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Nordbayern | 02.07.2026

Auf Sonne folgt Regen: Diese Gefahren drohen bei Sommergewittern

+++ Starkregen, Böen und Hagel können für Schäden und brenzlige Situationen sorgen +++ Das sollten Autofahrende im Falle eines Sommergewitters beachten +++

Nordbayern. Aquaplaning ist mitunter die größte Gefahr bei heftigen Regenfällen, besonders auf Strecken mit viel Schwerlastverkehr. Sobald sich Wasser in den Spurrillen ansammelt und nicht mehr schnell genug ablaufen kann, können die Reifen das Wasser bei hohen Geschwindigkeiten nicht mehr verdrängen. Die Folge: Das Auto verliert den Kontakt zur Straße und beginnen zu schwimmen. Autofahrende, die einen Wagen mit Automatikgetriebe besitzen, sollten darauf achten, dass die Fahrstufe nicht gewechselt wird. Außerdem sollte der Fuß behutsam vom Gas genommen werden, sodass keine Motorbremse erfolgt. Der ADAC rät Autofahrern bei Regen besonders konzentriert und parallel zu den Spurrillen zu fahren, die Geschwindigkeit zu reduzieren und abrupte Fahrmanöver zu vermeiden.

Ist die Fahrbahn überschwemmt, sollten alle Autofahrerinnen und Autofahrer nicht mit Schwung durch das tiefe Wasser fahren. Denn sobald Spritzwasser in den Ansaugbereich des Motors gelingt, kann ein Motorschaden die Folge sein. Aus diesem Grund sollte eine Straße mit erhöhtem Wasserpegel nur dann gequert werden, wenn das Wasser maximal bis zur Unterkante der Stoßfänger reicht.

Bei Sommergewittern muss immer mit schlechter Sicht, Hagel und Windböen gerechnet werden. Ein Blitzeinschlag ins Fahrzeug kommt dagegen äußerst selten vor. Sollte es dennoch passieren, wirkt die Karosserie als sogenannter „Faradayscher Käfig“ - dieser schützt die Insassen vor den gefährlichen Folgen eines Blitzeinschlages. Sollte es zu einem Einschlag am eigenen Pkw kommen, können alle Betroffenen das Fahrzeug bedenkenlos verlassen - vorausgesetzt, der Wagen ist modern. Der Grund: Neuere Autos haben üblicherweise eine Kunststoffauskleidung im Innenraum. Aber Vorsicht: Karosserie, Reifen und Elektronik können durch einen Blitzeinschlag beschädigt werden und noch eine leichte Spannung aufweisen. Auch bei einem Cabrio wirkt das Prinzip des Faradayschen Käfigs, dafür müssen aber Verdeck und Fenster geschlossen bleiben. In fast allen Verdeck-Konstruktionen gibt es Metallstangen, die einen Einschlag ableiten.

Wohnwagen bieten dagegen keinerlei Schutz vor Blitzen, da die Karosserien aus glasfaserverstärktem Kunststoff bestehen. Im Ernstfall sollten die Insassen Zuflucht in der Fahrerkabine suchen, diese leitet den Strom wie bei einem Pkw außen herum ab.

Ein weiterer gefährlicher Aspekt bei Sommergewitter sind plötzliche Windstöße. Im Falle eines Sturms sollten alle Autofahrenden ihre Geschwindigkeit reduzieren und besonders aufmerksam fahren. Insbesondere nach dem Überholen großer Fahrzeuge und auf Brücken muss mit Seitenwinden gerechnet werden. Umgestürzte Bäume oder Äste auf der Straße bergen zusätzliches Gefahrenpotential.


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