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Nordbayern | 05.03.2020

Die ADAC Luftrettung veröffentlicht Einsatzbilanz 2019

Christoph 18 aus Ochsenfurt bleibt meist alarmierter Hubschrauber Bayerns +++ Über 30 Prozent der Einsätze erfolgten zur Lebensrettung nach Unfällen +++ ADAC Luftrettung wird 50 Jahre alt

Nürnberg / Nordbayern. Schnelle Hilfe bei Notfällen, dafür ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung bekannt. Seit nunmehr 50 Jahren sind die gelben Rettungshubschrauber am Himmel und bei Notfällen zu sehen. Auch im Jahr 2019 hoben die Retter wieder fast 54.000 Mal zu Einsätzen ab. Dazu wurde am 5. März die Einsatzbilanz der ADAC Luftrettung veröffentlicht.

1968 Einsätze flog allein Christoph 18 aus Ochsenfurt im Jahr 2019. Damit belegt er gleichzeitig Platz vier der meist alarmierten Stationen in Deutschland und Platz eins der meisten Alarmierungen in Bayern. Die Retter aus Bayreuth (Christoph 20) und Dinkelsbühl (Christoph 65) hoben zu 1486 bzw. 1528 Einsätzen ab. Von Nordbayern aus flogen die drei Hubschrauber der ADAC Luftrettung insgesamt 4982 Einsätze: davon 4274 in Bayern, 678 in Baden-Württemberg und 30 weitere Einsätze in weiteren angrenzenden Bundesländern.
Deutschlandweit flogen die Gelben Engel 53.967 Einsätze und legten dabei etwa 3,45 Millionen Kilometer zurück – etwa 150.000 Kilometer mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche Flugzeit bei einem Einsatz betrug rund 30 Minuten.

Am häufigsten mussten die Maschinen zu Verletzungen nach Unfällen (32 Prozent) ausrücken. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Schul- und Verkehrsunfälle. Dahinter folgen mit 29 Prozent Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen. In 15 Prozent der Fälle diagnostizierten die Lebensretter aus der Luft neurologische Notfälle wie zum Beispiel einen Schlaganfall. Bei acht Prozent war ein Notfall des Atmungssystems wie akute Atemnot oder Asthma die Ursache.

Bundesweit arbeiten für die ADAC Luftrettung, die ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung ist, fast 1.100 Menschen – darunter rund 160 Piloten, etwa 250 Notfallsanitäter (TC HEMS) und rund 600 Notärzte. In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten.

Die Luftrettung in Deutschland wird in diesem Jahr 50 Jahre alt - und mit ihr die ADAC Luftrettung. Die Erfolgsgeschichte der zivilen Luftrettung in Deutschland ist untrennbar verbunden mit der Erfolgsgeschichte der ADAC Luftrettung, die im November 1970 mit der Indienststellung des ersten permanent eingesetzten Rettungshubschraubers „Christoph 1“ in München durch den ADAC ihren Lauf nahm. „Mit dem ADAC e.V. als treibende Kraft und Initiator sowie weiteren starken Partnern konnte ein weltweit einmaliges und nahezu flächendeckendes Netz von Rettungshubschrauber-Stationen in ganz Deutschland aufgebaut werden. Dem Engagement der ADAC Luftrettung in den vergangenen 50 Jahren verdanken viele tausend Menschen ihr Leben“, so Dr. Andrea David, Vorstand der ADAC Stiftung, zu der die ADAC Luftrettung seit 2017 gehört.


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