Auto waschen im Winter: Das müssen Sie beachten
+++ Die wichtigsten Tipps und Tricks zur winterlichen Wagenwäsche +++ Diese Aspekte sind bei der Fahrt in die Waschstraße wichtig +++

Nordbayern. Zwischen dem Rat das Auto möglichst häufig zu waschen und dem Tipp, mit dem eigenen Wagen einen möglichst großen Bogen um Waschplätze zu fahren, gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Meinungen. Wer hat also recht? Wir thematisieren die wichtigsten Aspekte zur Autowäsche im Winter.
Im Winter kann der eigene Wagen genauso oft wie in den Sommermonaten gewaschen werden. Reinigen Sie das Fahrzeug also auch im Winter frei nach Ihrem persönlichen Sauberkeitsempfinden.
Winterlicher Schmutz, beispielsweise eine aggressive, salzhaltige Lauge, muss nur bei einem durch Kratzer oder Abplatzungen vorgeschädigten Lack so oft wie möglich entfernt werden. Schadensfreie Lackoberflächen stecken diese Probleme jedoch mühelos weg. Durch werkseitige Hohlraumversiegelungen, verbesserten Unterbodenschutz und den Einsatz verzinkter Bleche gehören auch Korrosionsprobleme am Unterboden der Vergangenheit an.
Fallen die Temperaturen unter – 10 Grad Celsius, sollte die Waschanlage aber keinesfalls besucht werden. Denn so wie die Haut des Menschen auf extreme Temperaturschwankungen empfindlich reagiert, sollte man ähnliche Belastungen auch nicht dem Lack oder den Gummi- und Kunststoffteilen des Fahrzeugs zumuten. Vor allem vorgeschädigte oder nachlackierte Lackoberflächen sind für den Laien nicht immer gleich sichtbar, leiden aber langfristig unter dem Wärmeschock, wenn das ca. 10 bis 30 Grad warme Wasser der Waschanlage auf Fahrzeugteile trifft. Und ganz wichtig: Unbedingt vor der Einfahrt in die Waschanlage alle Reste von Schnee und Eis entfernen. Denn diese ziehen die Bürsten sonst wie Schmirgelpapier über den Lack. Die Folge: Starke Lackschädigungen durch Kratzer.
Günstige Waschprogramme sind gut und ausreichend – elementar wichtig ist jedoch eine Vorwäsche zum ersten Entfernen grober Schmutzpartikeln und zum lackschonenden Ausgleich der Temperaturunterschiede. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte den Unterboden von einem Fachmann nach Schäden kontrollieren lassen. So wird einem eventuellen Schaden durch Rost vorgebeugt.
Ein früherer ADAC Waschanlagen-Test hat ergeben: Prinzipiell sollte man für die Autowäsche eher die Waschstraße bevorzugen. Dies liegt vor allem an den verwendeten Bürsten-Materialen, denn diese bestehen aus lackschonendem Polyethylen. Auch eine manuelle Vorwäsche ist zu empfehlen, da diese ein essenzieller Bestandteil bei der Schmutzentfernung ist. Mit Hilfe der händischen Entfernung von grobem Schmutz erreicht man genau die Problemstellen, die den Bürsten der Portalanlagen verborgen bleiben.
Wenn in der Waschanlage ein Lackschaden passiert, stellt sich die Frage nach der Haftung. Unter Umständen kann der Schaden beim Waschanlagenbetreiber geltend gemacht werden. Tipp: Kontrollieren Sie das Auto gleich nach der Wäsche auf Beschädigungen. Melden Sie diese sofort beim Anlagenbetreiber und lassen Sie sich eine schriftliche Bestätigung über die Schäden geben.
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