das Bayerische Innenministerium und Antenne Bayern dazu aufgerufen, sich an der Kampagne zu beteiligen und ebenfalls ein Video zur Rettungsgasse zu posten und somit ein Teil des #TeamRettungsgasse zu werden.

ADAC Südbayern YouTube Video: https://youtu.be/vsI9fLJKHKY
Kampagne: https://www.polizei.bayern.de/schwaben/verkehr/index.html/299246

Weitere Infos zur Rettungsgasse unter: www.adac.de/rettungsgasse
 


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