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Nordbayern | 03.11.2026

Mobilitätsmonitor: Nürnberger zufriedener mit ÖPNV

+++ Nürnberg verbessert sich im Städteranking um fünf Plätze +++ Gesamtindex sinkt jedoch +++ Zufriedenheit beim Pkw-Verkehr rückläufig +++

Nürnberg: In der 2026 erneut durchgeführten Mobilitätsbefragung in 29 Mittelgroßstädten sowie in Nürnberg des ADAC Monitors „Mobil in der Stadt“ konnte sich die Stadt innerhalb des Städterankings im Vergleich zu 2021 von Rang 16 auf Rang 11 verbessern. Der Gesamtindex für Nürnberg war mit minus drei Punkten leicht rückläufig.

Erhoben wurde die subjektive Zufriedenheit von Einwohnern und Pendlern / Besuchern mit ihrer persönlichen Mobilität in den vier Fortbewegungsarten PKW, ÖPNV, Fahrrad und zu Fuß. Dabei konnten die Teilnehmenden der Befragung Nutzungsaspekte auf einer Skala von 1 bis 6 zwischen sehr zufrieden und überhaupt nicht zufrieden bewerten. Aus den Bewertungen ergibt sich ein Gesamtindex, bei dem die prozentualen Anteile der beiden Top-Abstimmungen (Bewertung 1 und 2) und die beiden negativen Abstimmungen (Bewertung 5 und 6) gegengerechnet wurden.

Baustellenmanagement erneut stark kritisiert
Wie bereits vor fünf Jahren wurde der PKW-Verkehr in Nürnberg am negativsten bewertet (der Gesamtindex sank von -3 auf -9 Punkte). Hier wiederum hat sich vor allem der Bereich Baustellenmanagement (-24 Punkte) im Vergleich zur vorherigen Befragung verschlechtert. Zudem wurde die Höhe der Parkgebühren moniert (-5 Punkte auf insgesamt -35). Sehr negativ wurde das regelkonforme Verhalten von E-Scooter-Fahrenden bewertet (insgesamt -38 Punkte), beim Verhalten der Fußgänger hingegen verbesserte sich der Index von 17 auf 19 Punkte. Auch beim regelkonformen Verhalten der Autofahrenden gab es eine leichte Verbesserung um 5 Punkte.

ÖPNV konnte zulegen
Der Gesamtindex ÖPNV konnte im Vergleich zu 2021 um 5 Punkte zulegen. Hier war die Zufriedenheit vor allem in den Bereichen Zuverlässigkeit (+7 Punkte), Platzangebot in den Fahrzeugen (+11 Punkte) sowie Länge der Wege beim Umsteigen (+14 Punkte) höher. Negativer wurde die Verständlichkeit des Tarifsystems (-6 Punkte), das Sicherheitsgefühl an den Haltestellen (-10 Punkte) und die Barrierefreiheit bewertet (-12 Punkte). Weitgehend gleich blieb die Einschätzung der Infos durch Anbieter bei Störungen (+1 Punkt), die Bereitstellung von Fahrtinformationen (+1 Punkt) und die Taktung (-2 Punkte).

Zufriedenheit beim Radverkehr weitgehend konstant
Beim Radverkehr ging der Gesamtindex nur leicht um 1 Punkt zurück. Schlechter wurde hier die Wartezeit an Ampeln (-8 Punkte), die Verfügbarkeit von öffentlichen Leihfahrrädern (-11 Punkte) sowie das regelkonforme Verhalten von Fußgängern (-16 Punkte) bzw. Autofahrern (-10 Punkte) bewertet. Steigerungen gab es beim Zustand der Radwege (+6 Punkte), beim Angebot an Radwegen (+4 Punkte) und bei der Frage nach der Verfügbarkeit von direkten Wegen zum gewünschten Ziel (+10 Punkte). Ähnliche Bewertungen wie in der früheren Befragung waren bei der Verfügbarkeit von Fahrradstellplätzen an öffentlichen Einrichtungen (+1 Punkt) und beim Sicherheitsgefühl (+2 Punkte) zu verzeichnen.

Rückgänge bei der Zufriedenheit der Fußgänger
Nürnbergs Fußgänger waren insgesamt 2026 weniger zufrieden als vor fünf Jahren (Gesamtindex:-10 Punkte). Hier wurde der Zustand der Gehwege negativer eingeschätzt (-18 Punkte). Auch das Sicherheitsgefühl war mit 15 Punkten Abnahme stark rückläufig. Gleiches gilt für die Verfügbarkeit von Sitzmöglichkeiten entlang von Gehwegen (- 12 Punkte). Verbessert hat sich die Zufriedenheit mit der Wartezeit an Ampeln (+ 4 Punkte) und die Kategorie „Direkte Wege zu meinen Zielen“ (+4 Punkte). Genau gleich blieb die Einschätzung der Befragten beim Angebot direkter Wege zum jeweiligen Ziel und der Frage nach der Einschätzung des regelkonformen Verhaltens von Autofahrenden.


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