Die ADAC Luftrettung fliegt erneut rund 49.000 Einsätze
+++ Meiste Einsätze 2025 in Bayern +++

Nürnberg / Nordbayern. Die fliegenden Gelben Engel der ADAC Luftrettung sind 2025 erneut zu bundesweit rund 49.000 Einsätzen ausgerückt. Damit wurden die ADAC Rettungshubschrauber pro Tag im Durchschnitt zu 134 Notfällen alarmiert. Das geht aus der zum heutigen Tag des Notrufs veröffentlichten Jahresbilanz der gemeinnützigen Rettungsdienstorganisation hervor. Unter den 48.908 Einsätzen (Vorjahr 49.048) waren mit 3.314 fünf Prozent mehr Flüge in der Dunkelheit. Ebenfalls um fünf Prozent auf 580 erhöhte sich die Zahl der hochanspruchsvollen Spezialeinsätze mit Rettungswinde. Die meisten Einsatzorte lagen 2025 in Bayern mit 11.742 (Vorjahr 12.015), hier befinden sich auch die meisten Stationen.
Der im nordbayerischen Ochsenfurt stationierte Hubschrauber „Christoph 18“ hatte mit 1.942 Einsätzen die meisten Alarmierungen der bayerischen Stationen. Bundesweit steht „Christoph 18“ in Bezug auf die Zahl der Einsätze damit auf Rang zwei. „Christoph 65“ aus Dinkelsbühl kam auf 1.285 Flüge, „Christoph 20“ aus Bayreuth hatte 1.538 Einsätze. Insgesamt hoben die drei Helikopter von Nordbayern aus zu 4.765 Einsätzen ab, davon 4.316 Mal zu Notfällen in Bayern. Darüber hinaus waren sie auch 417 Mal im benachbarten Baden-Württemberg im Einsatz sowie in Thüringen (17), Sachsen (6), Rheinland-Pfalz (4), Hessen (3), Niedersachsen (1), und Sachsen-Anhalt (1).
Häufigste Einsatzgründe waren in fast jedem dritten Fall (31 Prozent) Verletzungen nach Unfällen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Arbeits-, Schul- und Verkehrsunfälle. Bei etwa jeder vierten Alarmierung (26 Prozent) lagen Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen vor. In 13 Prozent der Fälle diagnostizierten die ADAC Luftretter neurologische Notfälle wie zum Beispiel einen Schlaganfall, in acht Prozent war akute Atemnot oder Asthma die Ursache. Bei fast jedem zehnten Patienten handelte es sich um Kinder oder Jugendliche.
Einsatzgründe der nordbayerischen Stationen:
• Christoph 18: 42 % Unfallverletzungen; 23 % Notfälle des Herzkreislaufsystems, 12 % neurologische Notfälle, 6 % Notfälle des Atmungssystems; 6 % internistische Erkrankungen, 10 % Sonstige.
• Christoph 20: 26 % Unfallverletzungen; 31 % Notfälle des Herz- / Kreislaufsystems; 13 % neurologische Notfälle; 8 % Notfälle des Atmungssystems; 9 % internistische Erkrankungen; 12 % Sonstige.
• Christoph 65: 40 % Unfallverletzungen; 23 % Notfälle des Herz- / Kreislaufsystems; 16 % neurologische Notfälle; 7 % Notfälle des Atmungssystems; 5 % internistische Erkrankungen; 9 % Sonstige.
Die ADAC Luftrettung setzt bewusst auf eine Mehrflottenstrategie und kann so bedarfsgerecht, nachhaltig und kosteneffizient auf die komplexen Herausforderungen im Rettungsdienst sowie auf sämtliche Einsatzszenarien adäquat reagieren. Bei ihrer Arbeit können die Crews der ADAC Luftrettung in Nordbayern auf modernste Rettungshubschrauber des Typs H135 zurückgreifen. Diese Helikopter sind wegen ihrer geringeren Größe besonders für Notfälle im innerstädtischen Bereich geeignet. Sie sind besonders wendig und verursachen weniger starken Abwind beim Starten und Landen. Zudem sind sie günstiger in der Anschaffung und verbrauchen weniger Kerosin. Zusätzlich setzt die ADAC Luftrettung in Zukunft auch auf die neuen Rettungshubschrauber-Generation H140 von Airbus Helicopters.
Um die notfallmedizinische Versorgung aus der Luft in Deutschland sicherzustellen, arbeiten für die ADAC Luftrettung gGmbH und deren Tochterunternehmen bundesweit mehr als 1500 Menschen – darunter rund 180 Piloten und Pilotinnen, rund 670 Notärzte und Notärztinnen, 245 Notfallsanitäter und Notfallsanitäterinnen (TC HEMS) und mehr als 200 Mitarbeitende aus Technik und Wartung. In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten. Die Station „Christophorus Europa 3“ in Suben, Österreich, wird gemeinsam mit dem ÖAMTC Christophorus Flugrettungsverein, Wien, betrieben. Die ADAC Luftrettung fliegt mit Hubschrauber und Piloten hier im Winterhalbjahr – im Sommer der ÖAMTC.
Presse Ansprechpartner